Feature
2
01.03.2021

Ja, das ist ein Mikrofon – und was für eines!

Wenn dieses Ding nicht für die fieseste Frage bei einer Quizsendung im Fernsehen herhalten kann, dann weiß ich auch nicht. Das Scope Labs Periscope sieht zwar nicht unbedingt aus wie ein klassisches Mikrofon, ist aber eines. Zumindest ein Mikrofon, denn wirklich „klassisch“ ist daran nichts. Das bezieht sich augenscheinlich auf das Äußere, denn der Korpus ist tatsächlich aus verkupfertem Metallrohr gefertigt. Doch damit nicht genug: Die Abwesenheit von Schalleintrittsöffnungen abseits der Hauptachse lässt erkennen, dass das Periscope ein Kugelmikrofon ist. Es gibt also weder eine Bassanhebung im Nahbereich noch eine nennenswerte Richtwirkung. Der eigentliche Clou kommt aber noch: Es ist ein Kompressor eingebaut! Doch trotz dieses Umstands gibt es am sonderlichen Mikro nichts einzustellen. Der Hauptanwendungszweck ist daher das Generieren eines „Dirt“-Signals, wie es bei Drum-Recordings gerne verwendet wird. Wie das klingt? Hier geht es zum ausführlichen Testbericht des Scope Labs Periscope, wie immer mit Audio-Files.

Nicht das Ende der Fahnenstange

Ich bin mir sicher, dass es noch weitere Sonderlinge unter den Mikrofonen gibt. Sei es die Form, die Funktion, die Technik, der Anwendungsfall. Das MG KEM 975 habe ich hier nicht genannt, auch Hydrophone, das Zylia, Josephson C700S, mechanisch umschaltbare Mikros wie das Manely Silver Reference, Kontaktmikros, Parabolspiegelmikrofone, "Machine Gun"-Richtmikros, Subkick-Woofer wie das Solomon LoFreq, Ambisonics-Mikros… die Liste könnte wohl noch ein ganzes Stück weiter gehen…

2 / 2

Verwandte Artikel