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23.01.2020

XILS Lab X-505: Emulation des Roland RS-505 Paraphonic Strings

Der französische Hersteller XILS Lab ist für die feinen Emulationen von diversen Analog-Synthesizern bekannt. Mit dem X-505 nimmt sich das Unternehmen jetzt einen weiteren Klassiker vor. Auch wenn XILS Lab das Vorbild nicht nennt, können wir mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass es sich um den Roland RD-505, auch Paraphonic 505 genannt, handelt.

XILS Lab X-505

Wie bei der Vorlage sind Strings, Synthesizer und Bass gleichzeitig spielbar, deshalb passt auch hier der Untertitel „das analoge Orchester“. Neben den drei Sektionen hat XILS Lab aber noch die zusätzliche Human Choir Machine eingebaut, die als Alternative für die Synthesizer-Sektion dient.

Der frei von Aliasing arbeitende TOD (Top Octave Divider) Oszillator ermöglicht 49 polyphon spielbare Stimmen. Die String-Sektion hat ein eigenes Filter, Hüllkurven-Parameter für Attack und Release und erlaubt Waveform Mangling. Für die Synthesizer-Sektion bekommt ihr eine ADSR-Hüllkurve spendiert, plus ein 24 dB „Analog“-Filter mit Modulation über Hüllkurve und LFO. Die Rocker Switches stellen verschiedene Klangquellen ein und obendrauf bekommt ihr das Second Touch Retrigger Feature. Die Bass-Sektion wartet mit drei kumulativen Schwingungsformen auf, die im Bass-Panel jeweils eine eigene Filtereinstellung bekommen. Die neue Human-Voice-Sektion hat Parameter für Formant und Balance im Angebot.

Hier gibt es zwei LFOs. Der eine kümmert sich um Vibrato, der andere darf frei über die Mod-Matrix zugeordnet werden. Die bietet 14 Quellen und 24 Ziele und erlaubt die Steuerung von Parametern, die in der originalen Hardware nicht zugänglich sind.

Als Effekte liefert X-505 einen vierfachen BBD-Chorus/Ensemble – jede Sektion bietet dafür einen eigenen Send. Dazu gesellen sich Phaser, Reverb und der von dem Hersteller bekannte True Stereo Space Effekt.

Weitere Features sind die spezielle Glide-Sektion und die Möglichkeit, sämtliche Parameter über MIDI-CC zu steuern.

Ich habe mir gerade direkt mal die Demo heruntergeladen, die ist bis auf ein paar Beschränkungen bereits sehr brauchbar (siehe unten) – mal sehen, ob ich mich am Ende für einen Kauf entscheide.

Spezifikation und Preis

XILS Lab X-505 läuft auf macOS (10.8 oder später) und Windows 7, 8 und 11 als VST, AU und AAX in 32 und 64 Bit. Für die Installation ist ein Dongle notwendig, entweder iLok (iLok1, iLok 2 und Software) oder ein USB-eLicenser – vor dem Kauf müsst ihr euch dazwischen entscheiden. Der Hersteller bietet eine Demoversion an, die keinen Dongle benötigt und unbegrenzt läuft, allerdings das Speichern von Projekten/Presets, das Im- und Exportieren von Bänken und Automation nicht erlaubt. Eine Anleitung ist als PDF auf der Website von XILS Lab erhältlich. Aktuell bekommt ihr einen Einführungspreis von 89 Euro, 149 Euro wären sonst fällig.

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