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16.08.2019

Lernen frei Klavier zu spielen

Wie lernt man am Klavier frei und ohne Noten zu spielen?

Leichter Einstieg in die improvisierte Musik

Wird in der Musik von Improvisation gesprochen, assoziieren die meisten darunter zunächst das Solo. Dabei wird an Giganten des Jazz-Klaviers wie Oscar Peterson, Bill Evans, Keith Jarrett und viele weitere gedacht. Diese solieren über Jazz-Standards, also bekannte Titel, wie „Take The A-Train“ oder „Night And Day“, etc. Dabei bleiben der Ablauf und die harmonische Struktur im Wesentlichen erhalten und der Pianist spielt darüber atemberaubende und rasend schnelle Soli, also meist einstimmige Melodien, über die man als Laie nur so staunen kann. Und auch bei uns gibt es ausführliche Artikel, die sich dieses Themas widmen.

Aber was machst du, wenn du Oma zum Geburtstag etwas vorspielen möchtest, aber deine Noten nicht dabei hast? Oder, wenn du einfach mal ein bisschen Klavier spielen willst, ohne davor immer ein Stück üben und dann auswendig lernen zu müssen? Vielleicht interessierst du dich auch einfach für Musiktheorie – ja, so etwas soll es tatsächlich geben. Oder du möchtest eigene Songs komponieren, oder dich ans Klavier setzen und einfach nur drauf losspielen können. Welcher Pianist träumt nicht davon?

Und genau da kommen das freie Spiel und die Improvisation zum Tragen. Was genau versteht man darunter? Wie kann man es lernen und üben? Und kann man wirklich ein ganzes Klavierstück einfach so frei spielen? Den Einstieg in dieses sehr interessante Thema findest du hier!

Oscar Peterson ist ein Paradebeispiel für das freie Spiel auf dem Klavier. Hier spielt und soliert er über das Thema 'Take the "A" Train'. (Quelle: Youtube / Oscar Peterson - Take the "A" Train)

Quick Facts: Freies Klavierspiel

Was bedeutet frei Klavier zu spielen?

Das freie Klavierspiel ist das Spiel ohne Noten, ohne sich bewusst über Zusammenhänge Gedanken zu machen, Musik erschaffen aus dem Stegreif und seiner Kreativität freien Lauf lassen. Das freie Spiel ist eine Form der Improvisation. Es existieren viele Formen des freien Spiels, jede einzelne davon macht viel Spaß und motiviert.

Um frei Klavier spielen zu können, müssen die musikalischen Regeln des Tonsatzes, der Harmonik und der Stimmführung intensiv geübt werden, bis sie völlig beherrscht, und dann unbewusst in das Klavierspiel eingebracht werden. Dieses Wissen ist enorm hilfreich für die Interpretation bestehender Musik sowie das Komponieren eigener Titel, und ermöglicht die Konzentration auf den kreativen Prozess des Musikmachens und ein wohlklingendes freies Spiel, weil die Grundregeln der Musik im Fokus sind.

Das freie Spiel ist die Königsdisziplin der Musik. Durch die große Anzahl an Tönen des Klaviers ist das Thema besonders anspruchsvoll, denn anders als bei einem Melodieinstrument, werden beim Klavier neben der Melodie auch Akkorde für ein freies Spiel benötigt. Da beim Klavier mit beiden Händen Töne erzeugt werden, ist gerade während des Lernprozesses ein hohes Maß an Geduld und Disziplin notwendig, um das freie Spiel zu kultivieren.

Kann man das freie Klavierspiel erlernen?

Für die meisten Hobby-Musiker ist das freie Klavierspiel ein Mysterium. Woher weiß man, welche Tasten gespielt werden müssen, und welche Töne gut zusammenklingen? Und woher kommen die ganzen Ideen? Meistens bleibt einem da nichts Anderes übrig, als an Talent zu glauben, und daran, dass man das selbst nie erlernen kann. Und ich gebe zu, wenn ich Jacob Collier zuhöre, wie er ein komplettes Klavierstück von immerhin fünf Minuten Länge einfach so improvisiert, fällt es auch mir schwer, dabei nicht von Talent zu sprechen.

Hier kannst du dir das Stück anhören. 

Video: KEYSCAPE - Jacob Collier: Piano Improvisation

Der Witz bei der Sache ist: Auch du kannst bereits frei Klavier spielen! Probiere es aus! Setze dich an dein Instrument und lege einfach los. Du wirst Sprünge und Akkorde in der linken Hand spielen und Melodien in der rechten. Machst du das zum ersten Mal, wird es ein bisschen holperig klingen. Aber du wirst nicht vor deinem Klavier sitzen und nicht wissen, was du tun sollst, die Bewegungen geschehen ganz natürlich. 

Wir müssen deiner Kreativität also die konkreten musikalischen Regeln des Tonsatzes, der Harmonielehre und der Stimmführung entgegenstellen, damit alles, was du spontan erfindest, auch gut klingt. Das ist die eigentliche Aufgabe. So kannst du dich innerhalb bestimmter Regeln frei bewegen. Denn ganz ohne Regeln geht es zwar schon, aber, wenn du den Selbstversuch gerade wirklich gemacht hast, oder schon einmal Free-Jazz oder atonale Musik gehört hast, weißt du, dass das dann nicht unbedingt harmonisch klingen muss. 

Entgegen der landläufigen Meinung muss freies Spiel an sich nicht wirklich erlernt werden. Stattdessen müssen die musikalischen Regeln trainiert werden, sodass sich ein Fundus an Wissen aufbaut, auf dass man nach und nach, ohne nachzudenken, zurückgreift. Wer Jacob Collier kennt, weiß, dass er diese beherrscht, wie kaum ein anderer. Deshalb kann er auch hervorragend improvisieren. 

Wie funktioniert Improvisation und was passiert dabei im Gehirn?

Wenn du Auto fährst, kennst du folgende Situation. Du fährst um eine Ecke und plötzlich versperrt ein Hindernis deinen Weg. Ganz automatisch, und ohne darüber nachzudenken, bremst du, schaltest in einen niedrigeren Gang, und wartest, bis der Gegenverkehr passiert ist, um dann selbst das Hindernis zu umfahren.

Dazu schaltest du in den ersten Gang, fährst an, schaltest höher usw. Du unterhältst dich auch noch die ganze Zeit mit deinem Beifahrer, denn das Autofahren funktioniert bei dir auf einer unbewussten Ebene. Durch viele Stunden am Steuer bist du in der Lage, ‚automatisch‘ zu fahren.

Du musst dann nur noch einen grundsätzlichen Befehl geben, in diesem Fall: Werde langsamer und komme zum Stehen! Deine Hand greift dann automatisch zum Ganghebel, der linke Fuß geht zur Kupplung und der rechte ebenfalls völlig automatisch auf die Bremse. Die einzelnen Ausführungen werden dir dabei gar nicht mehr bewusst. Sie funktionieren motorisch.

Oder, denke an das rechte Pedal beim Klavier spielen. Erinnerst du dich noch, wie du gelernt hast, damit umzugehen? Damals musstest du dich noch bewusst auf das Treten des Pedals konzentrieren. Wann geht der Fuß nach unten und wann wieder nach oben? Da passiert es schon mal, dass z. B. die linke Hand einfach aufhört zu spielen, oder dass du plötzlich gar nicht mehr weißt, wie das Stück weitergeht.

Aber irgendwann nach einigen Übungsstunden ist das kein Problem mehr. Der rechte Fuß bewegt sich dann wie von Geisterhand, ganz automatisch. Sobald du einen Harmoniewechsel in den Noten siehst, erfolgt der Pedalwechsel, ohne, dass du konkret daran denken musst.  

Und genau dieser Effekt macht auch freies Klavierspiel möglich. Aus dieser Sicht verstehst du auch, warum Improvisation nicht ausschließlich Talent oder reine Kreativität sein kann. Denn wenn dich ein Kind beim Autofahren beobachtet, glaubt es vielleicht auch an ein Wunder oder Talent, wenn es sieht, wie du gleichzeitig das Lenkrad, die Pedale und den Ganghebel bedienst, während du den Verkehr beobachtest und darauf reagierst, irgendwelche Knöpfe drückst und dich dabei auch noch unterhalten kannst.

Für dich sind es aber einfach nur viele Einzelhandlungen, die am Anfang gar nicht gut geklappt haben und an die sich dein Gehirn durch viel Übung gewöhnt hat. So kannst du dann beim Autofahren einfach auf den Verkehr reagieren und musst nicht mehr an die Tätigkeit des Fahrens denken. Wenn du also etwas lernst, gewöhnt sich dein Gehirn an etwas Neues, genauso auch beim freien Klavierspiel. 

Wie übt man das freie Klavierspiel?

Im ersten Schritt musst du zunächst ‚nur‘ lernen, Musik zu verstehen, also die Zusammenhänge, welche die Musik zu dem machen, was sie ausmacht. Das freie Klavierspiel kannst du bereits, du musst jetzt nur noch lernen, die Zusammenhänge zu koordinieren, und zwar so, dass sie unbewusst eingesetzt werden können.

Der Schlüssel zur Beherrschung unbewusster Vorgänge ist immer die bewusste und vielfache Wiederholung einfacher und kleiner Einzelschritte. Vereinfachung und Gewöhnung sind die beiden Hauptfaktoren für ein schnelles und zielorientiertes Lernen. Beginne mit kleinen Aufgaben, die man für ein wohlklingendes freies Spiel beherrschen muss, und übe diese so lange, bis sich die Automation einstellt. Dann kannst du diese Lerninhalte auch improvisatorisch, also frei anwenden.   

Hierfür ist es besonders wichtig, dass du beim Üben Fehler vermeidest, denn dein Gehirn merkt sich jeden dieser Fehler. Und gerade, wenn du automatisierte Fähigkeiten aufbauen möchtest, um sie im freien Spiel zu nutzen, sind Fehler beim Üben völlig kontraproduktiv. Aller Anfang ist schwer, denn du musst erst einmal die Bewusst/Unbewusst-Grenze überschreiten, und das kann ein bisschen dauern, auch wenn du qualitativ hochwertig übst.

Ohne eine gewisse Geduld wird es nicht erfolgreich funktionieren. Deshalb solltest du Üben wie die Profis, denn nur so machst du beim Üben auch immer schnell Fortschritte

Wie startet man das freie Spiel am besten?

Zuerst solltest du dich ausgiebig auf Akkorde stürzen, denn diese sind die Grundlage unserer Musik. Welche gibt es? Wie werden sie aufgebaut? Und was sind Umkehrungen? Dieses Thema muss dir wirklich in Fleisch und Blut übergehen, denn beim freien, oder improvisierten Spiel ist das eine wichtige Voraussetzung.  

Noch wichtiger ist dann das Thema Akkordfolgen, also welche Akkorde man in einem Stück verwendet und wie man diese anordnen kann. Die Urform der Akkordfolge ist die Kadenz, deren Akkorde mehr oder weniger festgelegt sind. Beginne mit diesem Thema. Damit solltest du sehr viel Zeit verbringen, denn besonders Akkordwechsel und die Fähigkeit, sie automatisch auszuführen, sind beim freien Spiel eine weitere Bedingung. 

Falls du bei diesen beiden Themen noch Nachholbedarf hast, dann arbeite intensiv mit den entsprechenden Artikeln. Zu Akkorden und Umkehrungen zeige ich dir jetzt eine gute Übung.

Basisübungen zum Akkordspiel und Umkehrungen

Basisübung I

Neben den Akkorden selbst, sind besonders deren Umkehrungen beim freien Spiel wichtig. Beides kannst du in der folgenden Übung gleichzeitig trainieren. Wir nehmen alle Töne, die in der C-Dur-Tonleiter vorkommen und bauen auf jedem dieser Töne einen Akkord in Grundstellung auf. 

Basisübung II

Jetzt kombinieren wir das mit den Umkehrungen. Jeder Akkord wird in den drei möglichen Lagen gespielt, bevor wir zum nächsten Akkord gehen. 

Basisübung III

Diese Übung kannst du natürlich auch abwärts spielen und sieht dann so aus.

Basisübung IV

Jetzt gestalten wir die Übung noch ein klein wenig schwieriger. Jeden neuen Akkord haben wir bisher immer in seiner Grundstellung begonnen. Jetzt springen wir beim ersten Akkord des neuen Taktes in die passende Umkehrung abwärts, beim nächsten Akkord dann wieder aufwärts. So bewegen wir uns in einer Welle und so sieht das Ganze aus.

Basisübung V

Zum Schluss noch eine kurze Übung für alle, die es wirklich ernst meinen. Wir spielen wieder die Akkorde der diatonischen Leiter aufwärts, wechseln nun aber bei jedem Akkord die Lage. Also: C-Dur in Grundstellung, D-Moll in der ersten Umkehrung, E-Moll in der zweiten Umkehrung, etc. ...

Lass dir gerne Varianten zu diesen Übungen einfallen, je mehr, desto besser. Denn du weißt am besten, wie du am effektivsten lernst, und wo du noch Schwächen zeigst. Zu den Kadenzen brauchen wir keine spezielle Übung. Diese spielst du am besten rauf und runter, in allen Tonarten. 

Erweiterte Übungen zum freien Spiel in der rechten Hand

Erweiterte Übung I

Nun zeige ich dir eine Übung, mit der du Stück für Stück immer freier werden kannst. Zur Vereinfachung wird die linke Hand immer dasselbe spielen, so kannst du dich auf die rechte Hand konzentrieren. Wichtig ist, dass du die einzelnen Schritte übst, bist du sie sehr sicher, und ohne nachzudenken spielen kannst. Nur so kannst du die neu erworbenen Fähigkeiten später auch im freien Spiel nutzen. Wir starten mit einem leichten Begleitmuster, bei dem beide Hände beteiligt sind.  

Erweiterte Übung I (Video: Tobias Homburger)

Erweiterte Übung II

Im nächsten Schritt betonen wir in jedem Takt einen Ton der rechten Hand. Ich nehme dafür immer den höchsten Ton, für Übungszwecke solltest du dann aber auch alle anderen Töne betonen. Dadurch bereiten wir die Hand darauf vor, dass sie später Melodie und Begleitung spielen muss. Und, du solltest auch die Lage der Akkorde verändern, dadurch wird jeder Akkordton automatisch einmal betont. 

Erweiterte Übung II (Video: Tobias Homburger)

Erweiterte Übung III

Jetzt fokussieren wir immer die Terz jedes Akkords und betonen diesen Ton nicht nur, wir spielen ihn auch am Anfang des Taktes immer als ganze Note. Das werden wir später auch des Öfteren mit der Melodie tun. Falls derselbe Ton später auch in der Begleitung vorkommt, schlägst du ihn dann einfach noch einmal leise an. Schau dir diese nicht ganz leichte Übung notiert an. 

Erweiterte Übung III (Video: Tobias Homburger)

Erweiterte Übung IV

Die nächste Übung baut auf der Letzten auf. Wir spielen wieder jeweils die Terz des Akkordes betont am Anfang des Taktes. Dieses Mal führen wir die Melodie dann aber stufenweise nach oben, bis wir im nächsten Takt wieder auf der Terz des nächsten Akkordes landen. Die Übung ist für freies Spiel sehr wertvoll und klingt schon ein bisschen nach einem richtigen Stück.

Erweiterte Übung IV (Video: Tobias Homburger)

Erweiterte Übung V

Nun umspielen wir den Zielton mit den beiden leitereigenen Tönen, die ihn umgeben. Diese Technik wird auch von Jazz-Musikern genutzt.

Erweiterte Übung V (Video: Tobias Homburger)

Erweiterte Übung VI

Ganz ähnlich sieht die folgende Übung aus. Dieses Mal umspielen wir den Zielton nicht, sondern steuern ihn zwei Töne höher an, und spielen stufenweise abwärts.

Erweiterte Übung VI (Video: Tobias Homburger)

Erweiterte Übung VII

Die vorletzte Übung dreht sich um das Akkordspiel in der rechten Hand. Außerdem verwenden wir zuerst einen sogenannten Quartvorhalt. Das bedeutet, dass beim ersten Anschlagen des Akkords, die Terz durch die Quarte ausgetauscht wird. Erst im weiteren Verlauf des Taktes lösen wir den Vorhalt wieder auf.

Erweiterte Übung VII (Video: Tobias Homburger)

Erweiterte Übung VIII

Nutze bei den letzten fünf Übungen unbedingt auch die anderen beiden Akkordtöne als Melodie- und Haltetöne. Bei der letzten Übung geht es um Motivik. Ein musikalisches Motiv ist eine Figur, die immer wieder auftritt. Das Motiv, eine kleine Melodie, wird also des Öfteren wiederholt. Jetzt musst du dir nur noch selbst ein Motiv ausdenken, und dieses dann über alle verwendeten Akkorde auf der entsprechenden Tonstufe wiederholen. Wir verzichten hier auf das Notenbeispiel, damit du dich ganz auf deine Ohren verlassen musst.

Erweiterte Übung VIII (Video: Tobias Homburger)

Diese acht Übungen sind nur Leitfäden, und dienen der Orientierung. Beschäftige dich mit ihnen, verändere sie und ganz wichtig: Kreiere eigene Übungen. Je mehr du dir selbst einfallen lässt, desto besser. Nur du selbst weißt, welche Schritte du noch intensiv üben musst.

Welche sind die nächsten Schritte?

Um dich weiter im freien Spiel zu verbessern, solltest du natürlich auch immer an deinem Akkord- und Kadenzspiel arbeiten. Beide Fähigkeiten sind am Klavier von ungeheurer Wichtigkeit, da diese Elemente ständig benötigt werden. Beziehe verschiedene Tonarten in deinen Übeprozess mit ein, damit wirst du immer sicherer, und die Zusammenhänge werden dir noch klarer, wenn du diese auch in anderen Tonarten beobachtest.

Dann solltest du jede Chance nutzen, dich harmonisch und musikalisch weiterzubilden. Hier hast du verschiedene Möglichkeiten. Du kannst z. B. Unterricht bei einem Lehrer mit Erfahrung im freien Spiel nehmen. Besonders Jazz-Pianisten sind in diesem Bereich in der Regel stark.

Studiere zudem alles, was du zum Thema Harmonik und Tonsatz in die Finger bekommst, seien es Noten, Bücher oder weitere Artikel. Modale Harmonik, Melodik, Tonleitern und dieses berühmte Akkordschemen sollten dir geläufig sein. Und selbst von der Gitarre kann man diesbezüglich noch viel lernen. Unternimm außerdem unbedingt erste Kompositionsversuche, denn diese Disziplin ist dem freien Spiel sehr nahe.

Dann ist es wichtig, dass du dir viel Input durch das Hören von Musik verschaffst. Sehr wertvoll ist das „Heraushören“ von Melodien und Akkorden. Sobald du etwas hörst, dass dir gefällt, oder neu für dich ist, spiele es so lange nach, bis du genau verstehst, wie es komponiert wurde. Das ist anfangs nicht ganz leicht, aber wenn du am Ball bleibst, stellen sich auch in dieser Disziplin die ersten Erfolge schnell ein.

Schlusswort

Das alles klingt nach einem großen Projekt und sehr viel Arbeit. Das ist es auch. Aber alle Anstrengungen lohnen sich, wenn sich die Erfolge einstellen, und du deine ersten freien Sequenzen oder gar Stücke frei spielst, bzw. improvisierst. Wenn du dich mit dem freien Spiel beschäftigst, bist du im spannendsten Kapitel der Musik angelangt. Sei stolz auf dich, dass du es so weit am Klavier gebracht hast, und genieße die bevorstehende Reise in die Welt des freien Klavierspiels.  

Viel Spaß und Erfolg!

Tipp:  Weitere interessante Themen rund um das Klavier lernen und spielen findet ihr in unserem Artikel: Klavier lernen – Tipps für Anfänger und Profis

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