DAW-Controller 2026: Besserer Workflow für Recording, Mixing & Musikproduktion

DAW-Controller gibt´s in allen Größen, Farben und Eskalationsstufen: vom kompakten Mini-MIDI-Keyboard mit Pads und Encodern über schlanke USB-Controller ohne Klaviatur bis zur ausgewachsenen Mischpult-Konsole mit MCU, Motorfadern sowie fetten Display-Feedback!

Die besten DAW-Controller 2026 – USB/MIDI-Keyboards, MCU & Motorfader für deine DAW

Am Ende wollen alle dasselbe: weniger Maus, mehr Musik – und eine direktere Steuerung von DAW, Plugins und Hardware. In unserer Übersicht zeigen wir ausgewählte Controller-Konzepte und welcher USB/MIDI-Controller zu welcher DAW am besten passt.

DAW-Controller kaufen – was muss ich beachten ?

  • Welche DAW will ich hauptsächlich bedienen ?
  • Welche Plugins und Instrumente von Drittanbietern nutze ich?
  • Komponiere, Produziere oder Mische ich eher ?
  • aktuelle Wrapper: NKS, SSL 360 Link, Console 1
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Native Instruments Kontrol S61 MK3
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Behringer X-Touch
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Novation Launchpad Mini MK3
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NI Komplete Kontrol: Plugin-Allrounder dank NKS

Die Komplete-Kontrol-Serie von Native Instruments kombiniert leistungsfähige Controller-Keyboards mit gleichnamiger Software. Diese läuft standalone oder als Plugin-Wrapper in der DAW, organisiert Instrumente und Effekte und stellt Mappings für zahlreiche Plugins bereit.

S- und M-Serie der Keyboards bieten ein intuitives Bedienkonzept für Plugins, DAW-Funktionen und Maschine. Grundlage ist das hauseigene NKS-Format, über das auch Drittanbieter Parameter-Mappings für die Hardware anlegen können. Die Liste der NKS-Partner ist entsprechend lang!

Die Komplete-Kontrol-Software läuft unter macOS und Windows als Standalone-Version sowie als VST-, AU- und AAX-Plugin. In DAWs wie Logic, Cubase oder Ableton Live übernehmen die Controller zudem einfache Transport, Mixer und Automation – je nach Integration mal mehr, mal weniger tief.

Die S-Serie mit dem wirklich großen Screen bildet das Flaggschiff der Komplete-Kontrol-Reihe: Der zusätzliche Light Guide machen sie vor allem beim Komponieren zur fokussierten Schaltzentrale. Arpeggiator und Smart Play helfen bei Akkorden, Skalen und Spielhilfen, während die LEDs über der Tastatur Key-Switches, Zonen und Tonleitern sichtbar machen.

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Native Instruments Kontrol S61 MK3 Kompl. 26 Ult.
Native Instruments Kontrol S61 MK3 Kompl. 26 Ult. Bisher keine Kundenbewertung verfügbar
Native Instruments Komplete Kontrol M32
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Native Instruments Komplete Kontrol A25
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Erhältlich sind die großen Modelle als S49 und S61 mit halbgewichteter Tastatur sowie als S88 mit Hammermechanik. Darunter positionieren sich die günstigeren A- und M-Serien mit deutlich reduzierter Ausstattung.

Fazit – NI Komplete Kontrol

Native Instruments deckt mit Komplete Kontrol mehrere Budgets ab – von der kompakten M-Serie bis zur deutlich besser ausgestatteten S-Serie. Die Stärke liegt klar in der Steuerung von NI-Software-Instrumenten, Kontakt-Libraries und NKS-kompatiblen Plugins. Drittanbieter können Mappings bereitstellen, Presets lassen sich über Kategorien durchsuchen, viele Parameter sind ohne MIDI-Learn direkt erreichbar.

Als klassische DAW-Controller sind die Keyboards nur eingeschränkt spannend. Transport, Mixer und grundlegende Funktionen funktionieren, bleiben aber Beiwerk. Wer komponiert, Sounds sucht und virtuelle Instrumente spielt, bekommt ein starkes Ökosystem. Wer mischen oder tief in die DAW eingreifen will, ist mit UF8, Launch Control XL oder Console 1 zusätzlich besser bedient.

Arturia KeyLab: Analog Lab, V-Collection und NKS

Auch Arturia fusioniert Controller, eigene Software und Sound-Library. Analog Lab ist dabei mehr als nur Preset-Browser für Einsteiger: Die Software bündelt die wichtigsten Klänge aus Arturias Synthesizer-, Keyboard- und Orchester-Kosmos, läuft standalone oder als Plugin und ist mit den KeyLab-Controllern gut verzahnt.

Sounds suchen, Kategorien filtern, Makros drehen, Fader bewegen – das funktioniert und ist beim Komponieren schneller als der Griff zur Maus. Obwohl es hier wie auch bei NI viele Makros gibt, ist man bei Arturia trotzdem schneller an den weitergehenden Parametern wie ADSR und Co. dran.

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Arturia KeyLab Essential 49 MK3 White
Arturia KeyLab Essential 49 MK3 White
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Arturia MiniLab 3 White
Arturia MiniLab 3 White
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Interessanter wird das Ganze nochmal durch die V-Collection. Während Analog Lab die schnelle Oberfläche liefert, ist die große Arturia-Sammlung der eigentliche Klanglieferant: Memorymoog, CS-80, Jupiter, Prophet, Synclavier, Emulator, Solina, Rhodes, Wurli, Piano, Orgeln und vieles mehr sitzen hier unter einem Dach.

Damit hat Arturia mittlerweile ein dickes Ökosystem aufgebaut, das für viele Produzenten fast so umfassend ist wie früher Komplete geworden ist – nur eben mit stärkerem Vintage-Synth-, Keyboard- und Sounddesign-Fokus. Dass Arturia inzwischen auch NKS unterstützt, verschiebt die Lage zusätzlich – selbst wenn die Installation noch etwas umständlich ist.

Zumal die Zukunft von NI nach der Übernahme durch inMusic – also dem Konzern hinter AKAI, M-Audio, Moog, Denon DJ und Co. – ohnehin vor einem neuen Kapitel steht.

Für Anwender heißt das: NKS ist nicht mehr nur ein NI-Argument, sondern ein gemeinsamer Standard, den auch Arturia sinnvoll bedient.

Gut durchdacht und klein

Das gilt nicht nur für die großen KeyLab-Modelle. Bereits das MiniLab 37 zeigt, wie stark Arturia die DAW-Bedienung ernst nimmt. In Ableton Live lässt sich der Controller sinnvoll einsetzen: Transport, Track-Auswahl, Device-Control, Lautstärke, Sends und Panorama sind allesamt direkt erreichbar, ohne dass man MIDI-Learn bemühen muss.

Im mobilen Setup oder auf dem Studiotisch ist das praktisch, weil MiniLab genug Kontrolle für Skizzen, Overdubs und Sounddesign liefert. Für Mixing-Sessions nimmt man lieber größere Controller mit Motorfadern.

Novation Launchkey MK4 Serie – für Ableton und Co.

Die Launchkey-Serie von Novation ist besonders gut mit Ableton-Live verzahnt, kann aber auch gut mit Logic und Co. Es gibt sie in vielen Größen und Längen – von Mini 25 bis zu 88 Tasten inklusive Pitchbend- und Modulation-Wheels sowie dedizierten Taster für die Oktave.

Volume, Sends und Panorama lassen sich präzise bedienen. Auch das wichtige Device-Control in Live kennt der Controller. Einen umfangreichen Arpeggiator gibt es dazu, außerdem lassen sich die hintergrundbeleuchtete Drumpads anschlagdynamisch spielen sowie mit ihnen Clips starten, stoppen und aufnehmen.

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Novation Launchkey 61 MK4
Novation Launchkey 61 MK4
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Novation Launchkey 49 MK4
Novation Launchkey 49 MK4
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Die Kommunikation ist dank des Skriptes gut und besonders für Ableton Live, Logic Pro X und Reason Studios abgestimmt. Eine Transportsektion ist am Start, genauso wie dedizierte Taster für Metronome, Und/redo, Quantize und Capture-MIDI. Damit ist Launchkey ideal für Composer die viel im Overdub-Verfahren mit Clips arbeiten.

Novation Launch Control XL 3 – Ableton-Mixer zum Anfassen

Wer für Ableton Live weniger Keyboard-Tasten, sondern eher Mixer- und Device-Kontrolle sucht, sollte sich das Launch Control XL ansehen. Im Kern ein kompakter USB/MIDI-Mixer für Live: acht Fader, drei Reihen mit je acht Endlosreglern, beleuchtete Buttons und ein OLED-Display bringen Volume, Sends, Panorama, Device-Parameter und Transportfunktionen näher an die Hände.

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Novation Launch Control XL 3
Novation Launch Control XL 3
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Gerade in Ableton Live ergibt das viel Sinn, da man Clip-orientiert arbeiten, Spuren muten, Sends fahren, Filter bewegen oder Effekte automatisieren kann, ohne ständig zwischen Maus, Arrangement und Session View zu springen.

Im Mixer-Mode bedient der Controller klassisch Lautstärke, Pan und Sends, im Control-Mode lassen sich Devices, Transport, Loop- und Navigationsfunktionen steuern. Damit ist Launch Control XL weniger Performance-Instrument als praktischer Fader-/Send-Controller für Produzenten, Live-Acts und alle, die Ableton wie ein kleines Mischpult bedienen wollen.

Novation Launchpad Pro – Push Alternative und mehr

Das Launchpad Pro MK3 ist ein USB-MIDI-Controller mit bunter Pad-Matrix. Ähnliche dem Push und mit vielen Gemeinsamkeiten. Allerdings ist das Launchpad flexibler und funktioniert nicht nur mit der Session-View von Ableton Live sondern auch mit „Live Loops“ in Apple Logic Pro überzeugend.

Zur Bedienung der Clip-Matrix bzw. dem Grid geeignet, kann man darüberhinaus anschlagsdynamisch Noten, Akkorde sowie Drumbeats einspielen. Clips aufnehmen, diese nach Lust und Laune abfeuern sowie intuitiv zu Songs arrangieren gehört zum Tagesgeschäft. 

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Novation Launchpad Pro MK3
Novation Launchpad Pro MK3
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Novation Launchpad X
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Novation Launchpad Mini MK3
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Tracks lassen sich gut anwählen und über die Pads clever in Lautstärke, Panorama und Sends regulieren – für Mixing-Sessions außerhalb des kreativen Jams ist der Controller aber nicht gedacht. Dafür kennt der Controller einen integrierten Step-Sequenzer der sogar standalone mit Hardware funktioniert.

Das Konzept richtet sich klar an Beat-Produzenten und Live-Performer, die kreativ und intuitiv arbeiten. Als DAW-Controller für das Mixing ist das Launchpad weniger geeignet. Wer nur Unterstützung für die Clip-Matrix braucht, beispielsweise zusätzlich zu einem bestehenden Keyboard, sollte sich das Launchpad Mini einmal genauer anschauen.


Motor-Fader Controller in der Praxis

Solid State Logic UF8 – die bessere Mackie Control

Der SSL UF8 des britischen Herstellers Solid State Logic ist ein universeller DAW-Controller mit acht hochwertigen 100-mm-Motorfadern in 10-Bit-Auflösung. Verpackt ist das Ganze in einem schlanken, 19-Zoll-fähigen Aluminiumgehäuse mit hochauflösenden Displays pro Kanal.

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SSL UF8
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Bis zu vier UF8 lassen sich kaskadieren, angebunden wird der Controller per USB-C über HUI oder MCU. Zusätzlich kann der UF8 Tastaturkommandos lernen und häufig benötigte Befehle abrufen. Mit einer Unit lassen sich bis zu drei DAWs parallel verwalten. Die passenden Skripte für Logic Pro, Cubase, Ableton Live, Pro Tools und Studio One werden über Layer aufgerufen.

Für die tiefere Konfiguration steht SSL 360 bereit. In Verbindung mit UC1 und UF1 entsteht daraus ein deutlich größeres SSL-Controller-Ökosystem, das zwischen klassischer DAW-Fernsteuerung, Plugin-Mixer und moderner Mixing-Zentrale sitzt. Dank SSL 360 Link arbeiten die Controller auch mit eigenen Wrapper!

Statt auf viele fest beschriftete Taster zu setzen, nutzt der UF8 kontextabhängige Bedienelemente, deren Funktion sich nach DAW, Layer und Arbeitsmodus ändert. So können dieselben Taster je nach Situation Transportfunktionen, Plugin-Parameter, Automation oder andere DAW-Kommandos übernehmen.

Ganz ohne Maus und Tastatur wird man trotzdem nicht arbeiten. Manche Oldschooler werden dedizierte Transporttaster vermissen, andere greifen für Play und Stop ohnehin weiter zur Leertaste. Genau darin liegt aber auch die Stärke des UF8: Er versucht nicht, die DAW komplett zu ersetzen, sondern ergänzt sie dort, wo echte Fader, Displays, Softkeys und ein gut organisiertes Layer-Konzept den Workflow tatsächlich verbessern.

Softube Console 1 & Fader – eine eigene Mixing-Welt

Wer nach DAW-Controllern sucht, stößt auch auf Softubes Console-1. Streng genommen handelt es sich nicht um klassische DAW-Controller auf MCU- oder HUI-Basis, sondern um eine proprietäre Hardware-/Software-Kombination. Gerade deshalb funktioniert das Konzept aber so geschlossen: Console 1 bringt Channelstrip, Console 1 Fader die Motorfader – und zusammen entsteht eine Mischumgebung mit viel Hardware-Feeling.

Der zentrale Unterschied zu klassischen Controllern: Damit das System vollständig arbeitet, muss das Console-1-Plugin auf allen Spuren liegen. Dann übernimmt es Kanalnamen, Nummerierung, Lautstärke, Pan, Solo, Mute, Sends und die Channelstrip-Bedienung. Das ist weniger universell als ein Mackie-Control, aber fokussierter und beim Mischen oftmals schneller.

Der Kern von Console 1 arbeitet wie ein klassischer Kanalzug mit Filtern, Gate, EQ, Kompressor, Saturation und Transient Shaper. Hinzu kommen verschiedene Konsolen- und Channelstrip-Modelle aus der SSL-, Neve-, API- und Röhrenwelt. Auch viele UAD-Plug-ins lassen sich in das System einbinden und über die Hardware bedienen.

Der Vorteil liegt in der festen Bedienlogik: EQ, Kompressor, Drive, Filter und Dynamik liegen an denselben Reglern. Man muss nicht überlegen, welcher Plugin-Parameter gerade welchem Hardware-Element zugewiesen ist. Das fühlt sich analoger als generisches MIDI-Mapping an. Gleichzeitig bleiben Vorteile wie Total Recall, visuelle Rückmeldung und flexible Plugin-Auswahl erhalten.

Console 1 Fader ergänzt das System um zehn kompakte 100-mm-Motorfader mit LED-Level-Anzeige sowie dedizierten Tastern für Mute, Solo, Bypass und Track-Focus.

Behringer X Touch & Extender – günstiger DAW-Controller

Der Behringer X-Touch ist ein älterer, aber nach wie vor relevanter Motorfader-Controller mit acht Encodern, kleinen LCD-Displays und neun Motorfadern inklusive Master. Er ist groß, nicht besonders elegant – aber solide, günstig und funktional brauchbar.

Wie das Mackie-Control-Original bietet er eine umfangreiche Transport-Sektion sowie Zusatzfunktionen zur DAW- und Plugin-Steuerung. Historisch bedingt funktioniert dieses Konzept besonders gut mit Apple Logic Pro. In anderen DAWs bleiben fest beschrifteten Taster weniger sinnvoll oder nur teilweise genutzt. Für die klassischen Mixing-Basics – Fader, Pan, Mute, Solo, Automation und Transport – reicht das aber völlig aus.

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Behringer X-Touch
Behringer X-Touch
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Praktisch ist die Erweiterbarkeit: Über den integrierten USB-Hub lassen sich bis zu drei X-Touch Extender anschließen, sodass bis zu 32 Kanäle gleichzeitig bedient werden können. Das ist stark, zumal man sich die große Transport-Sektion nur einmal auf den Tisch stellt. Schade bleibt, dass der X-Touch Extender allein nur eingeschränkt sinnvoll nutzbar ist, weil ihm Bank-Taster zum Umschalten der Fader fehlen.

Im Alltag zeigt sich der günstige Preis vor allem bei den Motorfadern: Sie arbeiten zuverlässig, sind aber hörbar lauter als bei teureren Controllern. Bei komplexeren Automationen kann das schon auch stören. Trotzdem bleibt der X-Touch einer der günstigsten Wege zu echten Motorfadern!

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Mehr Informationen

Worin unterscheiden sich USB/MIDI-Masterkeyboards und DAW-Controller ?

Moderne DAW-Controller unterstützen viele Musikprogramme, aber nicht alle gleich gut. Manche verwenden für die Noteneingabe eine Klaviatur andere Drum-Pads. Potis oder Encoder haben fast alle, viele außerdem Fader.

Manches erinnert in der Gestaltung an ein Mischpult, andere Designs sind an klassische Keyboard-Workstation angelehnt. Große Displays liegen im Trend, bunt-leuchtende “bi-direktionale” Taster sowieso!

Einige Modelle sind universell einsetzbar, andere DAW-Controller & Keyboards konzentrieren sich allein auf Plugin-Steuerung. Teilweise entwickelt sich sogar ein Zwischenkosmos außerhalb der DAW und den Plugins – Softube Console 1 und SSL 360° – wären zu nennen.

Mix the best – Keyboard und Controller trennen

Spezialisiertes Gerät, darunter ein Push 3 für Ableton Live oder der Nektar CS12 für Logic gibt es außerdem: alle ziemlich perfekt – auf eine bestimmte Software zugeschnitten! Ebenfalls eine gute Idee: ein hochwertiges MIDI-Keyboard mit einem reinen Controller kombinieren, Platz auf den meisten 88er Keyboards ist ja meist genug!

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Nektar Panorama CS12
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Studiologic SL88 GT mk2
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SSL UF1
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Wie gut die universellen DAW-Controller/MIDI-Keyboards enstsprechend DAW-spezifisch funktionieren, schauen wir uns dann in weiteren, getrennten Artikeln – je nach DAW – detaillierter an. Darunter wieder die Platzhirsche von Arturia, Novation und Native Instruments, sowie Nektar und anderen Spezialisten inklusive Motorfader-Controller, “Mackie Control Styles” und andere Derivate.

Was sind die besten DAWs und die dazugehörigen Controller?

Bevor wir hier zu allgemein werden und über jede mögliche Konstellation philosophieren, findet ihr im Folgenden unsere DAW-spezifischen Artikel.

Was sind überhaupt DAW-Controller und Scripte?

DAW-Controller ähneln Mischpulten mit integriertem Keyboard, übertragen jedoch keine Audiosignale. Stattdessen senden sie Steuersignale in Form von MIDI-Daten, um die DAW zu fernzusteuern. Bewegt man etwa einen Fader, regelt die Software automatisch die zugewiesene Lautstärke.

Novation SL49 MK3, NI Komplete Kontrol S61 MK2 und Nektar Panorama T4.
Für kreatives Arbeiten mit der DAW eignet sich hingegen ein Controller-Keyboard besonders gut, hat es außerdem meist noch Spielhilfen wie Drum-Pads, Touch-Strips sowie zusätzliche MIDI/CV-Anschlüsse und große Displays am Start!

Die einfachste Steuerungsmethode ist die manuelle Zuweisung per „MIDI-Learn“. Deutlich effizienter arbeitet jedoch eine Hintergrundsoftware, die kontextabhängige, umschaltbare Zuweisungen und eine bidirektionale Visualisierung ermöglicht. Solche Software wird allgemein als Script bezeichnet.

In der Praxis erlaubt dies, mehr virtuelle Fader zu nutzen, als physische Regler vorhanden sind, sowie nahtlos zwischen Mixer- und Plugin-Steuerung zu wechseln. Parameter-Namen werden automatisch übernommen, Pad-Schalter ändern ihre Farbe. Die „Intelligenz“ eines DAW-Controllers hängt somit vollständig vom Script beziehungsweise vom verwendeten Verbindungsprotokoll ab.

Warum DAW-Controller mit Motorfader ?

Motorfader-Controller setzen noch einen drauf: Wird ein Fader in der DAW per Maus bewegt oder automatisiert, zieht der zugewiesene Hardware-Fader dank integriertem Motor millimetergenau nach. Beim Wechsel der Steuerungsebene fahren die Fader blitzschnell auf die aktuellen Werte der neuen Parameter – ganz ohne störende „Pick-up“-Sprünge.

Erstaunlicherweise gibt es bis heute kein vernünftiges MIDI-Keyboard mit Motorfadern. Stattdessen setzen die meisten auf kostengünstige Fader – funktional, aber mit Einschränkungen, besonders bei Mehrfachbelegungen. Touch-Sensitivität macht die Sache schon besser, aber: Motorfader verbessern den Workflow nun mal am meisten, machen in manchen Fällen sogar ein Display überflüssig.

Unterschiede Drehregler: Encoder, Potis und mehr!

Am effektivsten sind Encoder – also Endlos-Drehregler ohne festen Anschlag –, da sie Werte-Änderungen ohne Sprünge ermöglichen. Idealerweise sind sie mit einem LED-Kranz oder Display ausgestattet, sodass der aktuelle Parameterwert nach einem Umschalten sofort erkennbar ist.

Die allerneusten Modelle haben sogar Motoren im Encoder, sodass nicht nur blitzschnell die richtige Position nach dem Umschalten angefahren wird sondern sogar Schalterpositionen und Widerstand simuliert werden kann. Edel!

In einer perfekten Welt zeigt das Display nicht nur Werte, sondern auch den Parameter-Namen. Encoder sind auch oft Beschleunigung-sensitiv, ändern Parameter auf “flinken” Weg sehr schnell, lassen sich “langsam gedreht” aber auch viel präziser einstellen. Der Übergang dazwischen, ist auch eine Kunst zu Programmieren.

Auch Encoder sind oftmals Touch-Sensitiv und können so Namen im Display zeigen ohne das man den Parameter tatsächlich verändern muss. Das ist besonders dann wichtig, wenn der Controller nicht direkt über den Encoder ein Display hat, wie im folgenden Beispiel.

Tolle Integration der Bedienbarkeit der eigenen Sounds gibt es bei NI Komplete Kontrol!

MCU, HUI oder Mackie Control – Was ist der Unterschied?

Einer der ersten bezahlbaren Motorfader-Controller war die Mackie Control Universal Pro. Sie ist zwar noch immer erhältlich, wurde jedoch in Größe und Preis längst von zahlreichen Konkurrenzmodellen überholt. Dennoch setzen fast alle Motorfader-Controller weiterhin auf das zugrunde liegende MCU-Protokoll (Mackie Control Universal) – mit Ausnahme von Avid Pro Tools, das traditionell lieber auf eigene Standards setzt.

Motorfader-Controller: Behringer, SSL und Presonus
Das Mischpult der DAW kann man am besten mit einem Motorfader-Controller bedienen.

Interessanterweise setzen auch viele Keyboard-Controller auf das Mackie-Protokoll in ihren Steuer-Skripten, da eben fast jede DAW diese unterstützt. Dadurch ist eine umfangreiche Integration möglich, ohne dass tatsächlich Motorfader vorhanden sein müssen. Im Alltag führt dies aber oft zu Verwirrung hinsichtlich der Begrifflichkeiten – besonders für Einsteiger ist das anfangs schwer zu durchschauen.

Was ist ein Plugin-Wrapper?

Ein Plugin-Wrapper ist im Grunde ein Übersetzer zwischen DAW-Controller und Plugin – speziell für VST- und AU-Formate. Er sorgt dafür, dass Reglerbewegungen am Controller direkt die passenden Parameter im Plugin steuern, indem er die Belegung dazwischenschaltet.

Das hat zwei Vorteile: Zum einen lassen sich Plugins automatisch sinnvoll belegen, zum anderen können eigene Mappings unabhängig von der DAW gespeichert werden. Der Wrapper scannt dazu die Plugin-Ordner und „packt“ die Plugins in eine eigene Hülle. Bekannte Beispiele sind Nektarine von Nektar, NKS von Native Instruments; aber auch SSL 360° Link oder Console 1 arbeiten nach einem ähnlichen Prinzip.

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Felix sagt:

#1 - 29.07.2024 um 23:37 Uhr

0

Der beste Alleskönner ist für mich immer noch der MP-MIDI-Controller. https://mpmidi.com/

    Profilbild von Felix Klostermann

    Felix Klostermann sagt:

    #1.1 - 02.09.2025 um 13:19 Uhr

    0

    Moin Felix, den MP hätten wir auch gern getestet, allerdings haben wir kein Testgerät bekommen. Vielleicht ein anderes mal :-)

    Profilbild von Eric

    Eric sagt:

    #1.2 - 12.06.2026 um 16:52 Uhr

    0

    Ja absolut,eine gute zukunftsorientierte Umsetzung eines Controllers. Das Main Problem bei allen anderen, ist die Software Integration, Akai und Arturia haben solide Lösungen, nicht perfekt, aber ausreichend. Mit anderen Worten, wirklich gut ist keiner, und ich habe alle getestet.

    +1
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Andreas sagt:

#2 - 16.06.2026 um 10:33 Uhr

0

Ich würde mich total freuen, wenn Native Instruments und/oder Arturia von seinen großen Controllern mal eine Desktop-Version ohne Klaviatur herausbringen würden, die man sich auf vorhandenem Gerät stellen könnte. Wobei ich auch nicht weiß, wie Sinnvoll das am Ende ist (Stichwort "Guide-Lights" oder Multi-Aftertouch).

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