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Test
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05.06.2014

Best Service Cantus: Gregorian Chants Test

Vocal-Library

2,8 Gigabyte für ein Hallelujah!

Nach erfolgreichen, atmosphärischen Sample-Libraries wie u.a. „Era“, „Epic World“ und „Forest Kingdom II“ scheint Eduardo Tarilonte an der Kreation reiner Vocal Libraries Gefallen zu finden. Der hier bereits getesteten Library „Shevannai - The voice of elves“ folgen nun die Best Service Neuerscheinungen Altus und Cantus, wobei Letzteres Bestandteil dieses Testberichtes ist.

Während es sich hingegen bei den Libraries Shevannai („Elfen-“ bzw. „Elbengesang“) und Altus (Counter Tenor) um recht spezielle „Gesangs-Nischen“ handelt, sind gregorianische Mönchsgesänge spätestens seit massenkompatiblen Acts wie Enigma trotz aller Mystik von einem Hauch Mainstream umgeben. Mindert das den Reiz dieser Library? Im folgenden bonedo-Testbericht suchen wir nach einer Antwort!

Details

Best Service Cantus ist eine ca. 2,8 GB umfassende Sample-Library, die ca. 6000 Stereo-Samples in 44,1kHz /24Bit-Qualität beinhaltet, die auf 21 Patches für den mitgelieferten NI Kontakt Player 5 verteilt sind.

In der ausführlichen, deutschsprachigen PDF-Dokumentation erfahren wir außerdem, dass die Aufnahme der Mönchs-Samples bewusst im Studio, also ohne den im Nachhinein nicht mehr änderbaren Raumeinfluss einer bestimmten Kirche oder Kapelle erfolgt ist. Hierdurch wird die Flexibilität im Mix erhöht und Anwendungen wie ein realistisches „True Legato“ überhaupt erst ermöglicht.

Zusätzlich steht jedem Preset ein in seiner Intensität regelbarer, langer Hall steht zur Verfügung. Zur Aufnahme herangezogen wurden die, laut beiliegender Dokumentation, renommierten „Monks of Silo“ unter der Leitung des offensichtlich ebenfalls renommierten Javier Lara, wodurch die Authentizität der Library gewährleistet ist. Die daraus resultierenden Klangprogramme sind in die beiden Kategorien „The Monks“ und „Soundscapes“ unterteilt, auf welche ich im Folgenden differenziert eingehen möchte.

The Monks (1 Cantus the Monks, 2 Cantus Chants)

Das Klangprogramm „1 Cantus, the Monks“ ist das eigentliche Herzstück der Library. Hier stehen per Key Switch die Vokale a, e, i, o, u sowie eine Auswahl sakralen Wortschatzes zur Verfügung, die wahlweise polyphon oder im Solo-Mode (True Legato, Auto Vowel) musikalisch spielbar sind. Des Weiteren steht der sogenannte „Wordbuilder“ für eigene Wortschöpfungen aus bis zu 120 Silben bereit. Näheres hierzu folgt im Praxisteil dieses Testberichts.

Das zweite Klangprogramm „2 Cantus Chants“ hingegen dient dem Abspielen von 400 fertigen Gesangs-Phrasen ohne eine direkte musikalische Einflussnahme.

Soundscapes

Diese Kategorie beherbergt insgesamt 19 atmosphärische Patches, die in ihrer Machart stark an bereits existierende Libraries von Eduardo Tarilonte erinnern. Neben den typischen Layersounds, die bereits durch das Betätigen einer einzelnen Keyboardtaste komplette Klanglandschaften hervorrufen, werden auch wieder einige musikalisch spielbare Sounds mitgeliefert. Die einzelnen Sounds eines Layers sind getrennt in ihrer Lautstärke regelbar, wie man anhand der folgenden Abbildung sehen kann. Alle Regler, auch die anderer Klangprogramme, lassen sich unkompliziert per rechtem Mausklick einem MIDI CC# zuweisen.

Native Instruments Kontakt Player 5

Wie bereits die Best Service Library Shevannai wird auch Cantus mit dem multitimbralen Kontakt Player 5 (5.5.3.0) von Native Instruments ausgeliefert. Mehr Infos dazu findet ihr hier.

Nachdem wir uns nun also einen ersten Überblick verschafft haben, lautet jetzt natürlich die Frage, wie sich die brandneue Library in der Praxis schlägt.

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