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Test
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30.10.2020

Thomann SP-120 Test

Kompakt-Digitalpiano

Und es geht doch noch günstiger!

Thomann bringt ein kompaktes Digitalpiano mit eingebauten Lautsprechern zum unglaublichen Preis von 159 Euro heraus. Das neue Modell SP-120 erweitert dabei die SP-Digitalpiano-Serie des Musikhauses nach unten. Das Instrument ist im Prinzip identisch mit dem Modell SP-320 (229 €), bietet allerdings nicht 88, sondern nur 73 leicht gewichtete Tasten. Damit verdrängt das neue Gerät seinen großen Bruder vom Thron des günstigsten Digitalpianos und lässt die Frage aufkommen: Wie kann ein solches Instrument so günstig verkauft werden?

Thomann antwortet mit den Modellen SP-120 und SP-320 auf Yamahas NP-Serie, die ebenfalls aus zwei Einsteiger-Digitalpianos besteht, dem NP-12 Piaggero und dem NP-32 Piaggero. Das kleiner Yamaha NP-12 Piaggero offeriert allerdings nur 61 Tasten, während das größere NP-32 Piaggero mit 76 leicht gewichteten Tasten ausgestattet ist, dafür haben diese beiden Instrumente mit 64 Stimmen die doppelte Polyphonie im Vergleich zu den beiden Thomann-Pianos. Das SP-320 hatten wir bereits in 2017 getestet und dabei den Untertitel „Günstiger geht’s nicht“ gewählt. Heute wissen wir: Es geht! Christian Frentzen kam im damaligen Test zu dem Fazit, dass man es beim SP-320 weniger mit einem hochwertigen Klavierersatz, als vielmehr mit einem „besonders leichten und kompakten Instrument für unterwegs“ zu tun hat. Das neue SP-120 geht diesen Weg konsequent weiter: Es ist noch leichter, noch kompakter und – noch günstiger! Für 159 Euro erhält man 73 Tasten, 12 Klangfarben, eine 32-stimmige Polyphonie, Reverb und Chorus, Layer Modus, Metronom sowie USB-MIDI und -Audio! Kann man für 159 Euro Qualität erwarten? Diese Frage klären wir in unserem Test.

Details

Auspacken

Das Thomann SP-120 Digitalpiano wird mit einem externen Netzteil, einem Sustain-Fußtaster und einem einsteckbaren Notenständer geliefert. Mit seinen 6,2 kg ist es noch einmal deutlich leichter als das SP-320, das 9 kg auf die Waage bringt. Die um 15 Tasten verkürzte Klaviatur kann nicht der alleinige Grund für die Gewichtsreduktion sein. Vermutlich werden im SP-120 leichtere Lautsprecher verbaut. Auf jeden Fall ist das Instrument nun extrem handlich und kann locker für eine Session unter den Arm geklemmt werden. 

Erster Eindruck

Das schwarze Kunststoffgehäuse macht einen stabilen Eindruck und gibt dem Instrument ein elegantes Erscheinungsbild. Auch die 73 Tasten-Klaviatur trägt mit der Holztasten-Imitation und dem roten Filzband in Flügel-Optik zu dessen angenehmen Design bei. Dass sie allerdings nicht das Spielgefühl wie auf einer gewichteten Hammermechanik-Tastatur vermittelt, lässt sich für den geforderten Preis schnell ausrechnen.

Gehäuse und Anschlüsse

Das Gehäuse ist noch gradliniger und schlichter gestaltet als der Body des SP-320. Beim SP-120 sind die Bedienelemente – im Gegensatz zum großen Bruder – einfach auf einer Ebene mit den ebenfalls bündig eingebauten Lautsprechern angeordnet und nicht leicht hervorgehoben. Ansonsten ist das Frontpanel mit seinem gummierten Einschaltknopf, dem Chrom-farbenen Volumenregler und allen Leuchttastern identisch mit den Bedienelementen des SP-320. Unterhalb der Taster für REVERB und CHORUS befinden sich die beiden Taster für METRONOME und TEMPO.  Mit den sechs Tastern für Klangfarben werden die zwölf möglichen Sounds des SP-120 ausgewählt. Dabei wird mit dem BANK-Taster zwischen zwei Sound-Bänken umgeschaltet. Auch die Anschlüsse auf der Rückseite sind identisch mit denen des größeren SP-320: Geboten werden ein USB-TO-HOST-Anschluss, die Buchse für das Sustain-Pedal, das LINE-OUT-Paar in Gestalt zweier Chinch-Buchsen, der Kopfhörer-Ausgang (große Stereo-Klinke) und die Anschluss-Buchse für das externe Netzteil.

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