Das Finegear The Dirt Magnet Hybrid Multi-Effektgerät wurde mit zahlreichen Effekten ausgestattet. Am auffälligsten ist das Kassetten Tape-Delay.

Dirt Magnet Effektgerät
Auf der Superbooth 26 wurde auch The Dirt Magnet vorgestellt.
The Dirt Magnet Hybrid-Multi-Effektgerät wurde mit zwei LFOs, einem Rauschgenerator mit Bandpassfilter, einem Crackle-Generator mit Hochpassfilter, einem Ringmodulator, einem VCF sowie einem Kassetten Tape-Delay ausgestattet.
Richtig gelesen: Das Tape-Delay basiert auf Compact-Kassetten, die bis in die späten 1990er-Jahre äußerst populär waren und heute wieder an Beliebtheit gewinnen. Dank der CV-Anschlüsse lassen sich alle Effekte untereinander modulieren oder z. B. an ein Eurorack-System anschließen.
Kassetten Tape-Delay
Der absolute Blickfang des Dirt Magnet ist zweifelsohne das Two-Tap Tape Delay, welches das Band von Compact-Kassetten verwendet. Durch eine transparente Abdeckung lassen sich die Bewegungen des Bandes beobachten. Da Bänder sich abnutzen können, ist es austauschbar. Finegear verspricht, dass das Gehäuse so entwickelt wurde, dass der Austausch des Bandes einfach zu bewerkstelligen ist.
Die Hersteller haben von Haus aus ein Type-I-Band verwendet, also Ferro, weil es dazu tendiert, nicht zu knicken. Es soll aber auch möglich sein, Chrom- und Metallbänder einzusetzen. Diese haben unterschiedliche Klangeigenschaften, welche sich selbstverständlich auf den Gesamtklang des Dirt Magnet auswirken. Die Länge des Bandes wurde von Finegear optimiert, aber es ist möglich, mit unterschiedlichen Längen zu experimentieren.
Es verfügt über einen Stereo-Preamp. Außerdem kann das Feedback mithilfe eines VCA kontrolliert werden. Die Bandgeschwindigkeit ist ebenfalls per CV steuerbar.

Filter und Ringmodulator
Das Filter basiert auf dem VCF des Korg MS-20 Synthesizers. Finegear schätzt den aggressiven Klangcharakter dieses Filters. Die Cutoff-Frequenz lässt sich modulieren. Die Selbstoszillation kann tiefe Bassdrum-Sounds erzeugen.
Ein klassischer Ringmodulator ist ebenfalls vorhanden. Ein Carrier-CV Eingang ist vorhanden.

Rauschen und Knistern
Laut Finegear eignet sich Dirt Magnet, um deiner sterilen DAW echtes analoges Stereo-Rauschen hinzuzufügen. Das passende Rauschen kann mithilfe eines Bandpassfilters eingestellt werden. Der Rauschgenerator kann aber auch sehr musikalisch genutzt werden, indem man beispielsweise mithilfe der LFOs Hi-Hats erzeugt.
Ungewöhnlich ist, dass Dirt Magnet auch mit einem Stereo-Crackle-Generator ausgestattet wurde, denn Knistern könnte man auch mit den LFOs und Rauschen erzeugen. Das Auftreten des Knisterns kann u. a. per CV gesteuert werden. Dieses Modul verfügt ebenfalls über einen Hochpassfilter, um unerwünschte Frequenzen auszublenden. Das Eingangssignal kann mit dem Crackle-Signal vermischt werden.
LFOs
Die beiden digitalen LFOs verfügen über fünf Schwingungsformen. Mit den CV-Anschlüssen können die Effekte automatisch moduliert oder von externen Geräten moduliert werden. Die LFOs synchronisieren sichn mit der MIDI-Clock und LFO 2 verfügt über einen Offset-Parameter.

Preis und Verfügbarkeit
Das Dirt Magnet Effektgerät ist auf der Finegear-Website für 1428,00 Euro erhältlich.
Finegear The Dirt Magnet : Features
2x CV-LFOs
- CV-gesteuerte Geschwindigkeit & Symmetrie
- 1 CV-Ausgang & 1 invertierten Ausgang
- Geschwindigkeitsregler
- 5 Wellenformen inklusive Envelope
- MIDI-Syn
- Phasenoffse
- LFO 2 mit Offset
Stereo Noise
- CV- für Pegel, Frequenz & Bandbreite
- Bandpass-Frequenz
- Bandpass-Bandbreite
- Pegel
Crackle
- Stereo
- CV-gesteuerte Dichte & Pegel
- Hochpassfilter
- Pegel
Ringmodulator
- Stereo
- CV-Carrier-Eingang
- Signal
- Dry/Wet-Mix
VCF
- Vorbild: MS20-VCF
- Stereo
- CV-gesteuerter Cutof
- Resonan
- Selbst-Oszilation
Tape Delay
- Eingangspegel-Regler
- Klangregelung
- CV-gesteuerte Geschwindigkeit & Feedback
- Dry/Wet-Mix-Regler
Links
Die Finegear The Dirt Magnet Website
Bandmaschine als Tape-Delay-Effekt
Eine gewagte These: Kassetten sind die Tonträger der Zukunft























