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Zoom TAC-8 und UAC-8 Test

Praxis

Treiber, Class-Compliant, Latenz

Ganz Ungeduldige können mit dem Zoom UAC-8 sofort loslegen – allerdings muss dazu der kleine Schiebeschalter für den Class Compliant Mode auf der Rückseite auf ON gestellt werden. Dann kann das Interface sogar am iPhone verwendet werden!

Fotostrecke: 4 Bilder Fu00fcr die Installation ist leider das Ausfu00fchren zwei getrennter Installer notwendig.
Fotostrecke

MixEFX und die Kopfhörerausgänge

Neben dem Treiber selbst sollte man auf alle Fälle auch noch die MixEFX-Software installieren, denn ohne diese erhält man keinen Zugriff auf das erweiterte Routing, um beispielsweise die Kopfhörerausgänge definieren zu können. Apropos Kopfhörer: Dass diese über keine eigenen Wandler verfügen, finde ich nicht schlimm – zumindest der zweite Kopfhörerausgang lässt sich ja trotzdem individuell belegen. Die Kopfhörerverstärker klingen generell zwar gut, erzeugen aber im oberen Leistungsbereich deutliche Verzerrungen.

Wandlerklang

Der Klang der Wandler und Preamps wiederum ist auf sehr hohem Niveau. Im Vergleich zu meinem RME klingt das TAC-8 und UAC-8 zwar etwas weniger dick und breit, allerdings ist dies auch nur im direkten A/B-Vergleich hörbar. Die Bässe sind knackig, die Mitten präsent und die Höhen detailliert – was will man eigentlich mehr?

Preamps und Gain-Settings

Die Vorverstärker klingen ebenfalls gut und lassen unseren Test-Mikros genügend Raum zur Entfaltung, besonders viel Charakter haben sie allerdings auch nicht zu bieten. Leistungsreserven haben sie jedenfalls genügend und rauschen tuen sie nur äußerst minimal. Etwas schade ist jedoch der Umstand, dass sich der Gain via Drehregler am Gerät nur etwas fummelig und leicht sprunghaft einstellen lässt. 

Audio Samples
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TAC-8 – Acoustic Stereo (R: BPM CR-73 / L: SM57) TAC-8 – Acoustic Mono (BPM CR-73) TAC-8 – Acoustic Mono (SM57) TAC-8 – Bass DI UAC-8 – Acoustic Stereo (R: BPM CR-73 / L: SM57) UAC-8 – Acoustic Mono (BPM CR-73) UAC-8 – Acoustic Mono (SM57) UAC-8 – Bass DI

Via Software ist das Gain deutlich präziser handlebar: Besonders schön, und sonst nur in deutlich teureren Interfaces zu finden, ist das Auto-Gain-Feature, welches deas Gain bei auftretenden Clips automatisch herunterregelt. Gain hochdrehen, Auto-Gain an, einmal beherzt laut ins Mic reinsingen – die Vorverstärkung regelt automatisch runter und ihr seid während des nächsten Takes auf der sicheren Seite und vor Übersteuerungen gefeit! Etwas blöd ist nur der Umstand, dass es keine fixen Gain-Settings für typische Line-Pegel gibt, und man auch bei Stereo-Signalen immer händisch anpassen muss. 

Fotostrecke: 5 Bilder Die MixEFX Settings fu00fcr Line-Out 1/2 u2026
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Nicht ganz so toll ist auch das externe Netzteil. Sicherlich, bei ganz kleinen Interfaces ist der Platz im Gerät für das Netzteil meist nicht gegeben. Bei einem 19-Zoll Gerät wie den beiden Zooms wäre allerdings durchaus Platz für ein internes Netzteil gewesen. Außerdem fehlt den Geräten eine Zugentlastung.

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Profilbild von Yves Spiri

Yves Spiri sagt:

#1 - 12.07.2016 um 08:32 Uhr

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Hallo Felix, vielen Dank für den ausführlichen Test.
Bei Heise wurde der Frequenzgang des TAC-2 abgebildet:
http://www.heise.de/ct/ausg...Kannst du beim TAC-8 eine ähnliche Verfälschung feststellen?
Weisst du, ob es sich bei den beiden Geräten um den selben Wandler handelt?
Würdest du dies als einen Grund sehen, das TAC-8 nicht zu kaufen?Vielen Dank im Voraus und GrussYves

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