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Die besten Audio-Interfaces für Singer/Songwriter

Wer als Singer/Songwriter seine eigenen Songs in möglichst professioneller Klangqualität aufnehmen möchte, der braucht das richtige Equipment! Ein zentraler Bestandteil ist dabei ein Audio-Interface, das den technischen Anforderungen zum Recording von Gesang und akustischer Gitarre gerecht wird.

(Bildquelle: Shutterstock / antoniodiaz)
(Bildquelle: Shutterstock / antoniodiaz)

Inhalte

  1. GENERELLE ÜBERLEGUNGEN
  2. Wie viele Vorverstärker werden benötigt?
  3. Welche weiteren Anschlüsse sind hilfreich?
  4. USB oder Thunderbolt?
  5. DSP-Effekte zum Abhören und/oder Aufnehmen
  6. UNSERE EMPFEHLUNGEN
  7. Universal Audio Apollo X4
  8. Audient iD14 MKII
  9. Focusrite Scarlett 18i8 3rd Gen.
  10. RME Babyface Pro FS
  11. Tascam US-4x4HR

GENERELLE ÜBERLEGUNGEN

Wie viele Vorverstärker werden benötigt?

Die Anzahl der Vorverstärker eines Audio-Interfaces ist natürlich von großer Bedeutung, denn sie entscheidet darüber, wie viele Mikrofone angeschlossen werden können. Für einen Singer/Songwriter im klassischen Sinne sollten es mindestens zwei sein, denn auf diesem Weg lassen sich entweder Gesang und eine Mono-Gitarre gleichzeitig oder aber eine zweifach mikrofonierte Gitarre und Gesang als nachträglicher Overdub aufnehmen.

Fotostrecke: 3 Bilder Zwei Mikrofoneingänge – wie hier beim Audient iD14 MKII – können für Singer/Songwriter ausreichen.
Fotostrecke

Auch wenn es letztendlich eine Geschmacksfrage ist: Gerade in luftigen Arrangements, in denen die akustische Gitarre eine tragende Rolle übernimmt, wirkt eine Stereo-Aufnahme mit ihrer Breite und räumlichen Dimension oft weit attraktiver als ein schlichtes Mono-Signal. Wer gleichzeitig noch singen möchte, der braucht also einen weiteren Mikrofoneingang und muss den Schritt auf die üblicherweise nächstgrößere Ausbaustufe mit vier Preamps machen. Infos zur Mikrofonierung gibt es zum Beispiel in unserem Workshop Akustik-Gitarre aufnehmen.

Vorverstärker ist nicht gleich Vorverstärker. Die internen Preamps günstiger Audio-Interfaces bieten oft einen geringen Verstärkungsbereich von 50 dB oder weniger. Aufnahmen leiser Schallquellen mit dynamischen Mikrofonen, wie man sie in der Regel auf Bühnen und im Proberaum verwendet, können dadurch problematisch werden. Und auch in Hinblick auf den allgemeinen Klang gibt es natürlich Unterschiede. 

Welche weiteren Anschlüsse sind hilfreich?

Zusätzlich zum üblichen Main-Out für Lautsprecher (in der Regel aktive Nahfeldmonitore) und einem Anschluss für Studio-Kopfhörer wird an analogen Verbindungen in der Regel nicht viel benötigt. Wer ab und zu auch einmal zu E-Gitarre oder Bass greift und dabei eine Ampsimulation im Rechner verwenden will, der sollte darauf achten, dass hochohmige Instrumenteneingänge verbaut sind, aber auch das gehört bei den meisten Interfaces (und allen unten folgenden Empfehlungen) standardmäßig dazu.

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Digitale Schnittstellen wie z.B. optische ADAT-Ports sind nicht zwingend notwendig, sorgen aber für Erweiterbarkeit. Wer darüber nachdenkt, sich in Zukunft ein externes Preamp-Modul mit vier oder acht Kanälen und digitalen Ausgängen anzuschaffen, um auch einmal eine kleine Band aufzunehmen, der ist mit einem solchen Anschluss auf der sicheren Seite. Ein integriertes MIDI-Interface ist dagegen vor allem für Tasten-affine Singer/Songwriter interessant.

Fotostrecke: 2 Bilder Das RME Babyface Pro FS bietet mit seiner ADAT-Schnittstelle (rechts im Bild) Erweiterbarkeit um bis zu acht analoge Ein- und Ausgänge. Das interne MIDI-Interface ist in diesem Fall über eine Buchse für ein Breakout-Kabel umgesetzt.
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USB oder Thunderbolt?

Die von den meisten aktuellen Audio-Interfaces bevorzugten Schnittstellen zur Verbindung mit einem Rechner sind USB (in all seinen Variationen ab USB 2.0) und Thunderbolt. Der Punkt, dass USB 3.1 und Thunderbolt 3 das gleiche Steckerformat (nämlich USB Typ C) verwenden, kann ein wenig verwirrend sein, und gerade wenn man einen Windows-Rechner verwendet, sollte man vor dem Kauf eines Thunderbolt-Interfaces sichergehen, dass dieses Protokoll auch wirklich unterstützt wird.
In der Recording-Praxis glänzt Thunderbolt 3 oftmals mit besseren Latenzwerten. Der Punkt, dass auch von vielen aktuellen Produkten noch das gute alte USB 2.0 verwendet wird, zeigt aber, dass der Nutzen der teureren und schnelleren Protokolle im konkreten Fall eines kleinen Audio-Interfaces nicht allzu wesentlich ist. Gerade bei einfachen Singer/Songwriter-Aufnahmen kann man sich in dieser Hinsicht also entspannt zurücklehnen. Übrigens sind beide Varianten auch in der Lage, die Stromversorgung zu übernehmen, was ein weiteres Netzteil und eine weitere Steckdose unnötig macht und damit vor allem im mobilen Bereich für Flexibilität sorgt. Dies wird meist aber nur von den ganz kleinen Interfaces geboten.

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DSP-Effekte zum Abhören und/oder Aufnehmen

Manche Audio-Interfaces bieten einen internen DSP, der faktisch latenzfrei (also ohne nennenswerte Verzögerung durch den angeschlossenen Computer) Effekte berechnen kann. So lässt sich ein Signal schon während der Aufnahme ein wenig veredeln, und ganz unabhängig vom Musikstil kann das eine feine Sache sein.

Fotostrecke: 2 Bilder Das RME Babyface Pro FS bietet einen DSP-basierten EQ, Lowcut, Hall und Delay, um Monitor-Mixes zu verfeinern.
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Da es sinnvoll ist, sich die Klangbearbeitung für die Mixing-Phase aufzuheben, werden solche Effekte meist nur zum Monitoring verwendet und nicht mit aufgenommen. Ein Sonderfall ist in dieser Hinsicht die Apollo-Serie von Universal Audio, die mit ihrer Unison-Technologie die Grenzen zwischen Hardware und Software verwischt und gegebenenfalls die Impedanz eines Eingangs einer im DSP geladenen Preamp-Simulation anpasst. Diese Option ist nicht ganz billig und setzt ein wenig tontechnische Erfahrung oder zumindest ein grundlegendes Interesse voraus, kann aber zu sehr guten Ergebnissen führen.

UNSERE EMPFEHLUNGEN

Universal Audio Apollo X4

Das Apollo Universal Audio Apollo X4 ist ein wahrhaft luxuriöses Audio-Interface für Singer/Songwriter, die über das nötige Kleingeld verfügen. Es nutzt die Thunderbolt-3-Schnittstelle und kommt mit vier Unison-Vorverstärkern (bis zu 65 dB Gain), die im Zusammenspiel mit dem internen Quad-Core-DSP den Klang von legendären Vintage-Preamps und Gitarrenverstärkern nachbilden. In der aktuell angebotenen Heritage-Edition ist eine erweiterte Auswahl der beliebten UAD-Plug-Ins enthalten, die sowohl zum reinen Abhören, zum Recording als auch zum Mixing genutzt werden können.

Das Interface bietet die Möglichkeit, zwei der kombinierten Mic/Line-Eingänge für Instrumente zu nutzen. Weitere analoge Eingänge finden sich aber nur bei den größeren Ausbaustufen der Apollo-Serie. Dank eines ADAT-Ins ist grundsätzliche Erweiterbarkeit gegeben, und ganz abgesehen davon lassen sich Apollo-Interfaces kaskadieren. Es ist also beispielsweise möglich, ein Apollo X4 und ein Apollo X8 gleichzeitig an einem Rechner zu betreiben. Wer über den Kauf nachdenkt, der sollte Ausschau nach den durchaus häufigen und oft sehr attraktiven Sonderaktionen halten, bei denen in der Regel einige der teuren zusätzlich erhältlichen Plug-Ins enthalten sind.

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Audient iD14 MKII

Den mobilen Audio-Interfaces von Audient ist allgemein anzumerken, dass der Hersteller eine gewisse Tradition aus der Fertigung großer Analogpulte einfließen lässt. Beim iD14 MKII handelt es sich um eine mittlere Ausbaustufe aus der iD-Serie, und seine beiden Vorverstärker klingen nicht nur sehr gut, sondern bieten mit bis zu 60 dB auch verhältnismäßig gute Gain-Reserven. Der Instrumenteneingang ist zudem mit einer leicht färbenden JFET-Stufe ausgestattet, die ähnlich wie ein Röhren-Amp reagiert und direkt angeschlossenen E-Gitarren ein kleines Extra an analoger Wärme verleiht.

Auf einen DSP-Chip oder integriertes MIDI verzichtet das USB-3.0-Interface (USB-C). Im Gegenzug läuft das iD14 MKII vollständig bus-powered und bietet einige praktische Zusatzfunktionen. So lässt sich beispielsweise der große Lautstärkeregler nutzen, um nahezu jeden Parameter in einer DAW zu steuern, der mit dem Mauszeiger angefahren wird. Und auch das Umschalten zwischen zwei Speaker-Paaren und das Aktivieren einer Talkback-Funktion sind direkt am Gehäuse möglich. Die Anzahl der Eingänge lässt sich zudem über eine ADAT-Schnittstelle erweitern, wodurch auch umfangreichere Aufnahmen möglich werden. Das enthaltene Software-Paket ist ebenfalls nicht zu verachten und enthält unter anderem eine kleine Version der DAW-Software Cubase und einige virtuelle Instrumente.

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Focusrite Scarlett 18i8 3rd Gen.

Wer ein hochwertiges Audio-Interface mit vier Mikrofonvorverstärkern zum kleinen Preis sucht, der wird mit dem Focusrite Scarlett 18i8 fündig. Das Gain der Preamps liegt bei 50 dB und fällt im Vergleich zum Audient iD14 MKII etwas ab. Für Gesangsaufnahmen mit Kondensatormikrofonen oder das Tracking von direkt angeschlossenen Instrumenten ist dies in der Regel aber noch vollkommen ausreichend. Ein Pluspunkt ist die in der dritten Generation der Scarlett-Serie hinzugekommene, analoge Air-Schaltung, die anliegende Signale bei Bedarf etwas luftiger gestaltet.

Das Scarlett 18i8 ist ein vielseitiges USB-2.0-Interface (USB-C) und bietet neben seinen vier Mic/Line-Eingängen vier weitere Line-ins sowie vier Line-Outs. Auf der digitalen Seite sind koaxiales S/PDIF und ein optischer ADAT-Input vorhanden. Der Erweiterung durch externe Preamps steht also nichts im Weg. Wer eine mobilere Variante mit Stromversorgung über USB sucht, der könnte auch das Scarlett 8i6 oder das Scarlett 4i4 (jeweils zwei Preamps) in seine Auswahl miteinbeziehen.

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RME Babyface Pro FS

Wer als Singer/Songwriter gesteigerten Wert auf Mobilität legt, der erhält mit dem RME Babyface Pro FS ein kompaktes Audio-Interface (USB 2.0), das dank Stromversorgung über USB ohne ein zusätzliches Netzteil direkt am Laptop betrieben werden kann. Es bietet zwei sehr hochwertige Vorverstärker mit bis zu 65 dB Gain, und auch die internen Wandler sind über jeden Zweifel erhaben. Ein interner DSP erlaubt grundlegende Klangformung beim Monitoring und bietet unter anderem einen Send-Effekt für Hall/Delay.

Die beiden Line-Eingänge des Babyface Pro FS können als hochohmige Instrumenteneingänge zum Direktanschluss von Gitarren genutzt werden. Eine Erweiterbarkeit um bis zu acht Kanäle in beide Richtungen ist dank einer entsprechenden optischen ADAT-Schnittstelle gegeben, und auch ein internes MIDI-Interface mit Breakout-Kabel ist vorhanden.

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Tascam US-4x4HR

Beim Tascam US-4x4HR handelt es sich um ein preiswertes Audio-Interface mit vier Mikrofonvorverstärkern, das bus-powered betrieben werden kann. Da das USB-2.0-Interface class compliant ist, arbeitet es auch mit iOS-Geräten, und nur in diesem Fall ist die Verwendung des enthaltenen Netzteils erforderlich. Die internen Preamps bieten einen sauberen Klang bei bis zu 56 dB Gain, wobei zwei der kombinierten Mic-Line-Ins als Instrumenteneingänge genutzt werden können. Die Wandlung läuft bei Abtastraten bis 24 Bit/192 kHz.

Das US-4x4HR ist robust gebaut, bietet unkompliziertes Direct-Monitoring über einen Mix-Regler und verfügt zudem über ein internes MIDI-Interface. Einen internen DSP oder eine ADAT-Schnittstelle zur Erweiterung hat es dagegen nicht an Bord. Das Software-Paket enthält unter anderem die kleine LE-Version der DAW Cubase. Wer nach einer mobilen Budget-Lösung sucht, der sollte sich das Teil einmal genauer ansehen!

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Weiterführende Links

#Die besten Audio-Interfaces für Einsteiger
#Audio-Interface anschließen
#Mikrofon anschließen und einpegeln
#Stimme am PC aufnehmen #Gitarre am PC aufnehmen

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(Bildquelle: Shutterstock / antoniodiaz)

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von Alexander Berger

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