Anzeige

Darkglass Microtubes B7K Ultra V2 “The Squid“ Ltd. Test

Der B7K-Preamp kam bereits vor mehr als zehn Jahren auf den Markt und war zu diesem Zeitpunkt das Flaggschiff im Portfolio von Darkglass Electronics aus Finnland. Wenig später präsentierte Darkglass dann die Ultra-Version des populären Pedals, die mit zusätzliche Anschlüssen und einem flexibleren Equalizer ausgestattet war.

Darkglass Microtubes B7K Ultra Test

In diesem Test knöpfen wir uns nunmehr die zweite Version des B7K Ultra vor, die neben den genannten Features einen AUX-Eingang zum Einspielen von Playbacks an Bord hat. Bei unserem Testkandidaten handelt es sich zudem um die limitierte Version „The Squid“, deren Gehäuse mit einer abgefahrenen Graphik des argentinischen Illustrators und Konzept-Künstlers Ignacio Bazan Lazcano versehen wurde und schon alleine optisch ordentlich Eindruck macht. Auf geht’s!

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Hinter der großartigen Tintenfisch-Look bleibt im Prinzip alles beim Alten – bzgl. Technik und Ausstattung gleicht unser Testexemplar also dem „normalen“ B7K Ultra V2 und hat keine spezielle Zusatzfeatures unter der Haube. Gemessen an der üppigen Ausstattung würde ich den Preamp mit den Abmessungen von 125 x 96 x 57 mm durchaus als kompakt bezeichnen und die Verarbeitungsqualität ist Darkglass-typisch tadellos.

Fotostrecke: 3 Bilder Rein optisch ist dieser Darkglass-Spross …
Fotostrecke

Auf der Oberseite tummeln sich jede Menge Schalter und Regler, die zum Teil wirklich dicht gedrängt installiert wurden. Leider leidet die Bedienung etwas unter der dichten Besiedelung: Wenn man nicht aus Versehen mehrere Parameter gleichzeitig verstellen will, sind spitze Finger und Feingefühl angesagt – das ist wohl der Preis, den man für die kompakte Bauweise einer solchen Stomp-Box in Kauf nehmen muss.

Schauen wir uns die einzelnen Bedienelemente und deren Funktionen einmal genauer an: In der ersten Reihe auf der Front parken insgesamt vier Regler und zwei Dreiwege-Schalter. Mit dem Drive-Regler wird der Zerrgrad eingepegelt, der Level-Regler ist für die Lautstärke des Effektsignals verantwortlich, der Blend-Regler bestimmt das Verhältnis zwischen dem unbearbeiteten Bass- und dem Effektsignal, und mit dem Master-Regler justiert man schließlich die Endlautstärke des Preamps.

Fotostrecke: 3 Bilder Dicht besiedelt: Neben den zahlreichen Potis finden sich …
Fotostrecke

Zur Grundabstimmung des Overdrive-Sounds dienen die beiden erwähnten Minischalter mit den Bezeichnungen „Attack“ und „Grunt“. Mit dem Attack-Schalter kann man die Sättigung der Höhen im Signal bestimmen. In der „Boost“-Stellung wird der Höhenanteil für mehr Klarheit und Präsenz verstärkt, in der „Flat“-Stellung bleiben die Höhen unangetastet, und mit „Cut“ kann man die Höhen logischerweise absenken.

Der „Grunt“-Schalter hält hingegen drei unterschiedliche Einstellungen bereit, die auf den unteren Frequenzbereich des Signals wirken. Die untere Stellung lässt das Signal flat, in der Mittelstellung wird der Bassbereich abgesenkt, und nach oben umgelegt bewirkt der „Grunt“-Schalter einen deutlichen Bass-Boost. Diese Einstellungen interagieren mit dem Drive-Regler, man kann damit also letztendlich entscheiden, wie viel Bassanteil mit der Verzerrung bearbeitet werden soll.

>>>Auch interessant: “Soundeinstellungen für E-Bass – und was sie bewirken!<<<

In der zweiten Reihe finden wir die extrem flexible Klangregelung des Preamp-Pedals. Der EQ setzt sich aus vier Reglern für Bässe, Tiefmitten, Hochmitten, Höhen und zwei Frequenzwahlschaltern zur Bestimmung der Mittenfrequenzen (Tiefmitten: 500Hz/1kHz,250Hz, Hochmitten: 1,5kHz, 3kHz, 750 Hz) zusammen. Im unteren Bereich sitzen schließlich die beiden Fußtaster Bypass und Distortion. Bypass deaktiviert oder aktiviert das Pedal, und mit dem Distortion-Taster kann das verzerrte Signal gesondert zu- oder abgeschaltet werden.

Fotostrecke: 4 Bilder Die Anschlussfelder hat Darkglass …
Fotostrecke

Die zahlreichen Anschlüsse des B7K Ultra V2 wurden ringsum auf die Gehäuseseiten verteilt. Hinten sitzen die normalen Input-klinke für den Bass und der Klinkenausgang zur Weiterleitung an den Amp. Außerdem finden wir hier zwei Miniklinken zum Einspielen von Paybacks (Aux-In) und zum Anschluss eines Kopfhörers (Phones). Der symmetrische Ausgang zur Weiterleitung des Signals an einen Livemischer oder das Recording-Equipment parkt auf der linken Seite des Pedals. Auf ihn lässt sich bei Bedarf mittels Cabsim-Schalter noch eine Boxensimulation legen.

Den Groundlift-Schalter zum Eliminieren von Nebengeräuschen hat Darkglass auf die gegenüberliegende Seite verfrachtet, wo wir zudem den Micro USB B-Anschluss zur Verbindung des Pedals mit einem MAC/PC finden. Mithilfe der kostenlosen Darkglass-Suite kann man eine der von Darkglass bereitgestellten Boxensimulationen oder wahlweise auch eine eigene Impulsantwort auf das Pedal laden. Weitere Funktionen stehen für das B7K Ultra V2 via Software nicht zur Verfügung.

Blick auf die Bedienoberfläche der Darkglass Suite.

Kommentieren
Kommentare vorhanden
Schreibe den ersten Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.