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Arturia MiniLab 37 Test – mehr Tasten für unterwegs

Das neuste Arturia MIDI-Keyboard heißt MiniLab 37 und soll die Lücke zwischen dem noch kompakteren MiniLab 3 sowie dem deutlich größeren KeyLab Essential 49 mk3 schließen. Beäugen wir das Ganze im Test doch einmal genauer!

Mit dem MiniLab 37 stellt Arturia seinen neuesten Zuwachs der Lab-Serie vor: ein kompakter und gut sortierter USB/MIDI-Controller als kreativer Begleiter für den modernen Computer-Musikanten.

Preislich sortiert sich der Controller schon mal gut ein, da er nur unwesentlich teuer, als die kleinere und ältere Variante, ist. In Anbetracht der inkludierten Software kann man in allen Fällen von einem Schnapper sprechen: vorbei sind die Zeiten trauriger Freeware und sinnloser Häppchen!

Unser Fazit:
4,5 / 5
Pro
  • Kompaktes Design und trotzdem 37-Tasten
  • Gute Integration mit den meisten DAWs
  • Tolle Software-Dreingaben
Contra
  • kein Low-Split

Highlights MiniLab 37

  • Optimiertes Layout und schlanker Formfaktor
  • Anschlagdynamische 37-Mini-Tasten-Klaviatur ohne Aftertouch
  • Acht RGB-beleuchtete Drum-Pads mit Velocity und Aftertouch
  • Neun Encoder, vier Fader und zwei Touch-Strips für Performance und Parametersteuerung
  • Gute DAW-Integration für typische Produktionsumgebungen sowie besonders enge Anbindung an Arturias Analog Lab
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Arturia MiniLab 3 Black
Arturia MiniLab 3 Black
Kundenbewertung:
(84)
Arturia KeyLab Essential 49 MK3 White
Arturia KeyLab Essential 49 MK3 White
Kundenbewertung:
(88)

DETAILS

USB-Controller mit 37 Tasten

Das Arturia MiniLab 37 ist ein angenehm kompaktes USB/MIDI-Controller-Keyboard mit USB-C-Anschluss. Einen DIN-MIDI-Out sowie Pedal-Control-Input gibt es dazu, wer will kann ihn mit Kensington auch anschließen. Die Computer-Verbindung erfolgt elegant und class-compliant über USB-C, ein passendes Kabel liegt bei. Sogar der Anschluss an das iPad ist möglich.

Schicke Seitenteile in Holzoptik gehören schließlich zum guten französischen Ton – und sorgen beim MiniLab 37 direkt für etwas mehr Wohnzimmer-Synth-Charme statt Plastik-Controller-Feeling.

Zum Lieferumfang gehören außerdem Arturia Analog Lab Intro im Wert von rund 95 Euro, NI Komplete 15 Select für etwa 60 Euro, Ableton Live Lite sowie weitere Subscription-Demos. Arturia, Ableton, Native – damit lässt sich direkt eine Menge anfangen. Die typischen Lite/Intro-Einschränkungen fallen für Einsteiger kaum mehr ins Gewicht.

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Arturia Analog Lab Intro Download
Arturia Analog Lab Intro Download Bisher keine Kundenbewertung verfügbar

Mini-Key-Controller mit 37 Tasten setzen sich ohnehin durch, gut das Arturia den Formfaktor schlank aber die Tasten nicht allzu klein hält. Auch werden die Gehäuse immer flacher, während die zusätzliche Oktave im Alltag deutlich mehr Spielraum bringt. Immerhin 50 x 18 x 3 cm misst die Flunder und fühlt sich damit keineswegs fummelig an.

Das erste MiniLab wirkt rückblickend jedenfalls ganz schön klobig. Selbst das MiniLab 3 wirkt nun unförmig. Im Grunde ist das MiniLab 37 damit eine Art MiniLab MK4 mit erweitertem Tastaturumfang – selbst wenn Arturia diese Formulierung vermeidet. In der MiniLab-Serie gab es vorher schlicht keine Variante mit 37 Tasten.

Kein Aftertouch in den Keys

Arturia hat aber bereits mit dem KeyStep 37 mk2 und dem AstroLab 37 gezeigt, dass man auf 37 Mini-Tasten durchaus sinnvoll und beidhändig spielen kann.

Beide Geräte sind deutlich teurer, bieten abseits der DAW aber auch mehr Standalone-Funktionen. Zudem besitzen sie Aftertouch in der Klaviatur – interessant für alle, die Synths gern etwas expressiver spielen.

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Arturia KeyStep 37 mk2
Arturia KeyStep 37 mk2
Kundenbewertung:
(8)
Arturia AstroLab 37
Arturia AstroLab 37
Kundenbewertung:
(6)

Das MiniLab 37 beschränkt sich bei der Tastatur dagegen auf Anschlagdynamik und hat dennoch einen vergleichbar-fedrigen Spieleindruck und das mit maximal 1 cm Einpresstiefe.

Die acht Drum-Pads sind hingegen anschlags- und druckempfindlich, reagieren sehr präzise und leuchten zusätzlich in RGB-Farben. Sie eignen sich darüberhinaus nicht nur zum Einspielen von Drums, sondern auch als Funktionsumschalter sowie im DAW-Mode u.a. als Transport-Controller.

Funktionale Pads-Umschaltung

Die Beschriftung der Drum-Pads verrät zugleich ihre alternativen Funktionen und Modi: Arpeggiator, Pad Bank A/B, Program für den Wechsel zwischen DAW- und Arturia-Plug-in-Mode sowie Loop.

Die untere Reihe übernimmt dagegen auch klassische Transportfunktionen mit Stop, Play, Rec und Tap Tempo. Darüber hinaus lassen sich die Pads in Ableton Live zur Track-Auswahl nutzen – und natürlich ganz klassisch zum Einspielen von Beats, Samples und Noten.

Im Vergleich zum kleineren MiniLab 3, das man rückblickend besser MiniLab 25 genannt hätte, übernimmt das MiniLab 37 also das grundsätzliche Bedienkonzept, zieht die Oberfläche nur stärker in die Breite. Damit wird das 37er ganze 4 cm kürzer in der Tiefe und wird so auch besser vor dem Laptop platziert. Nice außerdem, dass das mitgelieferte Arturia-USB-Kabel angewinkelt ist.

Auf einem halben Meter Breite finden sich dann von links nach rechts zwei Touchstrips für die Pitch/Mod-Funktion, vier Funktionstaster inklusive Shift, die acht Drum-Pads, ein Push-Encoder mit kleinem, aber sehr aufschlussreichen Display sowie acht weitere Encoder ohne Push-Funktion und vier kurze Fader.

Berührungsempfindlich sind die Regler, wie beispielsweise beim Astrolab 37, allesamt leider nicht. Die 37-Tasten-Mini-Klaviatur von Arturia mit den drei Oktaven Tonumfang hier sieht allerdings recht ähnlich aus, auch die Spielbarkeit ist in etwa gleich. Die Höhe des MiniLab Keyboards ist mit 3,3 cm plus 1,8 cm für die Kappen außerdem angenehm flach und die Klaviatur gut zugänglich.

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PRAXIS

Das Mini-Labor in der Praxis

Richtig gut: Der Arturia MiniLab 37 arbeitet nicht mit einer langen Liste an DAW-Presets, sondern unterscheidet im Kern nur zwischen DAW-Mode und Arturia-Mode. Umgeschaltet wird über Pad 3, das entsprechend mit PROG beschriftet ist. Sehr angenehm: Die DAW wird automatisch erkannt. In Ableton Live muss man beispielsweise nur die passende Bedienoberfläche auswählen – fertig. Zum Testzeitpunkt gab es dort aber noch kein explizites MiniLab-37-Preset, das MiniLab-3-Script funktionierte im Test aber bereits weitgehend identisch.

Wie gut die Einrichtung und Funktionsbelegung in anderen DAWs ausfällt, bleibt abzuwarten. Erfahrungsgemäß ist Arturia in Ableton Live besonders gut verzahnt – zumal Live Lite auch zum Lieferumfang gehört. Deshalb konzentriere ich mich an dieser Stelle vor allem auf die Ableton-Belegung, ergänzt um die allgemeinen Controller-Funktionen, die unabhängig von der DAW gelten.

Dicker Arpeggiator

Fangen wir mit den Basics an: Der Arpeggiator wird über Shift + Pad 1 aktiviert. Den Status erkennt man sogar an der Intensität der Pad-LED. Hält man die Kombination länger gedrückt, wechselt der MiniLab 37 in den Edit-Modus, woraufhin die acht Encoder die Arpeggiator-Parameter übernehmen.

Das ist bei den teuren Keyboards nicht besser und damit hier sehr elegant gelöst sowie vor allem deswegen praktisch, weil der Arpeggiator auch außerhalb der DAW und ihren Plugins direkt und übergreifend zugänglich bleibt.

Zu den Parametern gehören On/Off, Mode, Division, Swing, Gate, Rate, Sync und Octave. Bei den Modi stehen unter anderem Up, Down, Including, Excluding, Random und Order bereit. Auch die Sync-Optionen sind sinnvoll gelöst: Neben Auto gibt es Internal und External. Gerade Internal ist lässig, weil sich damit auch Tempo-Changes in der DAW unkompliziert umsetzen lassen.

Der Arp Mode und seine Beschriftung für die acht Encoder.

Solider DAW-Mode

Im DAW-Mode, aktiviert über Shift + Pad 3, steuern die acht Encoder die ersten acht Parameter in Ableton Live – also etwa die Macros eines Racks oder die wichtigsten Parameter eines internen Plug-ins. Die vier Fader beziehen sich auf den selektierten Track und übernehmen Volume, Send 1, Send 2 sowie Panorama. Das ist für schnelle Eingriffe okay, beim häufigen Umschalten aber nicht sonderlich komfortabel. Zum Komponieren reicht es allemal, etwa um einen Track schnell lauter zu machen oder Sends zu performen. Wirklich mischen wird damit aber wohl niemand.

Die Pads übernehmen im Ableton-Live-DAW-Mode je nach Arrangeur- oder Session-View entweder die Auswahl von Tracks oder das Starten/Stoppen von Clips.

Der schwarze Push-Encoder steuert alternativ den Positionsmarker und startet diesen per Druck – oder scrollt durch die Szenen, die ebenfalls per Push gestartet werden. Mit Shift + Encoder selektiert man wiederum Tracks und wechselt die Clip-Auswahl. Das ist tatsächlich sehr elegant gelöst.

Ebenfalls praktisch: Über Shift + Pad 4 bis 8 lassen sich Loop on/off, Stop, Play, Rec und Tap Tempo auslösen. Letzteres wirkt wegen der dabei gedrückt gehaltenen Shift-Taste allerdings etwas unglücklich. Was aktuell nicht zu funktionieren scheint, ist das Blättern durch weitere Parameter-Pages. Damit kann man leben, schade ist es trotzdem.

Analog Lab = Deluxe

In Verbindung mit der eigenen Software blüht der Controller richtig auf – sowohl in der Standalone-Version als auch als Plug-in. Normalerweise kenne ich Analog Lab vor allem mit neun Makro-Reglern. Sobald das MiniLab 37 angeschlossen ist, passt sich die Oberfläche jedoch an den Controller an und zeigt entsprechend acht Drehregler sowie vier Fader.

Der funktionale Zugewinn gegenüber anderen Konzepten bleibt dabei überschaubar: Die drei zusätzlichen Fader übernehmen schlicht den EQ mit Bass, Mid und Treble. Andererseits: besser haben als brauchen.

Die Sound-Auswahl ist gelungen und macht auch ohne tieferen Zugriff auf die Klangerzeugung viel Spaß. Gerade Einsteiger finden hier jede Menge direkt nutzbare Sounds, ohne sich in technischen Details zu verlieren.

Presets werden mit dem Encoder gewählt, die Namen im Display auch angezeigt. Was aktuell nicht zu funktionieren scheint: Presets auch per Taster durchschalten oder Kategorien mit den Pitch-Strips wählen – so wie man das beispielsweise vom MicroLab kennt.

Wer später mehr Sounds will, wird bei Arturia ohnehin schnell in Richtung Analog Lab Pro oder V Collection geschubst. Crossgrades und Sonderangebote lassen im Newsletter erfahrungsgemäß nicht lange auf sich warten. Aktuell sind beide Library sehr umfangreich und bieten jede Menge Sounds für aktuell Produktion und das soweit ohne stilistische Einschränkungen.

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Arturia V Collection 11 Pro Download
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Arturia V Collection 11 Intro Download
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Arturia Analog Lab Pro Download
Arturia Analog Lab Pro Download
Kundenbewertung:
(48)

Native und Co. mit NKS

Damit es auch mit den Nachbarn klappt, muss zunächst das Arturia MIDI Control Center installiert und der Controller entsprechend vorbereitet werden. Erst dann sollte sich auch das MiniLab 37 mit dem Native-Instruments-Ökosystem nutzen – genauer gesagt mit dem branchenübergreifend recht verbreiteten Komplete-Kontrol-Wrapper. Danach klappt die Einbindung vieler Plugins nahtloser, inklusive direkterer Bedienung über das Keyboard. Zum Testzeitpunkt war das allerdings noch nicht möglich.

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Fazit – Arturia MiniLab 37 Test

Arturia hat auf seine Kunden gehört und das MiniLab sinnvoll weitergedacht: mehr Tasten, mehr Spielraum, aber trotzdem kompakter: für den Schreibtisch und größeren Rucksack. Die 37-Tasten-Klaviatur macht im Alltag mehr Spaß als die üblichen Mini-Formate, da Akkorde, Bassläufe und zweihändige Parts nicht sofort in Fingerknoten resultieren. Das MiniLab 37 ist groß genug, um nicht fummelig zu wirken, aber klein genug, um mobil zu bleiben. Auch das generelle Layout ist besser.

Gleichzeitig bleibt der bewährte MiniLab-Workflow erhalten: intuitive Regler, Pads, DAW-Steuerung und die starke Verzahnung mit Analog Lab. Wer ein kompaktes USB-Keyboard mit mehr musikalischem Bewegungsspielraum sucht, bekommt hier ein rundes Paket. Wenn Arturia später sogar weitere Trendfarben nachlegt, dürfte für jeden Laptop-Producer etwas dabei sein. 4,5 Sterne.

Features

Artikelbild
MiniLab 37 White
Für 139,00€ bei
  • Anschlagdynamisches 37-Slim-Key-Tasten-Keyboard
  • Acht Velocity- und druckempfindliche RGB-Pads
  • Zwei Pad-Bänke für insgesamt 16 funktionelle Pads
  • Gerasteter und klickbarer Haupt-Drehregler für die Navigation
  • Kontrastreiches OLED-Display, auch in heller Umgebung gut ablesbar
  • Acht Endlos-Encoder-Regler, Vier Schieberegler (Fader)
  • Flache Touch-Strips für Pitch-Bend und Modulation
  • Haltetaster, Transponierungsfunktionen
  • Voll ausgestatteter Arpeggiator im klassischen Synthesizer-Stil
  • Akkord-Modus speichert und spielt benutzerdefinierte Akkorde mit nur einer Note
  • Stromversorgung über USB-C; kann sogar über ein iPad mit Strom
  • versorgt werden
  • MIDI über USB-C und Standard-5-Pin-MIDI-Ausgang
  • 6.3mm-TRS-Eingang für Sustain-, Switch- oder Expression-/Continuous-Control-Pedale
  • Enthaltene Software: Arturia Analog Lab Intro, Ableton Live Lite, Native Instruments Komplete Select 15 sowie weitere Subscriptions
  • HERGESTELLT IN: China
  • WEBSEITE: arturia.com/products/hybrid-synths/minilab-37
  • PREIS: 149 € (Straßenpreis am 11.6.26)
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