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Workshop
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12.02.2009

Play-Alike Carlos Santana - Gitarren Workshop Teil 1

Carlos Santanas beste Riffs und Licks in Noten und Tabs

Tutorial - Spielen wie die Stars

Kaum ein Gitarrist hat mit seinem Spiel den Begriff Trademark Lick so intensiv geprägt wie Carlos Santana. In der zehnten Play-Alike Ausgabe möchte ich euch mit den Grundstrukturen seines ureigenen Stils ein wenig vertrauter machen. Und da es in dieser Hinsicht jede Menge zu erzählen gibt, haben wir gleich einen 3-Teiler daraus gemacht.

Der Erfolg der Musik Santanas gründet sich nicht zuletzt in der besonders aufregenden Verbindung von Klischees des Rock/Blues-Bereichs, mit der pulsierenden Poly-Rhythmik Südamerikas bzw. Afrikas. Dieses Experiment des jungen Mexikaners Santana, war schon in den späten Sechzigern so einmalig wie erfolgreich und fiel bei der, sich den Kulturen der Welt öffnenden, Hippie-Bewegung auf überaus fruchtbaren Boden. Diesem kulturübergreifenden Cocktail ist Carlos auch auf seinem Hit-Album Supernatural treu geblieben. Und der Erfolg gibt ihm recht. Eine der herausragenden Kompositionen der »späten Phase« des Gitarristen ist der Song Smooth, der mit einem heißen Groove und der Coolness des Matchbox 20-Sängers Rob Thomas, überzeugen kann. Genau diesen Groove wollen wir jetzt in unserer ersten Studie einmal etwas genauer unter die Lupe nehmen.

Hört euch das Teil zunächst einmal an:

Und die passenden Chords.

Achtet beim Üben des Beispiels, besonders auf den verschärften Einsatz von abgedämpften Akkorden(x). Den unbändigen Groove schöpft die Nummer aus der Tatsache, dass Carlos hier jede Menge Offbeats zum Besten gibt.

INFO: Unter dem Begriff Offbeat rangieren alle die Töne/Akkorde, die auf den »und«-Zeiten einer Rhythmus-Figur gespielt werden. Das ist sehr wichtig, denn genau diese Zählzeiten sind für den stark erhöhten Groove-Faktor unseres Studienobjektes zuständig. Damit ihr in Sachen Offbeats erst gar nicht großartig ins Grübeln kommt, haben wir euch zu diesem Thema einen netten Info-Flashfilm anzubieten.

Wie ihr dem Flash-Film entnehmen könnt, werden die Töne auf den Zählzeiten, im Normalfall mit Abschlägen gespielt. Beim Spiel der »und«-Zeiten kommen Aufschläge zum Einsatz. Diese Information könnt ihr übrigens auch unserem Notenbeispiel entnehmen. Wenn ihr euch daran haltet, ist das Ganze gar nicht so schwer zu meistern. Ihr werdet schon sehen.

ÜBRIGENS:
Falls ihr nicht genau wisst wie ihr die abgedämpften Passagen des Grooves zu managen habt, will ich euch jetzt noch eben schnell eine kleine Erklärung an die Hand geben. Also: Die mit einem x gekennzeichneten Noten, werden abgedämpft gespielt. Der technische Ablauf ist hierbei gar nicht so kompliziert.

Sobald im Notentext eine X-Head-Note auftaucht, lasst ihr den Druck auf die Saiten soweit nach, dass eure Finger die einzelnen Saiten zwar noch berühren, die Töne des gegriffenen Akkordes aber keine Chance mehr haben, klar zu klingen. Schlägt man den Akkord jetzt in der geforderten Weise an, erklingt ein typischer abgedämpfter Ton: Tschakkk! Das war’s schon!

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