Swissonic Basic Router MKIII spricht WiFi 6 und soll als günstiger Einstieg in die WLAN-Welt dienen. Digitale Mischpulte von Behringer, Allen & Heath, Soundcraft oder Yamaha beispielsweise haben schließlich eines gemeinsam: Sie möchten mitunter per App ferngesteuert werden. Dabei ist eine stabile WLAN-Verbindung zwischen Pult und Tablet essenziell. Und genau da fangen die Probleme an, wenn man mit einem Consumer-Router vom Fernost-Elektronikversand auf dem Festival-Gig auftaucht. Der Swissonic Basic Router MKIII kostet bei Thomann 55,- Euro, aber genügen Dual-Band, zwei LAN-Ports und die Mesh-Option, um zumindest auf kleinen und mittleren Veranstaltungen souverän den WLAN-Traffic zu moderieren?

- WiFi 6 (IEEE 802.11ax) für nur 55,- Euro
- drei Betriebsmodi: Router, Access Point und Repeater
- Mesh-Fähigkeit – bis zu 10 Geräte koppelbar
- kompaktes und leichtes Gehäuse (232 g)
- QoS ermöglicht gezielte Priorisierung von App-Traffic
- VLAN-Unterstützung für Netzwerktrennung
- Rack/Wandmontage per mitgelieferter Montageplatte möglich
- nur 2 LAN-Ports – für größere Setups zu wenig
- Antennen nicht abnehmbar
Was ist im Lieferumfang des Swissonic Basic Router MKIII enthalten?
Im Karton befinden sich der Router, ein 90 cm langes Ethernet-Netzwerkkabel, ein 12-Volt-Steckernetzteil sowie eine Montageplatte mit zwei Schrauben für die Festmontage. Ein Handbuch liegt als gedruckte Kurzanleitung bei, das ausführliche PDF ist auf der Thomann-Website abrufbar. Die Antennen sind bereits vormontiert und klappbar, aber nicht abnehmbar.

Wie ist das Gehäuse beschaffen?
Das Gehäuse besteht aus schwarzem Kunststoff und fällt mit 202 x 34 x 122 mm (ohne Antennen) erfreulich flach aus. Mit ausgeklappten Antennen bringt es der Router auf 192 mm in der Höhe. Das Gewicht von 232 g macht ihn zum Federgewicht unter den Bühnenroutern – er passt locker in jeden Werkzeugkoffer.
Die Verarbeitung ist solide für die Preisklasse, keine scharfen Kanten, die Antennen klappen leichtgängig ein. Die Unterseite hat vier Gummifüßchen für sicheren Stand auf glattem Untergrund. Alternativ kann er per mitgelieferter Montageplatte an der Wand oder am Rack-Case oder am Doghouse befestigt werden.
Auf der Oberseite sitzen fünf LEDs: PWR, WiFi, SYS, WAN sowie LAN1/LAN2. Die SYS-LED gibt per Blinkrhythmus Auskunft über den Verbindungsstatus. Sie blinkt langsam beim Verbindungsaufbau, leuchtet dauerhaft bei stabiler Verbindung und blinkt schnell, wenn keine Verbindung besteht. Schnelle Statusdiagnose gibt es also auch ohne App.


Welche Anschlüsse bietet der Swissonic Basic Router MKIII?
Auf der Rückseite befinden sich alle Anschlüsse in einer Reihe: ein WAN-Port (RJ45, 1.000 Mbps) für die Internetverbindung bzw. das Upstream-Netzwerkgerät, zwei LAN-Ports (RJ45, je 1.000 Mbps) für kabelgebundene Endgeräte sowie der DC-In-Anschluss für das mitgelieferte Netzteil. Ein Kombitaster erledigt zwei Funktionen: Kurzes Drücken (2 Sekunden) koppelt das Gerät mit einem bestehenden Mesh-Netzwerk, langes Drücken (6 Sekunden) setzt es auf Werkseinstellungen zurück. Die Anschlüsse sind sauber beschriftet und gut erreichbar, auch wenn der Router vertikal an der Wand hängt.


Konfiguration und Funktionen des Swissonic Basic Router MKIII
Konfiguriert wird der Router über eine browserbasierte Weboberfläche, erreichbar über die Adresse www.netlogin.link oder direkt per 192.168.1.1. Das Standardpasswort lautet „admin“, sollte aber bei der Einrichtung geändert werden. Die Einrichtung führt einen mit Hilfe eines Assistenten durch die Grundkonfiguration: WAN-Typ (Static IP, DHCP oder PPPoE), Dual-Band-Konvergenz ein- oder ausschalten, SSID und Passwort vergeben – das ist in fünf Minuten erledigt, auch ohne IT-Studium.


Welche Betriebsmodi bringt der Swissonic Basic Router MKIII mit?
Im Router-Modus arbeitet das Gerät als vollständiger Router mit eigener IP-Vergabe (DHCP). Im LAN-Bridge-Modus (Access-Point-Modus) erweitert er ein bestehendes kabelgebundenes Netz um WLAN. Das ist sinnvoll, wenn am Pult bereits ein Stage-Switch hängt. Im Repeater-Modus verstärkt er das Signal eines vorhandenen Routers, um die Reichweite zu erhöhen.
Für den Mischpult-App-Betrieb besonders relevant ist QoS (Quality of Service): Der Admin kann einzelnen Geräten oder Diensten höhere Priorität geben. VLAN erlaubt die logische Trennung verschiedener Nutzergruppen. Zum Beispiel ein separates Netz für die Fernsteuerung von DSP-Amps und eines für die Steuerung des Mischpults via iPad.


























