Mit dem MXR Textures bewegt sich der US-amerikanische Pedalspezialist in Richtung ungewöhnlicher Klänge. Per Granularsynthese wird das Eingangssignal hier in seine Bestandteile zerlegt und mithilfe von Time-Stretching, Pitch-Shifting und variabler Ausleserichtung neu zusammengesetzt. Der gewohnte Zusammenhang von Zeit und Tonhöhe lässt sich so aufheben und das Signal entsprechend umfassend umformen und flächiger gestalten. Liebhaber ungewöhnlicher Sounds dürften hier begeistert aufhorchen …

Soundscapes für Gitarristen
Die Granularsynthese ist aus dem Synthesizerbereich längst auf das Pedalboard gewandert. Boutique-Hersteller wie Chase Bliss, Red Panda oder Hologram haben die Technik der Dematerialisierung und Neuzusammensetzung als Mittel für spannende Klänge erkannt – oft allerdings in einer eher gehobenen Preisklasse. Nach dem Pedal Layers stellt MXR mit Textures nunmehr ein zweites digitales Kompaktpedal vor, das granulare Klänge in betont geradliniger Umsetzung liefern soll.
Sechs Regler, jede Menge Sounds
Das MXR Textures kommt im herstellertypischen kompakten Gehäuse und kann wahlweise mit einer Batterie oder einem optionalen Netzteil betrieben werden. Es gibt sechs Regler, vier LEDs, aber kein Display. Direkt regelbar sind die Größe der Audioschnipsel, deren Häufigkeit und Überlappung, eine Verstimmung um bis zu zwei Oktaven, die Intensität der Rückkopplung sowie das Mischungsverhältnis zum Originalsignal.

Hinzu kommen weitere Optionen, die sich über Kurzbefehle aufrufen lassen. Hierzu gehören drei granulare Betriebsarten, Freeze- und Layer-Funktionen, Reverse-Playback und mehr. Das Pedal kann dank TRS-Buchsen voll stereophon eingesetzt werden und bietet einen Eingang für ein Expression-Pedal. Schließlich lassen sich sogar geräteintern acht Sounds speichern und abrufen – allerdings ohne MIDI.

Preis und Verfügbarkeit des MXR Textures
Im Musikhaus Thomann ist das MXR Textures ab sofort für einen Preis von 299 Euro ohne Netzteil bestellbar. Die Lieferzeit für das spannende Pedal liegt derzeit bei sechs bis acht Wochen. Das Warten dürfte sich für experimentierfreudige Gitarristen durchaus lohnen.
Weitere Informationen unter: https://www.jimdunlop.com/mxr-textures-granular-synth-engine/