Mit der Martin Custom Shop 0-18K2 CFM IV gedenkt der US-amerikanische Traditionshersteller der Einführung eines Lack-Finishs auf Nitrozellulosebasis vor exakt einhundert Jahren. Für Westerngitarren war dies seinerzeit eine echte Neuerung, die neue Maßstäbe bei Haltbarkeit, Optik und Fertigungsqualität setzte. Das Modell stammt aus dem hauseigenen Custom Shop und ist weltweit auf einhundert Exemplare limitiert. Rare Ware der Oberliga!

Konstruktion
Die Martin Custom Shop 0-18K2 CFM IV versteht sich als Teil der O’ahu-Reihe. Der Korpus dieses Ausnahmeinstruments orientiert sich an den historischen Concert-Modellen (0-12F), die 1926 zu den ersten Martin-Gitarren gehörten, die mit dem neuen Lacquer-Finish versehen wurden.
Der gesamte Korpus besteht aus massivem geflammtem Koa-Holz aus Hawaii und dürfte allein optisch für offene Münder sorgen. Die Wahl des Materials ist dabei keineswegs zufällig, sondern eine bewusste Hommage an jene historischen All-Koa-Instrumente, die vor einhundert Jahren die Einführung des neuen Finishs markierten. Abgerundet wird das Konzept durch ein Vintage-Gloss-Finish, das sich eng an der Lackierung orientiert, die Martin im Jahr 1926 vorstellte.
Der eingeleimte Hals besteht aus selektiertem Hartholz und trägt ein Griffbrett aus Ebenholz. Hier finden sich auf einer Mensur von 24,9″ insgesamt 20 Bünde, Old-Style-18-Inlays aus Abalone sowie ein Knochensattel. Der Steg besteht ebenfalls aus Ebenholz und ist mit Knocheneinlagen versehen.
Die hauseigenen Mechaniken kommen in einer Messing-Vintage-Optik (Golden Age Relic Brass). Für einen erstklassigen, warmen Ton mit hoher Artikulation soll das von Hand ausgearbeitete Golden-Era-X-Bracing sorgen. Traditionelle Fertigungsmethoden und moderne Präzision gehen hier bewusst Hand in Hand.

Historie
C. F. Martin & Company wurde 1833 in New York gegründet und hat seit 1838 seinen Sitz in Nazareth. Das Unternehmen geht auf den Auswanderer und Instrumentenbauer Christian Frederick Martin aus dem Vogtland zurück.
1859 eröffnete Martin seine erste Fabrik zur Produktion von Gitarren und etablierte sich in den folgenden Jahrzehnten als einer der bedeutendsten Hersteller von Westerngitarren. Das wesentlich von Martin geprägte X-Bracing gilt bis heute als wegweisende Methode zur Stabilisierung einer Stahlsaitengitarre bei gleichzeitig hervorragenden Klangeigenschaften. Die für Westerngitarren absolut richtungsweisende Dreadnought-Bauform produziert Martin zudem seit 1916.
Mit der Einführung eines Lack-Finishs auf Nitrozellulosebasis im Jahr 1926 setzte das Unternehmen einen weiteren Meilenstein. Die neue Lackierung verlieh den Instrumenten eine besonders hochwertige Optik, erhöhte die Haltbarkeit und wurde schnell zu einem prägenden Merkmal vieler Martin-Gitarren. Die ersten Instrumente, die dieses Finish erhielten, waren Koa-Modelle in Concert-Größe – genau an diese Tradition knüpft die Custom Shop 0-18K2 CFM IV an.
Das hohe Fertigungsniveau hat Martin bis heute beibehalten, weshalb der Hersteller seit Generationen als Premiumanbieter von Westerngitarren gilt. Das trifft insbesondere auf die Instrumente aus dem Custom Shop zu.
Was kostet die Martin Custom Shop 0-18K2 CFM IV?
Aufgrund der weltweiten Limitierung auf einhundert Exemplare und der Fertigung im Custom Shop ist die Martin Custom Shop 0-18K2 CFM IV kein Schnäppchen. Das Musikhaus Thomann bietet das Instrument zu einem Preis von 7.799 Euro inklusive Koffer und Echtheitszertifikat aus der Hand von Firmenchef Chris Martin IV an.
Die Lieferzeit wird mit mehreren Monaten angegeben. Eine Linkshänderversion kann bei Bedarf ebenfalls bestellt werden. Allzu lange sollte man bei ernsthaftem Interesse allerdings nicht warten.
Weitere Informationen unter: https://www.martinguitar.com/
