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Die 10 besten Country Licks – Gitarren-Workshop

In der heutigen Folge unserer Serie “Die 10 besten Licks” geht es um eine Stilrichtung, die zwar oft als die “leichtere Volksmusik” der Amerikaner abgetan wird, die aber dennoch unzählige Wahnsinnsgitarristen hervorgebracht hat. Außerdem erfordert das Genre eine ganz spezielle Spielweise – und die gehört ohne Frage zu den komplexesten Stilen auf der Gitarre.

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Nicht umsonst zählen Namen wie Albert Lee, Danny Gatton, Jerry Donahue, Brent Mason und noch viele mehr zu den begehrtesten Musikern in der amerikanischen Gitarristenszene. Auch wenn sich diese Country- und Bluegrass-beeinflussten Musiker nicht in einer Handvoll Licks abbilden lassen, so gibt es doch ein kleines Vokabular, das erlernbar ist, um stilspezifische Elemente herauszufiltern. Und genau das wollen wir jetzt tun:

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1. Dur-Bending

In unserem ersten Lick benden wir in die Durterz eines E-Dur Dreiklangsarpeggios und halten den gebendeten Ton oben, während wir die anderen Akkordtöne spielen. Achtung bei Tremologitarren, denn hier sorgt das Hochziehen einer Note dafür, dass sich die anderen Saiten nach unten verstimmen.

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1. Dur-Bending

2. “Mark Knopfler” – Bend

Dieses Lick entstammt dem Dire Straits Klassiker “Sultans of swing”. Mark bendet in die Töne eines A9 Akkordes. Auch hier gilt: die gebendeten Noten oben lassen!

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2. „Mark Knopfler“ – Bend

3. Dur Bend mit chromatischen Terzen

Diesmal benden wir in die Töne eines A-Dur Dreiklangs und beenden das Lick mit einem chromatischen Terzabgang:

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3. Dur Bend mit chromatischen Terzen

4. “Jerry Donahue” – like Lick I

Das nächste Lick ist zwar kurz, hat es aber in sich und ist laut der Countrylegende Jerry Donahue einem “Verspieler” zu verdanken. Hier liegt die Kunst darin, die d-Saite mit dem Zeigefinger “Richtung unten” zu benden, dann den Zeigefinger “umzukippen”, barreè-mässig die g-Saite zu greifen, und diese dann “in Richtung oben” zu benden, wobei die d-Saite dadurch automatisch wieder in die Ruheposition “releast” wird:

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4. „Jerry Donahue“ – like Lick I

5. “Jerry Donahue” – like Lick II

Technisch gesehen entspricht die Spielweise dem vorangegangenen Lick, allerdings benden wir eine ganze Akkordprogression, denn hier wird ein verkürzter C7/9 Sound zum F-Dur Dreiklang:

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5. „Jerry Donahue“ – like Lick II

6. Country-Bending mit Leersaiten-Lick

Im nachfolgenden Lick findet ihr gleich zwei ganz typische Countryspielweisen: zum einen die oben aufgeführten Countrybendings, zum anderen eine Passage mit Leersaiten, wobei wir darauf achten müssen, dass die Leersaiten im Idealfall Akkordtöne sind, in diesem Fall die eines G(7):

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6. Country- Bending mit Leersaiten-Lick

7. Leersaitenlick I – G-Dur

Diesmal haben wir es mit einem reinen Leersaitenlick zu tun, in den auch ein paar Slides integriert werden. Pattern dieser Art funktionieren natürlich am Besten in Tonarten, in denen auf Leersaiten Tonleiter- oder noch besser Arpeggiotöne liegen:

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7. Leersaitenlick I – G-Dur

8. Leersaitenlick II – E-Dur

Ganz ähnlich dem Lick 7, diesmal allerdings in E-Dur:

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8. Leersaitenlick II – E-Dur

9. Chromatische Chords und Double Stops

Im nächsten Lick denke ich mir einen D9 Akkord und versuche, zwischen Akkord-Double Stops chromatisch aufzufüllen:

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9. Chromatische Chords und Double Stops

10. Chromatische Linie

In dieser kurzen Phrase umspiele ich ein C-Dur Arpeggio und fülle ein paar Akkordtöne chromatisch auf. Auch die Bluenote ist eine sehr vertraute chromatische Färbung, die wir jederzeit einsetzen dürfen:

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10. Chromatische Linie

Und nun viel Spaß mit den Country Licks!

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von Haiko Heinz

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