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Test
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16.04.2012

TAL Noise Maker Test

Freeware-Softsynth

TAL ist mittlerweile ein Dauerbrenner in unseren Freeware-Besprechungen. Und das völlig zu recht, denn der Luzerner Software Entwickler Patrick Kunz verwöhnt uns in kurzen Abständen immer wieder mit tollen und kostenlosen Kreationen! Diesmal wenden wir uns seinem Synthesizer „Noise Maker“ zu, seinem neuesten Klangerzeuger, der auf der Grundlage des vielgelobten TAL Elek7ro basiert.

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DETAILS

Das schicke GUI des Noise Makers (Version 3.22) ist mit Schatten und Reflektionen liebevoll gestaltet und in vier separate, ausklappbare Module unterteilt. In den ersten beiden wird die „klassische“ Klangerzeugung dargestellt, im dritten findet man einen grafischen Hüllkurven-Editor und im vierten eine Controller- und Effektsektion. 

Im Modul „Synth 1“ stehen zwei Oszillatoren mit den klassischen Wellenformen und außerdem mit Noise und Suboszillator bereit. Auch die  Mastersektion mit Mischer, Osc-Sync Optionen, Portamento und Stimmenanzahlbegrenzung befindet sich hier. Maximal sechs Stimmen kann der Noise Maker erzeugen. Ein synchronisierbarer LFO mit Key Trig erlaubt Modulationen von Filter, Osc 1, Osc2, PW, FM und LFO2 Rate.

Das Modul „Synth 2“ beinhaltet einen zweiten LFO mit ähnlichen Modulationszielen. Er kann jedoch auch noch die Gesamtlautstärke oder das Panorama modulieren. Auch das Filter mit vielen verschiedenen LP-, BP-, HP Modi und einem Notchmodus wird im „Synth 2“ repräsentiert. Flankensteilheiten von 6, 12, 18 und 24dB sind hier wählbar. Rechts daneben findet man eine ADSR- und AD-Hüllkurve, Letztere mit regelbarem Wirkungsgrad. Die ADSR-Hüllkurve steuert den VCA, die AD-Hüllkurve kann zur Modulation von Filter, Osc 1, Osc 2, PWM und FM herangezogen werden.

Im dritten Modul „Envelope Editor“ kann man sich eine Hüllkurve mit der Maus einzeichnen und sie - gemäß dem Intensity-Wert - auf ein Modulationsziel wie Filter, Osc1, Osc 2, Osc1+2, FM, Ringmod oder Volume wirken lassen. Dabei lässt sich festlegen, ob sie als Loop oder OneShot verwendet werden soll. Verschiedene Geschwindigkeiten und eine Sync zum Host-Tempo sind wählbar. Das ist schon ziemlich ausgecheckt!

Das vierte Modul namens „Control“ beherbergt Armaturen für die Velocity-Ansprache von VCA und Filter und eine kleine Ansammlung von Master-Effekten. Alsda wären ein globales HiPass-Filter oder Detune, Vintage-Noise oder Filter-Drive. Gerade mit den letzten beiden Parametern kann man den Klang schön dreckig oder Lo-Fi machen. Auch lässt sich hier festlegen, ob man das Pitchrad am Masterkeyboard zur Pitch- oder Cutoff-Steuerung verwenden möchte. Auf Aftertouch reagiert der Noise Maker nicht. Im unteren Bereich des Control-Moduls sind Effekte wie ein Reverb und ein kreativitätsanregendes Delay mit Sync-Option und einigen weiteren Detailparametern, ein zweistufiger Chorus und ein Bitcrusher zu finden. Wer die Effekt PlugIns von TAL kennt, trifft hier auf gute alte Bekannte.

Ganz unten am Rand des GUI befinden sich Felder zum Aktivieren des MIDI-Learn-Modes, zum Speichern und Laden von Programmen und auch ein Panic-Taster. Sämtliche Parameter sind per DAW automatisierbar.

Die Installation erfolgte manuell, das AU-Component bzw. die VST-Datei musste ich per Hand in den betreffenden Ordner im Betriebssystem kopieren. Das Arbeiten mit dem Noise Maker ist mehr oder weniger selbsterklärend und verlief während dieses Tests ohne Abstürze oder ähnliche unschöne Vorkommnisse.r

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