music2me Test

Die Online-Musikschule music2me bietet Kurse für Klavier, Gitarre und Schlagzeug. Wer online Klavier spielen lernen möchte, findet auf der Plattform technisch aufwändig umgesetzte Kurse für Anfänger und Fortgeschrittene. Wir haben den Online-Klavierunterricht bei music2me getestet.

Unser Fazit:
4,5 / 5
Pro
  • pädagogisch hochwertig
  • sympathische Präsentation
  • technisch sehr aufwändige Umsetzung
  • interaktive Videosteuerung mit Scrollen, Temporegelung und Wiederholung
  • umfangreiches Übungsmaterial (Notenblätter, Playbacks)
  • optimiert für Tablets mit Touchscreen-Bedienung
  • günstiger Abo-Preis mit fairen Kündigungsoptionen
  • 7-Tägiger gratis Testzeitraum
Contra
  • –


Online-Angebote zum Klavier spielen lernen gibt es viele. Das Angebot reicht von unzähligen kostenlosen YouTube-Kanälen bis hin zu kostenpflichtigen Aboprogrammen. Die Online-Musikschule music2me gehört zu letzteren und ist schon seit einer Weile auf dem Markt. Neben Klavierkursen bietet die Plattform auch Gitarrenunterricht an. In diesem Test haben wir unter die Lupe genommen, wie der Klavierunterricht bei music2me gestaltet ist.

Details

Registrierung und Kosten

Wer sich für das Angebot von music2me interessiert, findet auf der Website einige Demo-Videos, in denen gezeigt wird, wie der Unterricht abläuft. Darüberhinaus bietet music2me für sämtliche Abos die Möglichkeit den Unterricht für 7 tage kostenlos zu testen, bevor ein Abo abgeschlossen werden muss.Wenn man sich für music2me entschieden hat, hat man die Wahl zwischen vier verschiedenen Abo-Varianten, aufgeteilt in zwei Leistungsstufen. Einmal gibt es den Einzel-Pass, welcher berechtigt ein Instrument zu erlernen und die Basics beinhaltet. Daneben gibt es den Plus-Pass, der zusätzlich noch die Möglichkeit gibt mehrere Instrumente parallel zu lernen, sowie Zugang zu Live-Classes, deren Aufnahmen und zusätzlichem Lernmaterial bietet.

Das monatlich kündbare Abo kostet beim Einzel-Pass derzeit 19 Euro pro Monat. Wer sich für ein volles Jahr bindet, zahlt dafür 175 Euro für das gesamte Jahr Halbjahr und spart etwa 4,50€ Euro monatlich. Der Plus-Pass kostet in der monatlich Kündbaren Version 29€ im Monat. Auch hier gibt es die Möglichkeit eines Jahresabos für 275€. Damit ist music2me günstiger als die meisten mir bekannten ähnlichen Modelle, was vor allem angesichts des hohen technischen Aufwands der Unterrichtsvideos eine erfreuliche Überraschung ist. Im Vergleich zu traditionellem Klavierunterricht mit einem echten Lehrer kann man die Preise nur als echtes Schnäppchen bezeichnen. Alle Abos verlängern sich automatisch um den jeweiligen Abozeitraum, wobei music2me erfreulicherweise eine “Kulanzzeit” von einer Woche einräumt: Wer vergessen hat zu kündigen, hat noch eine Woche nach der unbeabsichtigten Abbuchung die Möglichkeit dazu und bekommt dann das Geld zurück. Das finde ich ausgesprochen transparent und fair. Zahlen kann man bei music2me per Kreditkarte, Lastschrift oder Paypal.

Exklusiv bei bonedo habt ihr aktuell die Möglichkeit auf ein Abo bei msuci2me richtig zu sparen! In Zusammenarbeit mit music2me gewähren wir euch nochmal 30% Rabatt auf ein Jahresabo und 20% auf die monatlich Kündbare Version. Alles was ihr dafür tun müsst ist den Rabattcode “BONEDO30” beim Abschluss eines Jahresabos oder “BONEDO20” beim Abschluss eines Monatsabos einzugeben.

Fotostrecke: 4 Bilder Das Dashboard zeigt, welche Lektionen auf dem Programm stehen.

Konzept

Wie viele andere Online-Musikschulen setzt music2me auf Videolektionen, die schrittweise aufeinander aufbauen. Insgesamt bietet das Portal mittlerweile über 400 Lektionen, die in verschiedene Kurse für unterschiedliche Schwierigkeitsgrade und musikalische Vorlieben gegliedert sind. Neben einem Einsteigerkurs, der sich an all jene wendet, die noch nie Klavier gespielt haben, findet man im ständig wachsenden Angebot auch weiterführende Kurse und Lektionen zu anspruchsvolleren Stücken aus Klassik, Jazz, Filmmusik und Pop. So kann man sich, nachdem die ersten Schritte getan sind, musikalisch in verschiedene Richtungen orientieren und auch mal in eine neue Stilistik hineinschnuppern. Abgeschlossene Lektionen kann man als “erledigt” markieren, wodurch der Fortschritt im jeweiligen Kurs sichtbar wird. Über den tatsächlichen Lernfortschritt sagt das natürlich nur bedingt etwas aus, aber es hilft, in den Kursen die Übersicht zu behalten.

Die Videos und ihre Steuerung sind technisch sehr aufwändig aufbereitet und umgesetzt. Im Vergleich beispielsweise mit einem YouTube-Video gibt es dadurch viel mehr Möglichkeiten, den Ablauf des Unterrichts zu beeinflussen. Unter anderem bietet music2me eine dynamische Videosteuerung, mit der man frei durch Videos (und damit Übungsstücke) scrollen, die Abspielgeschwindigkeit ändern und einen beliebigen Bereich zur Wiederholung auswählen kann. Wie das in der Praxis funktioniert, sehen wir uns gleich natürlich noch an.

Die meisten Lektionen enthalten zusätzlich zum Video weiteres Begleitmaterial. Fast immer kann man ein Notenblatt herunterladen und ausdrucken. In Lektionen, in denen theoretisches Wissen erworben wird, gibt es oft ein kleines Quiz, mit dem man sich selbst testen kann. Schließlich findet man in einigen Lektionen Playbacks zum Mitspielen. Schon auf den ersten Blick wirkt das wirkt alles sehr gut durchdacht und mit viel Know-how und Liebe zum Detail umgesetzt.

Um den eigenen Fortschritt im Überblick zu behalten sowie spielerisch zu lernen, sammelt man als User XP und kann bei genügend abgeschlossenen Lektionen Level aufsteigen. Ebenfalls gibt es eine Discord-Community für Aboinhaber, in denen man Fragen stellen, Fortschritte austauschen und gemeinsam lernen kann. Die Plus-Pass-Version berechtigt zudem zur Teilnahme an Live Classes mit music2me Gründer Yacine Khorchi. Dieser werden per Live-Stream abgehalten und beinhalten die Chance Fragen zu stellen und weitere Tipps und Tricks zu erlernen. Die Classes werden zudem aufgezeichnet und können jederzeit nachgeschaut werden.

Praxis

Einsteiger-Lektionen

Wie läuft der Unterricht bei music2me nun in der Praxis ab? Beginnen wir am besten ganz am Anfang. Nach dem Einloggen klicke ich oben auf den Reiter “Klavierschule”, woraufhin sich die Kurs- bzw. Modulübersicht öffnet. Ein Klick auf den Kurs “Erste Schritte am Klavier” führt zu den Einsteiger-Lektionen.

Die Übersicht vermittelt schon eine gute Vorstellung davon, was mich im ersten Kurs erwartet. Der Klavierunterricht mit music2me beginnt genau so, wie er wohl in den allermeisten Fällen mit einem echten Lehrer ablaufen würde. Anhand von Übungen und den ersten einfachen Stücken werden die Grundlagen vermittelt, und zwar sowohl technische (Sitzposition, Fingersatz, Pedale…) als auch musikalische (“Musikalphabet”, Artikulationen, die ersten Akkorde…). Die Lektionen bauen aufeinander auf und werden langsam immer anspruchsvoller.

Gleich zu Anfang begegnet uns der sympathische Lehrer Yacine Khorchi, der auch im “Real Life” ein erfahrener Klavierlehrer ist und unter anderem an der deutschen Pop Akademie Frankfurt unterrichtet. Seine ruhige, unaufgeregte Art wirkt etwas nüchterner als andere Online-Schulen, bei denen es mitunter betont “hip” zugeht. Gleichzeitig bekommt man dadurch das angenehme Gefühl, dass man es mit einem kompetenten Lehrer zu tun hat und dass es hier wirklich um Inhalte und Lernerfolge geht und nicht nur um Spaß. Allzu trocken wird es dennoch nie. Den Stil der Präsentation empfinde ich als sehr gut gelungen!

Fotostrecke: 5 Bilder In den Videos werden Noten und zusätzliche Infos eingeblendet.

Technische Umsetzung

Fotostrecke: 4 Bilder Auch ein systematischer Notenlesekurs ist enthalten.

Didaktische Umsetzung

Dass music2me von erfahrenen Lehrern entwickelt wurde, merkt man auch am didaktischen Aufbau der Lektionen. Die berühmte Balance aus “fördern” und “fordern” wird hier nach meinem Empfinden hervorragend getroffen. Einsteiger werden nicht überfordert und kommen schnell zu Erfolgserlebnissen. Gleichzeitig ist es nie zu leicht und die nächste Herausforderung ist immer nur einen Klick weit entfernt.

Viele Lektionen folgen dem bewährten Prinzip, dass die Hände zunächst einzeln geübt werden und dann zusammen. Mit einem kleinen Popup-Menü kann man zwischen den einzelnen Teilen hin und her springen. In anderen Lektionen lässt sich mit dieser “Lektionsübersicht” beispielsweise zwischen Versionen in unterschiedlichen Tempi oder mit bzw. ohne Begleitung wechseln. So kann man den Unterricht selbst an die eigene Art zu lernen anpassen. Auch hier erweist sich music2me als wesentlich interaktiver, als man es bisher von Online-Musikschulen gewohnt war.

Gut gefällt mir auch, wie theoretische Inhalte in den Unterricht eingeflochten sind. Sie werden nicht trocken abgehandelt, sondern tauchen in den Lektionen dort auf, wo man sie gerade braucht. Das Wissen über Tongeschlechter, Akkorde, Intervalle und ähnliche Grundlagen der Musiktheorie eignet man sich auf diese Weise quasi nebenbei an, während man sich mit den Übungsstücken beschäftigt. Theoretische Lektionen werden oft von einem kleinen Quiz begleitet, mit dem man sich selbst testen kann. Auch dem Notenlesen ist ein eigener Kurs gewidmet, der naturgemäß etwas trockener ausfällt als die spielerischen Lektionen. Aber auch hier gilt: Das benötigte Wissen wird einem nicht einfach vorgesetzt, sondern klar strukturiert vermittelt und von praxisnahen Übungen begleitet.

Viele Lektionen bieten zusätzlich eine Lerneinheit zur weiteren Vertiefung. Auch diese sind aufwändig umgesetzt: Immer kann man sich ein Notenblatt herunterladen, zu vielen Übungen gibt es außerdem Playbacks zum Mitspielen. Hier wurde wirklich keine Mühe gescheut und die Fülle an Übungsmaterial ist beispiellos. Wer die nötige Motivation mitbringt, findet bei music2me wirklich alles, was man zum Klavier lernen braucht.

Weiterführende Lektionen

Nachdem man den Grundkurs und den Notenlesekurs absolviert hat, verfügt man über eine solide Basis, um sich an den schwierigeren Kursen zu versuchen. “Solide Basis” ist hier absolut ernst gemeint, denn wenn man die Lektionen bis hierhin motiviert durchgegangen ist und sich die zusätzlichen Inhalte und Übungen zunutze gemacht hat, dürfte der Lernerfolg an diesem Punkt ebenbürtig sein mit dem, den man auch mit einem echten Lehrer erreichen könnte.

Nun ist es Zeit, sich den weiterführenden Kursen zu widmen, wo sich der Schwierigkeitsgrad kontinuierlich steigert. Hier ist es nicht mehr ganz so wichtig, dass man dem Kursverlauf genau folgt; mit zunehmender Fingerfertigkeit kann man sich auch einfach mal ein Stück heraussuchen, das einen interessiert, und sich daran versuchen. Die Reihenfolge der Inhalte und Übungsstücke folgt aber weiterhin einem durchdachten Schema, und wer die Lektionen der Reihe nach absolviert, kann sicher sein nichts zu verpassen. Auch das Prinzip bleibt das Gleiche: Weiterführendes Wissen um theoretische Zusammenhänge, Akkordtypen und ähnliches wird dort vermittelt, wo man es braucht, und in passende Übungsstücke eingebunden.

Sehr positiv ist mir die stilistische Vielfalt der Übungsstücke aufgefallen. In music2me begegnen einem einerseits Klassiker wie die Mondscheinsonate, Für Elise und Bachs Präludium Nr. 1, mit denen schon Generationen von Schülern das Klavierspielen gelernt haben. Im klassischen Bereich bildet “Clair de Lune” von Debussy derzeit wohl das technisch anspruchsvollste Stück. Aber auch jenseits der Klassik kommt man bei music2me auf seine Kosten und andere Lektionen haben zum Beispiel Blues und Boogie Woogie zum Thema. Ein ganzer Kurs widmet sich der Film- und Popmusik, und auch wer am Weihnachtsbaum die Familie begleiten möchte, findet den passenden Kurs. Das Angebot wird zudem ständig erweitert, sodass man immer wieder neue Inhalte vorfindet.

Für mein persönliches Empfinden etwas zu kurz kommt der Themenbereich “Improvisation”. Zwar gibt es hier und da Lektionen, die Ansätze des freien Spiels vermitteln und zum Improvisieren ermutigen, aber insgesamt wird bei music2me doch fast ausschließlich von festen Arrangements ausgegangen. Dazu muss man aber natürlich sagen, dass Improvisation ohnehin schwierig zu unterrichten ist, und online noch einmal ungleich schwieriger. Wer sich dafür interessiert, bekommt bei music2me auf jeden Fall die nötigen Grundkenntnisse, um sich auf eigene Faust daran zu versuchen. Oder man kombiniert music2me mit anderen Angeboten wie zum Beispiel Jojas Piano Akademie, wo die Improvisation eine größere Rolle einnimmt.

Fazit

Die Online-Klavierschule von music2me bietet ein sehr gut durchdachtes, pädagogisch hochwertiges System zum Klavier spielen lernen. Die Inhalte werden sympathisch und kompetent präsentiert und folgen einem klaren Konzept, das langfristigen Erfolg verspricht. In aufeinander aufbauenden Lektionen spielt man nicht bloß Stücke nach, sondern erwirbt auch das dazugehörige Hintergrundwissen zu Grundlagen der Musiktheorie und zum Noten lesen. In zusätzlichen Übungseinheiten kann man das Gelernte vertiefen und bekommt dazu umfangreiches Begleitmaterial wie Notenblätter und Playbacks. Die weiterführenden Kurse reichen bis hin zu anspruchsvollen Stücken aus Klassik, Pop, Jazz und Filmmusik. Äußerst positiv fällt die aufwändige technische Umsetzung mit einer interaktiven Videosteuerung auf, durch die man den Unterricht an den eigenen Lernfortschritt anpassen kann. Mir persönlich ist derzeit kein kompletteres Online-Unterrichtssystem für Klavier bekannt, und obwohl ich anfangs skeptisch war, bin ich doch zuversichtlich, dass dieser Online-Unterricht zu langfristigem Erfolg führen kann. Dabei ist music2me nicht nur ungleich günstiger als ein echter Lehrer, sondern auch im Vergleich mit anderen Online-Angeboten preislich attraktiv. Wer ein längeres Abo abschließt, kann zusätzlich sparen. Dank der überaus fairen Kündigungsoptionen steht einem Ausprobieren also nichts im Wege!

music2me ist ein umfassendes Online-System zum Klavier spielen lernen.
music2me ist ein umfassendes Online-System zum Klavier spielen lernen.
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