Hersteller_DJTech
Test
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18.11.2010

Details

Erster Eindruck
Ehrlich gesagt bin ich schon ein wenig erstaunt, dass die Werbeabteilung dieses knallbunte Karton-Design in Auftrag gegeben hat. Es könnte nämlich durchaus sein, dass mancher fortgeschrittene Anwender von der Kirmesoptik eher abgeschreckt wird. Dabei muss ich gleich eines vorausschicken: Weder unter Deckadance noch unter Traktor ist es mir gelungen, alle Bedienelemente gleichzeitig zum Leuchten zu bringen, so wie auf der Packung dargestellt.  Nachdem ich den Boliden aus dem Karton befreit habe, verliert er seinen Jahrmarkt-Charakter allerdings sofort. Robustes Metallgehäuse mit gebürsteter Aluminium-Oberfläche, leichtgängiges Jogdial, ordentlicher Fader, optionaler Netzteilbetrieb und Powerswitch. Beim Schütteltest wackelt nichts. Der Junge hat Stil. Und steht, was die rutschresistenten Gummifüße angeht, schon mit einem Bein neben dem Mischpult, das beim K1 zur Pflichtausstattung gehört. Zum Lieferumfang gehört eine Kontrolleinheit, ein USB-Kabel, ein Benutzerhandbuch sowie eine Traktor-Klebefolie, die korrekt gestanzt und übersichtlich beschriftet ist.

Aufbau
Hoch im Norden befinden sich vier Push-Encoder mit rot beleuchteten LED-Kränzen, die aus 17 Segmenten bestehen. Links daneben ist der Deck-Auswahlknopf platziert. Er schaltet zwischen maximal vier virtuellen Playern um.

Die nachfolgenden Horizontalen bilden eine 4x4-Button-Matrix, die sich um die Kreativabteilungen der bevorzugten DJ-Software kümmert. Sämtliche Schaltflächen lösen vollflächig aus, Kreise illuminieren gelb und Vierecke rot. Am rechten mittleren Außenrand befindet sich zudem eine SHIFT-Taste für die werkseitigen Doppelbelegungen.

Der 60 mm Pitchfader hätte vielleicht noch ein wenig länger ausfallen können, liefert aber im Zusammenspiel mit „Deckadance“ eine praxistaugliche Feinabstimmung von 0,1 Prozent. Die Pitchbend-Stifte finde ich eher enttäuschend. Sie sind nicht nur sehr klein sondern zudem auch unangenehm hart an den Fingerkuppen, wenn man etwas beherzter zur Sache geht. Die Taster haben noch eine zweite Funktion. In Kombination mit dem Shift-Button dirigieren sie den Finepitch mit 1/1000 Prozent. Das scheint zunächst etwas zu fein aufgelöst, allerdings beschleunigt der Wert bei anhaltend gedrückter Taste.

Als nächstes wandert der Blick in die untere Controller-Hälfte, und zwar zum 12 cm Jogdial. Es hat eine touch-sensitive Oberfläche mit einem Durchmesser von etwa 10 cm und ermöglicht Scratch- und Nudge-Manöver. Bei aufgelegter Hand können Songpositionen in Deckadance mit etwa einer Sekunde pro Umdrehung ziemlich genau angefahren werden. SHIFT aktiviert die Hochgeschwindigkeitsnavigation mit zwei Minuten pro Turnus. Die Übersetzung ist, was Temposchubsen angeht recht gelungen, allerdings ist es zum Scratchen etwas zu klein und schwammig, auch weil die Oberfläche sehr glatt ist. Unter dem Teller bilden drei extragroße Taster die Transportsektion. An der Rückseite sind eine USB-Buchse Typ-B, die auch als Stromspeisung dient, und der Anschluss für ein optionales Netzteil mit Schalter verbaut. Das sieht man gern.

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