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Test
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27.11.2020

SPL Phonitor One/Phonitor One d Test

Kopfhörerverstärker und USB-Wandler

Willkommen in der Matrix – reloaded

Die One-Serie von SPL bietet mit Phonitor One und Phonitor One d den bisher günstigsten Einstieg in die Phonitor-Matrix-Welt. Die Serie „made in Germany“ bietet aktuell noch die Modelle Control One und Marc One, welche sich als Monitorcontroller ohne und mit USB-Interface präsentieren. Ähnlich wie hier, sorgt vor allem der USB-Anschluss für 200 Euro Preisdifferenz. Design und Prinzip ist indes bei allen ähnlich. Wo gibt es also am meisten „bang for the buck“?

Details

Regelbares Crossfeed

SPL Phonitor One und SPL Phonitor One d sind zwei hochwertige Kopfhörerverstärker, die in Deutschland produziert werden. Sie unterscheiden sich durch das eingebaute 2-Out-USB-Audiointerface, wodurch Phonitor One d direkt an Apple-Computer oder iPads angeschlossen werden kann. Windows-Systeme hingegen brauchen Treiber, um in den Genuss von bis zu 768kHz-DA-Wandlung inklusive DSD4 und DSD256 zu gelangen. 

Das pragmatische Industriedesign der One-Serie gibt es in Schwarz und es verzichtet auf 120-Volt Technik, welche es sonst bei den hochpreisigen und sogar mehrfarbig erhältlichen Pro-Fi-Phonitoren gibt. Die Matrix ist bei allen aber soweit identisch, nur eben einfacher in der Bedienung umgesetzt. 

Man bietet hier regelbares Crossfeed, einen festen -1dB-Center-Level sowie den fixen 30°-Öffnungswinkel, was ich als gelungen empfinde. Dreht man das Crossfeed-Poti übrigens ganz auf links, wird per Relaisklacken die gesamte Matrixschaltung aus dem Signalweg genommen. 

Solide Serie

Die je 1,4 kg schweren Metallgehäuse fühlen sich wirklich solide an und sind mit Maßen von 210 x 49,6 x 220 mm als pragmatisch-kompakt zu bezeichnen. Sie lassen sich auch stapeln, falls man mal mehr als einen HP-Amp braucht. Mit Preisen von 389 respektive 589 Euro nicht unbedingt Schnäppchen, aber selbst für solide Kopfhörerverstärker im Aufnahmeraum durchaus angemessen, weil sie flexibel genug und vor allem simpel in ihrer Bedienung sind.

Rückseitig finden sich zwei Eingänge, die an der Front umgeschalten werden können. Nummer 1 ist als Stereo-Cinch-Input konfiguriert, Nummer 2 als zweimal „große Klinke“ (6,35 mm, symmetrisch, TRS). Einen Line-Out gibt es ebenfalls, der mit TS-Buchsen ausgestattet wurde, aber nicht über den großen Frontregler bedient werden kann. Ein Option dafür wäre schön gewesen und hätte aus dem Phonitor auch einen schlanken Controller für Aktivmonitore gemacht. Wer das noch braucht, sollte sich Topmodell Marc One anschauen, der noch einiges mehr auf den Kasten hat, aber nur 100 Euro teurer ist. 

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