Ein Kompressor gehört für viele Bassistinnen und Bassisten mittlerweile zur Grundausstattung. Die Bedienung der kleinen Helferlein stellt für viele in der Praxis jedoch eine Herausforderung dar: Zwischen effektiver Dynamikkontrolle und übermäßiger Klangbearbeitung liegt ein schmaler Grat. Mit dem Steambass präsentiert Thorn Soundlabs einen flexiblen, komplett analogen Bass-Kompressor, der unterschiedliche Kompressionscharaktere in einem kompakten Pedal vereinen möchte, soll er doch sowohl dezente Verdichtung als auch deutlich hörbare Kompression ermöglichen. Dabei verspricht das Pedal eine praxisnahe Bedienbarkeit sowie vielseitige Einsatzmöglichkeiten im Studio- und Live-Betrieb. Ob dieses Konzept aufgeht und wie sich der Thorn Soundlabs Steambass klanglich schlägt, klären wir im heutigen Test.

- transparenter Sound
- großer Headroom für aktive Bässe
- flexibel einsetzbar
- Detail-Regler für Höhen
- tadellose Verarbeitung
- moderater Preis
- keine Specs oder Beschriftungen für die einzelnen Parameter

Wie sind die Maße und das Gewicht des Thorn Soundlabs Steambass?
Der Thorn Soundlabs Steambass ist in einem relativ kompakten und stabilen Metallgehäuse untergebracht, das einen sehr bühnentauglichen Eindruck macht. Die Verarbeitung ist sauber, sämtliche Bedienelemente wirken stabil und langlebig.
Die genauen Maße betragen 94 × 120 × 38 mm und auf der Waage macht sich das Pedal mit 380 g bemerkbar – auf dem Board nimmt der Thorn Soundlabs Steambass also etwas mehr Platz als ein Boss-Pedal im Standardformat ein.
Mit im Karton liegen übrigens zwei großflächige Aufkleber für die Bodenplatte. Der Klettbandaufkleber sichert das Pedal auf einem Pedalboard, und wer das Pedal einfach auf dem Boden platzieren will, verwendet dafür die Gummiaufkleber – die Aufkleber sind also ohne Frage eine willkommene Dreingabe!
Über welche Regler verfügt der Thorn Soundlabs Steambass?
Die komplette Steuerung des analog aufgebauten Kompressor-Pedals erfolgt mithilfe von sechs Reglern auf der Oberseite. Herzstück ist dabei natürlich der Threshold-Regler, mit dem festgelegt wird, ab welchem Eingangspegel die Kompression einsetzt. Über den Amount-Regler wird anschließend die Intensität der Kompression bestimmt – also wie stark das Signal bearbeitet wird.
Darüber hinaus bietet das Pedal direkten Zugriff auf Attack und Release, mit denen sich das zeitliche Verhalten der Kompression einstellen lässt: Attack bestimmt, wie schnell der Kompressor auf Pegelspitzen reagiert, während Release festlegt, wie rasch die Kompression wieder loslässt. Damit deckt der Steambass bereits die grundlegenden Parameter eines klassischen Kompressors ab.
Ein besonderes Feature ist der Detail-Regler, der dazu dient, Höhenverluste auszugleichen, wie sie bei stärkerer Kompression auftreten können. Hierbei handelt es sich im Prinzip um einen Boost-Only EQ-Regler für Hochmitten und Höhen, über die genauen Parameter dieses EQ-Reglers macht die Bedienungsanleitung allerdings keine näheren Angaben. Die Ausgangslautstärke wird schließlich über den Output-Regler angepasst, um Pegelverluste durch die Kompression wieder auszugleichen oder das Signal bewusst anzuheben.
Wozu dient der Auto/Manual-Schalter des Thorn Soundlabs Steambass?
Zusätzlich verfügt der Thorn Steambass über einen Auto/Manual-Schalter. Im Auto-Modus übernimmt das Pedal die Steuerung von Attack und Release automatisch und passt diese dynamisch an das Eingangssignal an – ideal für Anwender, die möglichst schnell zu musikalischen Ergebnissen kommen wollen.
Im Manual-Modus hingegen sind Attack und Release vollständig manuell regelbar, was deutlich präzisere Eingriffe erlaubt. In diesem Modus sind die entsprechenden Regler aktiv, während sie im Auto-Betrieb außer Funktion gesetzt werden. Direkt über dem Fußschalter sitzt eine kleine LED, die ihre Farbe von Blau zu Rot wechselt, sobald die Kompression einsetzt, und entsprechend wieder zurück wechselt, wenn sie ausklingt.

Über welche Anschlüssmöglichkeiten verfügt der Thorn Soundlabs Steambass?
Sämtliche Anschlüsse befinden sich an der Rückseite des Pedals. Hier finden wir die üblichen Input- und Output-Klinken sowie den Anschluss für ein externes Netzteil. Die Stromversorgung erfolgt ausschließlich über ein 9-Volt-Netzteil (Center Negative; nicht im Lieferumfang enthalten), ein Batteriebetrieb ist nicht vorgesehen.
Ganz vorne auf der Oberseite sitzt schließlich ein True-Bypass-Fußschalter zum Aktivieren beziehungsweise Deaktivieren des Effekts, ergänzt durch eine Status-LED, die über den aktuellen Betriebszustand informiert.










