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Test
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21.09.2020

Loopcloud Drum Test

Freeware Drum-Sampler für Windows und macOS


Boom hat’s g’macht…

Loopcloud ist ein alter Hase im Sample-Geschäft und einer der wenigen ernst zu nehmenden Konkurrenten von Splice. Umso schöner, wenn man dort auch Sounds bekommt, ohne ein Abo einzugehen. 

Zumindest kann man als User sicher sein, dass die Sounds und Samples bei Loopcloud von Profis aus allen möglichen musikalischen Bereichen stammen. So auch beim Freeware-Tool Loopcloud Drum. Ob man auch da die Qualität hören kann? 

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Details & Praxis

Allgemeines

Zuerst muss bei Loopcloud ein Account angelegt werden. Nach der Bestätigungsmail kann man sich dann Loopmasters Drum herunterladen. Wichtig dabei ist, dass man den richtigen Plan wählt, nämlich Free. Nur diese Version ist auch auf lange Sicht kostenlos. Beim ersten Laden in der DAW muss man sich mit seinen Loopcloud-Daten einloggen und sofort werden die freigeschalteten Sounds automatisch heruntergeladen. Ab dann ist Loopcloud Drum als eigenständiges Plugin nutzbar.

Das Loopcloud-Stamm-Plugin gibt es für Windows ab Version 8 und für macOS ab Version 10.10 in 32- sowie in 64-Bit. Das Loopcloud-Drum-Plugin gibt es allerdings nur in 64-Bit und auch nur im VST2-Format. 

Konzept und GUI

Loopcloud Drum ist ein Drum-Sampler mit 16 Pads, der optisch einiges hermacht. Je nach geladenem Drum-Kit wird auch das Konterfei des Produzenten angezeigt, der das Kit produziert hat. 

Das Herzstück des Plugins sind natürlich die 16 Drum-Pads auf der rechten Seite des GUIs. Eigene Samples können in der Freeware-Version leider nicht in Loopcloud Drum importiert werden, diese Funktion steht nur Usern mit einem aktiven Abo zur Verfügung. Dafür gibt es insgesamt zehn Free-Drum-Kits, die man nach Herzenslust nutzen kann, sowie viele weitere Free-Sounds aus der Loopcloud-App, die allerdings nur auf eine Audiospur einer DAW importiert werden können.  

Ist ein Kit ausgewählt, findet man unter den Pads noch viele weitere Optionen, die für jeden Sound separat auswählbar sind. Neben der Lautstärke, der Verteilung im Stereofeld und dem Startpunkt des Samples kann man ebenfalls auf das Tuning und die Hüllkurve Einfluss nehmen oder einen Filter und Saturation nutzen. Delay und Hall stehen wieder für jeden Sound extra als Send-Effekte zur Verfügung. Und die Einzelsounds können einer von vier Choke-Gruppen zugewiesen werden.

Unter diesen Optionen findet man den Step-Sequencer samt Roll-Funktion sowie einen Swing-Regler – über beide kann man schnell in die wesentlichen Aspekte eines Beats eingreifen. Mit dem Timing-Modul können manche Drum-Hits zeitweilig verschoben werden, für Breaks und dergleichen. Zu guter Letzt sei noch der Mixer erwähnt, der über View am oberen Rand des GUIs aufgerufen werden kann. Hier findet man noch drei zusätzliche Master-Effekte: Drive, Filter und Limiter.

Sound

Loopcloud Drum enthält nicht nur die Drum-Sounds der jeweiligen Produzenten, sondern haben diese pro Kit jeweils auch einen (Beispiel-)Beat damit programmiert, den ihr euch anhören könnt. Sobald die Pattern-Funktion über den entsprechenden Button am linken unteren Rand des GUIS aktiviert ist, synchronisiert sich das Plugin mit der DAW und spielt den kompletten Beat im eingestellten Tempo ab.  

Natürlich ist nicht jeder Sound hochwertig, aber insgesamt sind die Kits liebevoll zusammengestellt und enthalten meistens auch interessante Percussion- oder Synth-Sounds, die man sonst nicht so leicht findet. Damit lässt sich der eigene Beat locker ein bisschen aufmöbeln. Mir gefällt besonders, dass die Kits nicht so clean oder steril, sondern eher dirty und Lo-Fi klingen. So entstehen interessante Klangwelten, die sich unkompliziert in eigene Produktionen einbauen lassen. Hört selbst!

 

Fazit

Loopcloud Drum geht als Freeware-Tool absolut klar. Eigene Sounds können zwar nicht geladen werden, dafür hat jede DAW ja aber schließlich einen Drum-Sampler. Die vorhandenen Samples klingen dafür nicht nach Fließband, wie man das von anderen Libraries her kennt, sondern individuell und teilweise ziemlich grimey. Man hört, dass hier Profimusiker am Werk waren. Loopcloud Drum ist kein Muss, aber wer auf der Suche nach neuen und spannenden Drum-Sounds ist, sollte sich das Teil mal anschauen.

Weitere Informationen findet ihr auf der Herstellerseite!

  • Pro
  • Sounds klingen interessant und grimey
  • GUI bietet viele Bearbeitungsmöglichkeiten wie Hüllkurve, Filter, und Send-Effekte
  • Step-Sequencer
  • Contra
  • eigene Sounds können nicht geladen werden
  • Features
  • 10 Drum-Kits à 16 Sounds
  • 16 Drum-Pads
  • Step-Sequencer
  • interner Mixer
  • zwei Send- und drei Master-Effekte
  • Preis
  • Loopcloud Drum: kostenlos

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