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Test
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06.12.2021

Spitfire Audio British & Contemporary Drama Toolkit Test

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More Drama, Baby

Spitfire Audio macht in erster Linie, was alle anderen Sample-Schmieden auch machen: Instrumenten-Libraries raushauen; Bläser, Streicher usw. Hin und wieder gibt es auch Collections, z. B. komplette Orchester oder Percussion. Ungewöhnlicher ist das Konzept, das mit dem British Drama und dem Contemporary Drama Toolkit verfolgt wird, denn hier geht es um kuratierte Libraries, bestehend aus unterschiedlichsten Instrumenten, um ein bestimmtes Filmgenre zu bedienen. Da wird es dann schon fast psychologisch interessant: Welche Instrumente hält Spitfire für angemessen, um Drama zu produzieren? Nun, wir werden es herausfinden. Auf geht’s zum Test.

Details

Instrumente & Artikulationen; British Drama Toolkit

Im British Drama Toolkit sind ein Streichquintett – also Violine, Viola, Cello und Kontrabass –, eine Klarinette und eine Bassklarinette sowie eine reguläre und eine Piccoloflöte enthalten. Wie bitte, das ist alles? Ein Blick auf die Artikulationen zeigt, dass auch hier eher wenig geboten wird und davon in erster Linie Standards. Schön, es gibt auch Ensemblepatches, aber das ist zumindest in der Theorie maximal interessant für Zeitersparnis, nicht aber für kreatives Arbeiten. 

Instrumente & Artikulationen; Contemporary Drama Toolkit

Das Contemporary Drama Toolkit ist da schon ergiebiger; auch hier gibt es Kombi-Patches, in diesem Fall für Leads, Texturen und Pads und als Einzelinstrumente Synthies, Gitarren, elektrische Violine und Cello sowie – aufgehorcht – Vocals! Das klingt an und für sich interessanter als das British Drama Toolkit und außerdem nach einer guten Ergänzung zu ebendiesem. Auch das Preset-Angebot ist hier deutlich reichhaltiger, dabei aber nicht erschlagend, kurzum: ziemlich ideal. Hoffentlich klingt es auch ziemlich ideal. Kleine Randbemerkung an dieser Stelle: Offensichtlich gibt es keinerlei Percussion, Beats, Loops. Interessantes Konzept für das Genre Drama.

GUI

Das GUI ist in beiden Fällen zu klein, um damit vernünftig arbeiten zu können. Außerdem ist es sehr sparsam gefüllt. Im Gegensatz zu vermutlich jeder anderen Library dieser Kragenweite gibt es hier in beiden Librarys und allen Instrumenten-Fällen nur zwei Mikrofonsignale. Das ist beeindruckend wenig. Auch sonst findet man nicht mehr, als unbedingt nötig wäre. Natürlich gibt es eine Übersicht über die Artikulationen, die ADSR-Abteilung, Expression- und Reverb-Fader, aber das war’s dann auch. Mehr gibt es in Sachen GUI nicht zu erzählen. Also auf zum Praxisteil.

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