Heute haben wir Paiste Giant Beat Becken im Test. Diese Serie hat vor allem durch Led-Zeppelin-Drummer John Bonham Geschichte geschrieben. Genau wie seine 6,5er Ludwig LM402 Supra-Phonic Snare gelten die Giant Beats bis heute als wichtiger Bestandteil des Sounds der Band. Für wen sich die Becken eignen und was sie sonst noch ausmacht, erfahrt ihr hier.

- sehr gute Verarbeitung
- sehr gute tonale Abstimmung
- breites Modellangebot
- toller Retro-Charakter
- 18er Thin etwas unsouverän bei lauten Schlägen
Die Giant Beats gab es das erste Mal 1967
Wirft man einen Blick in die Geschichte, war die erste Produktionsphase der Giant Beats tatsächlich gar nicht so lang. Paiste stellte sie bereits 1974 wieder ein, da andere Serien, insbesondere die heller und prägnanter klingenden 2002 Becken, immer populärer wurden. 2005 wurden die Giant Beats wieder ins Programm aufgenommen und der Schweizer Hersteller ergänzte die Serie in den folgenden Jahren sogar noch um weitere Modelle.

Die ursprünglichen Giant Beats, die 1967 eingeführt wurden, waren:

- 14″ & 15″ Hi-Hat
- 18″ Giant Beat Multifunction
- 20″ Giant Beat Multifunction
- 24″ Giant Beat Multifunction
Das aktuelle Lineup besteht darüber hinaus aus einem 19″ & 26″ Multi, einem 18″ und 20″ Thin sowie einer 16″ Hi-Hat. Mit Ausnahme der 14″ Hi-Hat hat mir Paiste die komplette Serie zur Verfügung gestellt.

Crash oder Ride? Multi!
Mit der Bezeichnung Multifunction bzw. einfach „Multi“, wie die Becken üblicherweise bezeichnet werden, weist der Hersteller auf den vielfältigen Einsatzzweck hin. Denn besonders die großen Becken (ab 22“ aufwärts) lassen sich sowohl für Ride-Arbeit als auch schön angecrasht spielen. Eigenschaften, die auch in zeitgemäßer Rockmusik wieder schwer angesagt sind. Ich würde mich sogar so weit aus dem Fenster lehnen und behaupten, dass das 24″ Giant Beat Multi eines der ersten echten Crash-Rides im Rockbereich war.

Als Grundmaterial greift Paiste auf Bewährtes zurück
Die Giant Beats bestehen aus B8 beziehungsweise 2002-Bronze, wie Paiste sie nennt. Das Hammering auf den Oberseiten wirkt sehr gleichmäßig und wird maschinell unterstützt. Was ich ebenfalls interessant finde, ist die unterschiedliche Farbgebung der einzelnen Modelle. Ich bin mir nicht ganz sicher, wodurch das verursacht wird, habe aber gehört, dass Paiste während des Herstellungsprozesses thermische Verfahren einsetzt.
Abgesehen von den Farbabstufungen innerhalb der Modelle und dem prägnanten Logo-Schriftzug finden sich auf keinem der Multi-Becken und Hi-Hat-Modelle Größenangaben. Lediglich die zwei hinzu gekommenen Thin-Modelle tragen den gleichnamigen Stempel und die Hi-Hats den Zusatz „Top“ und „Bottom“. Die Verarbeitungsqualität aller Becken ist makellos, mit runden Mittellöchern und ebenen Kanten.

Gewichtstechnisch befinden sich alle Becken im mittelleichten bis mittleren Bereich, selbst das imposante 26er Multi bleibt deutlich unter 4kg. Die genauen Gewichte aller Testbecken findet ihr wie immer in den Spezifikationen.




