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7 Akkorde, die dich besser klingen lassen – #7 Country-Pop

Diesmal möchte ich mich einer Stilrichtung widmen, die vollkommen zu Unrecht bei vielen Musikern in Ungnade gefallen ist – der Country Musik. Im Grunde ist die Stilbezeichnung sehr schwammig und unklar, da sich hinter dem Begriff eine Vielzahl an Musikrichtungen verbirgt, die allesamt eines gemeinsam haben: Sie haben ihren Ursprung sehr häufig in Nashville.

Foto: © Elnur , fotolia.de
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Tatsächlich ist Nashville das Epizentrum der Country-Styles. Kein Wunder also, dass unzählige fantastische Gitarristen wie z.B. Dann Huff (siehe auch: Play-Alike Dann Huff – Gitarren Workshop), Brent Mason, Jerry McPherson, Kenny Greenberg oder Tom Bukovac dort sesshaft sind und ihren Beitrag zum Erfolg und der hervorragenden musikalischen Qualität des amerikanischen Country-Pop leisten.
Höchste Zeit, dass wir uns eine Akkordprogression in diesem Stil vornehmen und schauen, ob wir ein paar schöne neue Voicings finden können.

Dazu wähle ich eine simple Akkordfolge in E, die ich in zwei Teile splitte: Einen A-Teil, der sowohl als Strophe als auch als Refrain fungieren kann und einen B-Teil, der als Prechorus oder Bridge dienen könnte:

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Der A-Teil beginnt mit einem E, dessen Sound ich durch ein paar Leersaiten aufpeppe. Dadurch erübrigt sich der zusätzliche Grundton auf der g-Saite und ich bekomme die Möglichkeit, ihn durch einen maj7 Akkord zu ersetzen. Grundsätzlich klingen Akkorde mit großer Septime sehr schnell zu “jazzy” für einen solchen Kontext, bettet man sie jedoch geschickt in Voicings ein, kann das sehr gut funktionieren.
Die Tonart E ist bekanntlich prädestiniert für den Einsatz von Open Strings und darum suche ich auch für den A-Akkord nach schön klingenden leeren Saiten. Natürlich wäre die leere b-Saite als add9 naheliegend, aber fast noch cooler ist es, dort eine Note zu greifen, die höher ist als die darüberliegende hohe e-Saite, nämlich das g# als maj7. Außerdem bleiben wir damit konsequent in unserer Septim-Ästhetik des Tonikaakkordes. Und auch dem nachfolgende C#m-Akkord wird durch die Verwendung der offen gespielten b-Saite eine Septime einverleibt – und die hohe e-Saite als kleine Terz ist sowieso fein!
Den nächsten Akkord findet ihr ganz ähnlich in der Folge “7 Akkorde, die dich besser klingen lassen – Pop”, doch diesmal entscheide ich mich für einen Terzbass und lande bei Badd4/D#.
Die Bridge beginnt mit F#m und die leeren e- und b-Saiten machen daraus einen F#m7/11.
Für das A muss ich nun lediglich den Grundton F# gegen ein A austauschen – denn ein F#m7/11 ist identisch mit einem Asus2/F#.
Das D im letzten Takt fungiert als Modal Interchange Akkord wie eine Dominante und deshalb interpretiere ich den Akkord auch als Dominantseptakkord. Und auch hier liegt auf der e-Saite die None und auf der b-Saite die 13.

Hören wir uns jetzt die oben erwähnte Akkordfolge mit den neuen Chords an. Die Tabs und Noten findet ihr direkt darunter:

Audio Samples
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7 Voicings Song – County-Pop – Playback

Und hier ist euer Playback:

Audio Samples
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7 Voicings Song – County-Pop

Versucht auch diese Akkorde in altbekannte Songs, oder noch besser, in neue Kompositionen einzubetten – so bleiben sie warm und im Gedächtnis!
In diesem Sinne – viel Spaß, beim 7-Voicing – Country-Pop !

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von Haiko Heinz

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