Test
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03.12.2019

KALO Dark Fader Test

DJ-Controller

Boutique MIDI-Controller mit Technics Fader

DJ-Controller mit originalen Pioneer CDJ- und Technics-Bauteilen? Ja, das gibt es wirklich. Die Dark Controller-Reihe mit den Produkten „Dark Fader“ und „Dark Wheel“ von KALO verwenden genau diese Komponenten und komplettieren sie mit einigen zusätzliche Ingredienzien in einem edlen, anthrazitfarbenen Metallgehäuse zur Steuerung eurer DJ-Software mittels MIDI-Befehlen. Universal-Leiterplatinen für DIY-Projekte haben KALO auch im Sortiment.

Als Komplettsatz ist zum Zeitpunkt der Niederschrift dieser Zeilen der Dark Fader erhältlich und es wird noch ein Dark Wheel erscheinen. Günstig sind die handgefertigten DJ-Tools nicht, der Dark Fader liegt bei 330 Euro, das zweite Projekt könnte sogar noch deutlich mehr kosten – der Porsche unter den Add-on-Controllern? 

Details

Wer vom Plattenspieler oder CDJ auf eine DJ-Software umzusteigen gedenkt, muss je nach Budget mit einer mehr oder weniger starken Miniaturisierung des Equipments leben und findet am Gros der DJ-Controller Bedienteile mit anderer Haptik vor, als man sie vielleicht zuvor gewohnt war. Stichwort: Plastikheimer.

Nun hat das Entwicklerteam KALO sich der Sache angenommen und für Fans des Technics-Pitchfaders und der CDJ-Buttons die Dark-Controller-Serie ins Leben gerufen. Die MIDI-Controller setzen auf Originalbauteile von Pioneer und Technics und kombinieren diese mit weiteren Ingredienzien zur Befehlsübermittlung an eure MIDI-Learn fähige Software. Die Geräte können modular kombiniert werden. Dark Fader kostet 330 Euro. Gegen Aufpreis von 40 Euro wird ein USB-Hub verbaut.

Auspacken und Anschauen

Schon die schicke, schwarze Verpackung unseres heutigen Testkandidaten mutet edel an und es tritt folgender Lieferumfang ins Rampenlicht: USB-Kabel, Benutzerhandbuch und der Dark Fader. Nice. Das CNC-gefräste Vollmetallgehäuse ist aus gebürstetem, 3 mm starkem, eloxiertem Aluminium gefertigt, dessen Kanten handpoliert sind – Liebe zum Detail. Wer möchte, kann die Faceplate auch in Klaracryl bestellen und auf das Innenleben blicken. Beim Dark Fader kommt der 100 mm lange, klickfreie originale SL-1200 Pitch Control zum Einsatz, der 14 Bit Hi-Res MIDI-Auflösung mitbringt. Die Skala des Pitchfaders ist übrigens nicht gedruckt oder gelasert, sondern graviert, ebenso wie der Schriftzug. 

Vier 12 mm große Edelstahltasten, die so ein wenig an Arcade-Buttons erinnern, nur kleiner und aus Metall statt Plastik mit ansprechendem Trigger-Verhalten und je eine zweifarbige LED auf halbem Regelweg und auf 12 Uhr Position über dem Kopftaster komplettieren die Benutzeroberfläche. Das schwarze Kistchen misst 207 x 65 x 38  mm und wiegt 430 g.

Rückseite

Werfen wir nun einen Blick auf die Rückseite. Dort befindet sich die obligatorische USB-Buchse Typ-B zur Verbindung mit dem Computer respektive DJ-Software/MIDI-Host. Optional kann Dark Fader mit einer USB-Buchse Typ-A als Hub zum Anschluss weiterer Geräte bestellt werden. Dies erfordert dann auch den auf dem Bild zu sehenden Stromanschluss (+5 V). Wer nur den Fader nutzen möchte, benötigt keine externe Spannungsversorgung. Meine USB-SSD lief allerdings auch ohne zusätzliche Power.

Beim näheren Begutachten und Trockenlauf wird gleich klar, dass der Fokus hier im Besonderen auf Qualität und Komponentenauswahl ruht, ganz anders als bei mancher Plastikwanne. Doch die Wahrheit liegt auf dem Platz und deswegen nun auf in den Praxisteil.

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