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Test
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28.11.2021

Dead Duck Deducktion Test

Synthesizer-Plugin für Windows

Freeware: Subtraktiver Synth mit tollem Sound

It’s freeware time again! Dieses Mal schauen wir uns Deducktion von Dead Duck Software an, ein subtraktiver Einsteiger-Synth, an dem man sich unter anderem seine Sounddesignhörner abstoßen kann. 

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Details

Allgemeines

Das Plugin gibt es über die KVR-Homepage, der Download erfolgt schnell und ohne Angabe von persönlichen Daten. Zudem ist keine Installation nötig, ein Kopieren der Dll-Datei in den VST-Ordner der eigenen DAW allerdings schon. Deducktion gibt es zurzeit nur für Windows, dafür aber ohne betriebssystembezogene Einschränkungen, und außerdem im VST2-Format und in 32- und 64-Bit. 

Die aktuelle Version des Synths enthält leider keine Presets, dafür gibt es ebenfalls bei KVR ein passendes Preset-Pack mit 80 Sounds aus den Kategorien Lead, Bass, Pad, Luck und Weird. Damit gelingt der Einstieg allemal. Von dort wird man auf die Bandcamp-Seite des Sounddesigners weitergeleitet. 

Konzept und GUI

Deducktion ist ein subtraktiver Software-Synth mit zwei Oszillatoren und einem zuschaltbaren Sub-Oszillator. Grundsätzlich sind alle Controls des Instruments jederzeit sichtbar, lediglich die zwei Module am linken Rand der untersten Modulreihe zeigen verschiedene Controls an, die sich über die darunter liegenden Schaltflächen auswählen lassen.  

Im Signalfluss folgen zwei Filter mit jeweils sechs Optionen (Lowpass 24, Lowpass 12, Highpass, Bandpass, Bandstop und Peaking) und vier LFOs mit jeweils vier Wellenformen (Sine, Triangle, Square, Sawtooth) plus einer zufälligen Form.  

Zum Schluss wurden vier Hüllkurven verbaut, von denen zwei auch als Amp-Modul genutzt werden können, sowie eine Modulationsmatrix mit 24 Steps, die über die beiden GUI-Module am linken unteren Rand bedient wird. Außerdem offenbaren diese beiden Slots weitere Funktionen, die die Oszillatoren, das Signal-Routing und schließlich auch die Effekte betreffen. 

Sound

Um zu zeigen, was Deducktion klanglich drauf hat, habe ich ein MIDI-File mit verschiedenen Sounds getestet und die besten Ergebnisse zu einem Audio-Loop zusammengefasst. Die ausdrucksstarken Lead-Sounds und atmosphärischen Flächen mit Lo-Fi-Charakter klingen phantastisch, genau wie die implementierten Effekte. Wer tiefer in die Klangerzeugung einsteigt, wird aus Deducktion noch viele weitere Sounds dieser Art und Qualität herausholen können.    

Fazit

Deducktion von Dead Duck Software klingt super und stellt einen tollen Einstieg in die Welt der subtraktiven Synthese dar. Der Synth ist äußerst übersichtlich gestaltet und kann auf kleinen Laptop-Screens sogar kompakt angezeigt werden. Schade, dass es keine Presets, bzw. diese nur über Umwege gibt. Für jemanden, der es mit dem Sounddesign ernst meint, könnte das aber vielleicht sogar ein Segen sein, schließlich muss man so wirklich alles selbst machen. So, who’s up for the challenge?

  • Pro
  • top Sound
  • übersichtliches GUI und damit schnelle Sounddesignergebnisse
  • eigene Presets können abgespeichert werden
  • GUI in zwei Größenstufen verfügbar
  • Contra
  • Windows only
  • an Presets kommt man nur über Umwege heran
  • Features
  • subtraktiver Synthesizer
  • zwei Oszillatoren mit vier Wellenformen plus Sub-Oszillator
  • zwei Multi-Mode-Filter
  • vier Hüllkurven
  • flexibles Signal-Routing
  • zwei Effekte: Delay und Reverb
  • zwei GUI-Modi: Compact und Extended
  • Preis
  • Dead Duck Software Deducktion: kostenlos

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