Das neuste Arturia MIDI-Keyboard heißt MiniLab 37 und soll die Lücke zwischen dem noch kompakteren MiniLab 3 sowie dem deutlich größeren KeyLab Essential 49 mk3 schließen. Beäugen wir das Ganze im Test doch einmal genauer!

Preislich sortiert sich der Controller schon mal gut ein, da er nur unwesentlich teuer, als die kleinere und ältere Variante, ist. In Anbetracht der inkludierten Software kann man in allen Fällen von einem Schnapper sprechen: vorbei sind die Zeiten trauriger Freeware und sinnloser Häppchen!
- Kompaktes Design und trotzdem 37-Tasten
- Gute Integration mit den meisten DAWs
- Tolle Software-Dreingaben
- kein Low-Split
DETAILS
USB-Controller mit 37 Tasten
Das Arturia MiniLab 37 ist ein angenehm kompaktes USB/MIDI-Controller-Keyboard mit USB-C-Anschluss. Einen DIN-MIDI-Out sowie Pedal-Control-Input gibt es dazu, wer will kann ihn mit Kensington auch anschließen. Die Computer-Verbindung erfolgt elegant und class-compliant über USB-C, ein passendes Kabel liegt bei. Sogar der Anschluss an das iPad ist möglich.

Zum Lieferumfang gehören außerdem Arturia Analog Lab Intro im Wert von rund 95 Euro, NI Komplete 15 Select für etwa 60 Euro, Ableton Live Lite sowie weitere Subscription-Demos. Arturia, Ableton, Native – damit lässt sich direkt eine Menge anfangen. Die typischen Lite/Intro-Einschränkungen fallen für Einsteiger kaum mehr ins Gewicht.
Mini-Key-Controller mit 37 Tasten setzen sich ohnehin durch, gut das Arturia den Formfaktor schlank aber die Tasten nicht allzu klein hält. Auch werden die Gehäuse immer flacher, während die zusätzliche Oktave im Alltag deutlich mehr Spielraum bringt. Immerhin 50 x 18 x 3 cm misst die Flunder und fühlt sich damit keineswegs fummelig an.
Das erste MiniLab wirkt rückblickend jedenfalls ganz schön klobig. Selbst das MiniLab 3 wirkt nun unförmig. Im Grunde ist das MiniLab 37 damit eine Art MiniLab MK4 mit erweitertem Tastaturumfang – selbst wenn Arturia diese Formulierung vermeidet. In der MiniLab-Serie gab es vorher schlicht keine Variante mit 37 Tasten.
Kein Aftertouch in den Keys
Arturia hat aber bereits mit dem KeyStep 37 mk2 und dem AstroLab 37 gezeigt, dass man auf 37 Mini-Tasten durchaus sinnvoll und beidhändig spielen kann.
Beide Geräte sind deutlich teurer, bieten abseits der DAW aber auch mehr Standalone-Funktionen. Zudem besitzen sie Aftertouch in der Klaviatur – interessant für alle, die Synths gern etwas expressiver spielen.
Das MiniLab 37 beschränkt sich bei der Tastatur dagegen auf Anschlagdynamik und hat dennoch einen vergleichbar-fedrigen Spieleindruck und das mit maximal 1 cm Einpresstiefe.
Die acht Drum-Pads sind hingegen anschlags- und druckempfindlich, reagieren sehr präzise und leuchten zusätzlich in RGB-Farben. Sie eignen sich darüberhinaus nicht nur zum Einspielen von Drums, sondern auch als Funktionsumschalter sowie im DAW-Mode u.a. als Transport-Controller.
Funktionale Pads-Umschaltung
Die Beschriftung der Drum-Pads verrät zugleich ihre alternativen Funktionen und Modi: Arpeggiator, Pad Bank A/B, Program für den Wechsel zwischen DAW- und Arturia-Plug-in-Mode sowie Loop.
Die untere Reihe übernimmt dagegen auch klassische Transportfunktionen mit Stop, Play, Rec und Tap Tempo. Darüber hinaus lassen sich die Pads in Ableton Live zur Track-Auswahl nutzen – und natürlich ganz klassisch zum Einspielen von Beats, Samples und Noten.

Im Vergleich zum kleineren MiniLab 3, das man rückblickend besser MiniLab 25 genannt hätte, übernimmt das MiniLab 37 also das grundsätzliche Bedienkonzept, zieht die Oberfläche nur stärker in die Breite. Damit wird das 37er ganze 4 cm kürzer in der Tiefe und wird so auch besser vor dem Laptop platziert. Nice außerdem, dass das mitgelieferte Arturia-USB-Kabel angewinkelt ist.
Auf einem halben Meter Breite finden sich dann von links nach rechts zwei Touchstrips für die Pitch/Mod-Funktion, vier Funktionstaster inklusive Shift, die acht Drum-Pads, ein Push-Encoder mit kleinem, aber sehr aufschlussreichen Display sowie acht weitere Encoder ohne Push-Funktion und vier kurze Fader.
Berührungsempfindlich sind die Regler, wie beispielsweise beim Astrolab 37, allesamt leider nicht. Die 37-Tasten-Mini-Klaviatur von Arturia mit den drei Oktaven Tonumfang hier sieht allerdings recht ähnlich aus, auch die Spielbarkeit ist in etwa gleich. Die Höhe des MiniLab Keyboards ist mit 3,3 cm plus 1,8 cm für die Kappen außerdem angenehm flach und die Klaviatur gut zugänglich.


































