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21.03.2019

Partybeleuchtung: Tipps für die Retro-Party

Schwarzlicht, Discokugel, Lichtorgel und anderes Partylicht

So wird eure Retro-Party der Knaller

Retro ist in, also warum nicht mal die nächste Party oder den eigenen Partykeller im Stile der vergangenen Jahrzehnte gestalten? Ob mit traditionellen Schnäppchen aus den psychedelischen Pioniertagen der Lichttechnik oder mit innovativen Produkten, die die Effekte von damals frisch wieder auferstehen lassen. Ob Revival-Party oder Wedding-DJ (hier findet ihr unseren Kaufberater für DJ-Komplettsets), der die Silberhochzeit wie vor 25 Jahren in Szene zu setzen vermag: Früher war ganz sicher nicht alles besser, aber vieles anders:

Leuchtmittel im nostalgischen Wolfram-Design

Stellt sich zunächst die Frage, wie’s denn früher aussah. Grundsätzlich gab es vollkommen andere Leuchtmittel, die für die besondere Stimmung sorgen sollten. Die für den Retrostyle zu replizieren, ist nicht mehr ganz so einfach. Schließlich ist die LED-Technologie mit ihren Vorzügen von Energieeffizienz und Farbwechselmöglichkeiten längst state-of-the-art. Die Glühbirnen von früher gibt es schlichtweg nicht mehr. Also muss ein Stilkompromiss her. Interessant ist in diesem Zusammenhang die Retro-Effekt Bar Sunstrip Active von Showtec mit Retro-LEDs. Die Spots sind im typischen Wolfram-Look inklusive des Dimmings ausgestattet und liefern echtes warmweißes Licht.

Damals hieß das Lichtorgel

Mit einer Lichtorgel waren die meisten Feten in damaligen Zeiten schon bestens ausgestattet. Letztlich der Vorläufer des heutzutage in den meisten LED-Scheinwerfern vorhandenen Sound-to-Light-Modus. Großartige Farbwechsel waren kaum bis gar nicht machbar. Das Licht ging in einer bestimmten Farbe an oder eben nicht. Einige, aber nicht alle Lichtorgeln waren mit verschiedenen Farben ausgestattet. Üblicherweise ließen sich die nicht separat anwählen oder gar steuern. Und dann musste auch die Mucke ziemlich kesseln, zumal die Empfindlichkeit des Mikrofons – vorsichtig ausgedrückt – etwas suboptimal war. Was heißt das für dich, wenn du Nostalgie verbreiten willst? Du setzt die Farbwechsel-Funktionen deiner Spots nur extrem sparsam ein. Besser noch: Du verzichtest auf Wechsel und wirfst – dauerhaft (!) – nur eine einzige Grundfarbe wie beispielsweise Rot in den Raum.

Schwarzlicht für pure Mystik

Ganz wichtig war das Schwarzlicht. Man konnte und kann damit so angenehm mystisch aussehen. Der ganze Stolz der Party-Gastgeber, wenn sie eine solche Schwarzlichtröhre besaßen. Ein passender Kompromiss zu den traditionellen Leuchtstoffröhren ist der Showtec UV400 Gun UV-Strahler. Kommen zwei davon zum Einsatz, kann damit locker der ganze Partyraum ausgeleuchtet werden. Nebenbei erwähnt: Den Schwarzlicht-Spot gibt’s auch schon seit 13 Jahren.

Stroboskop mit verlässlichem Schwindelfaktor

Beim einsetzenden Stroboskop, wie diesem Stairville-Modell, wurde dem einen oder anderen je nach individuellem Getränkekonsum oder Zuhilfenahme sonstiger vernebelnder Substanzen durchaus schon mal schlecht. Ein Strobe darf bei der Motto-Fete auf gar keinen Fall fehlen. Aber den Effekt nicht sinnlos verpuffen lassen. Warte in Ruhe ab bis zu späterer Kultstunde. Und im Gegensatz zu aktuell oftmals gebräuchlichen Anwendungen packst du es nicht mit weiteren Scheinwerfern oder gar Farben dicht. Lass‘ es einfach ganz allein wirken. Ideal, wenn du für die Strobe-Rate einen Zufallsgenerator laufen lassen kannst. Gleichmäßig oder ultraschnell waren die Dinger vor soundso viel Jahrzehnten nicht. Verheerende Folgen hatten die Strobe-Minuten beim Headbangen zu Thunderstruck von AC/DC. Man wusste einfach nicht mehr, wo man eigentlich war.

Romantischer Sternenhimmel mit der Spiegelkugel

Beim Schmuse- und Klammerblues wurde es mit der Discokugel – dem Mirrorball – so richtig romantisch. Die sich drehende Kugel wird mit einem weißen Spot angeleuchtet und lässt den Sternenhimmel direkt in den Raum einziehen. Jetzt nur nicht überfrachten, während die Pärchen ineinander verschlungen über die Tanzfläche träumen. Die reflektierende Spiegelkugel reicht in diesem Augenblick vollkommen aus.

Das drehende Highlight: die Polizeileuchte

Wie sich die Anforderungen ändern. Bei einer aktuellen Lichtshow würde man das Ding kaum noch wahrnehmen. Früher war es ein echt beeindruckendes Highlight: Spätestens bei Hell Raiser von Sweet aus dem Jahr 1973 ging die Polizei-Rundumleuchte an. Man war fasziniert, was ein Spektakel. Partyfeeling pur. Moving Heads oder bunt funkelnde LED-Multischeinwerfer? Gab’s nicht, man wusste sich zu behelfen. Logo, damit reißt man inzwischen keinen Hering mehr vom Teller. Aber es wird für einen echten Aha-Effekt sorgen, weil’s einfach dazugehört.

Nebel wie im Moor um 03:00 Uhr morgens

Unverzichtbar ist die Nebelmaschine. Atembares Fluid oder Hazer-Effekte? Pustekuchen (im wahrsten Sinne des Wortes)! War nicht vorhanden. Wer sich den Nebelschwaden Marke Pink Floyd aussetzte, kämpfte wacker gegen den nächsten Erstickungsanfall. Mit größter Mühe, sich vor der Traumfrau seines Lebens bloß nichts anmerken zu lassen. Unterm Strich will das sagen: Während man eigentlich zeitgemäß für einen möglichst starken Output sorgen würde, machst du das einfach umgekehrt. Stell die Output-Geschwindigkeit möglichst langsam ein, aber mit dickem Strahl. Die Suppe muss so dick wie möglich gekocht werden.

Modernes Equipment auf „alt“ bedienen

Es gibt diverse Scheinwerfer und Kleineffekte, die mit „Retro-Style“ werben, so beispielsweise der Showtec Shark Beam One, bei dem heißt das dann „Retro-Disco-Gefühl“. Entscheidend ist, dass du als Party-Gastgeber, DJ oder LJ dir bei der Bedienung vor Augen hältst, dass es früher kaum bis gar keine Möglichkeiten für Lichtbewegung und permanente Abwechslung gab. Entsprechend zurückhaltend, darfst, kannst und musst du sein. Während in Theatern Schritt für Schritt immer leistungsfähigere Spots genutzt werden, wurden die Farben an PAR-Kannen durch verschiedene Folien erzielt. Als man auf eine Fußleiste trampeln konnte, um die verschiedenen Lichter einzeln an- und auszuschalten, war das schon ein Fortschritt. Begib‘ dich in die Welt der Anfänge. Und versuch‘ nicht zu zeigen, was mittlerweile alles machbar ist. Dann passt das schon.

Wissen was und wo

Wichtig für eine Party mit Retro-Note ist nicht nur zu wissen, wie man die Beleuchtung gestalten kann, sondern auch was man beleuchtet. Auch da gab’s einen Unterschied: So war es unüblich, die Tanzfläche in fettes Licht zu tauchen und dann mit dynamischer Abwechslung zu garnieren. Es ging mehr um dieses leicht düstere Wabern und die meisten Scheinwerfer oder Effekte wurden eben mehr einzeln als gemeinsam gefahren. Außerdem hatten dunkle Ecken für Pärchen bitteschön dunkel zu bleiben.

Interieur Marke damals nicht vergessen

Ideal übrigens auch, wenn ihr die Inneneinrichtung gleich mit ein paar typisch nostalgischen Möbeln oder sonstigen Klamotten aufpimpt. Sei es der Ohrensessel, die 70er-Jahre-Couch oder der Starschnitt aus der Bravo. Vielleicht hängt ihr einfach ein paar Klamotten der Großeltern auf oder zieht sie einer Schaufensterpuppe an.

Und dass ihr die passende Musik dazu findet, ist vermutlich eine Selbstverständlichkeit. Wenn nicht, schaut mal hier nach: die besten 100 Disco Platten aller Zeiten.

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