Hersteller_Reloop
Test
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24.06.2014

Praxis

Hands-on!

Der 7000er misst 458 x 144,6 x 354 Millimeter (B/H/T – Technics: 451 x 352 x 155) und nimmt somit annähernd die gleiche Stellfläche wie ein MK2 ein. Da der Plattenteller aus massivem Aluminium besteht, ist er angenehm robust und ordentlich schwer. Die Gummimatte auf der Unterseite des Tellers erhöht die Masse noch (höheres Gewicht = besserer Gleichlauf), wodurch sich eventuell auftretende Probleme durch Körperschall spürbar verringern können. Dank seines leistungsstarken Antriebes und eines sehr hohen maximalen Drehmoments von 4500 g/cm reagiert der Plattenteller trotz seines stattlichen Gewichts umgehend auf Veränderungen der Geschwindigkeit und Laufrichtung, wie sie beispielsweise durch den Pitch-Regler oder den Reverse-Button hervorgerufen werden können. Der Plattenteller sitzt zudem bombenfest im Chassis. Für Scratching- und Turntablism-Nerds, die bei ihren Manövern oft relativ stark auf die Vinyl-Oberfläche drücken, ist das wirklich ein absoluter Traum. Da gibt es nichts zu meckern.

Auch Club-DJs dürften sich beim RP-7000 sehr „zuhause“ fühlen. Praktischerweise hat der Power-Drehschalter zum Plattenteller hin eine Umrandung, die vor versehentlichem Ausschalten des Geräts im laufenden Betrieb schützt. Der griffige Stroboskoprand des Plattentellers eignet sich, abgesehen von seinen visuellen Eigenschaften, hervorragend zum manuellen Feinjustieren beim Beatmatching. Dank des stufenlos veränderbaren Drehmoments lässt sich der Antrieb optimal auf die individuellen Bedürfnisse abstimmen, unabhängig davon, ob man zuvor einen Plattenspieler mit schwachem Motor oder ein Gerät mit kräftigem Antrieb verwendet hat, wie etwa einen Vestax Direct Drive Turntable. Die ebenfalls stufenlos veränderbare Anlauf- und Bremszeit ist ideal für Turntable-Artisten, die genaue Start- und Stoppzeiten für ihre Performance benötigen.

Layout & DVS-Eigenschaften

Allgemein betrachtet verfügt der Reloop RP-7000 über ein wirklich ein gelungenes und intuitiv zugängliches Layout, denn die durchdachte Anordnung der Bedienelemente unterstützt die Arbeitsweise von Turntablism-Nerds und Club-DJs gleichermaßen. Besonders den Scratch-Freaks unter den Plattenreitern dürften die beiden großen Start-/Stopptasten gefallen, denn sie ermöglichen ein optimales Handling, ganz egal ob man den Turntable nun regulär aufbaut oder um 90 Grad gedreht, also im Battle-Aufbau. Die Tatsache, dass unser Testobjekt über einen internen Phono-Vorverstärker verfügt, ist nicht nur für Anwender günstig, die keinen externen Preamp besitzen, denn so ließe sich der Turntable direkt an einen Line-fähigen AD-Wandler anschließen und auch im DVS-Verbund einsetzen, wenn das Audiointerface keinen „Entzerrer“ besitzt, vorausgesetzt die Software erlaubt die Verwendung dieser Soundkarte. Ein wohl eher seltenes Szenario, aber ich möchte es nicht unerwähnt lassen.

Klang Phono-Vorverstärker

Nun möchte ich zu einem weiteren interessanten Punkt kommen, nämlich der Frage, wie der interne Phono-Preamp des RP-7000 klingt. Nun, er liefert ein durchaus druckvolles Signal mit einer sauberen Reproduktion der Mitten und Höhen, für meinen Geschmack könnte die Transparenz in den tiefen Frequenzen aber etwas größer sein. Die im Gerät verbaute Einheit ist sicher kein audiophiler Hi-End-Phono-Preamp, dennoch liefert der Vorverstärker einen sehr soliden Sound, welchem ich auch unter Berücksichtigung der Preisklasse die Schulnote 3+ gebe. Für den Hi-Fi- und DJ/Club-Bereich geht die Klangqualität somit völlig in Ordnung.

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