Anzeige

Yamaha FGC-TA Test

Praxis

Das Instrument kommt im Pappkarton nach Hause. Ein Gigbag könnte dem makellos verarbeiteten Instrument vor allem unterwegs einen gewissen Schutz bieten, ist aber nicht im Lieferumfang enthalten. Der Hals ist werkseitig optimal eingestellt und sorgt auf ganzer Länge für eine schnarrfreie Performance, Dead-Notes gibt es nicht. Die Intonation stimmt auf ganzer Länge und große Barrégriffe lassen sich auf dem gewölbten Griffbrett bis zum 10. Bund problemlos intonieren. Der spitze Halsfuß behindert solistische Aktivitäten in den oberen Lagen. Die Werkbespannung mit einem kräftigen 12er-Satz kommt dem Picker und Strummer entgegen.

Die Yamaha FGC-TA überrascht mit einem originellen internen Onboard-Preamp, der mit den Effekten Chorus und Reverb ausgestattet ist.
Die Yamaha FGC-TA überrascht mit einem originellen internen Onboard-Preamp, der mit den Effekten Chorus und Reverb ausgestattet ist.

Der größere Resonanzkörper ist natürlich auch nicht so leicht zu „händeln“. Die Profilverjüngung, die man bei seitlicher Betrachtung der Zarge erkennt, erleichtert ein wenig die Handhabung im Stehen wie im Sitzen.
Die FGC-TA klingt trocken gespielt im direkten Vergleich mit baugleichen Modellen im vergleichbaren Preissegment durchaus passabel. Ein Vergleich mit einer Dreadnought von Martin verbietet sich allerdings. Mit einem frischen 12er-Satz bietet die Fichtendecke einen ausgewogenen Ton mit seidig glänzenden Obertönen und einem Schub im unteren Mittenbereich. Die Decke kommt auch mit größeren Dynamikunterschieden klar, sodass der typische Klangcharakter auch auf unterschiedlichen Dynamikstufen erhalten bleibt. Pickings, vor allem Flatpickings sind leicht im Vorteil.
Der elektroakustische Sound mit interner Verstärkung bildet eine sehr gute Ergänzung zum Naturton. Mehr Pegelzuwachs wird produziert, wenn Volume maximal hochgefahren wird. Für die große Bühne ist das aber zu wenig.
Leider arbeiten die Controller doch ziemlich rigide. Die Effekte ersetzen keinesfalls ein separates hochwertiges und gut ausgestattetes Effektgerät. Hier kann mit dem Chorus-Controller lediglich der Effektanteil gesteuert werden, der Reverb-Conrtoller bietet immerhin optional zwei Hallräume. Der Anteil kann jeweils moderat gesteuert werden.
Eine Klangreglung fehlt, wird aber im Hausgebrauch nicht wirklich vermisst. Auf der Bühne müsste dann ein Akustikverstärker mit Klangregelung oder ein Preamp für Akustikgitarren bereitstehen.

Aufnahme mit zwei Neumann-Mikrofonen (TLM 103)

Audio Samples
0:00
Flatpicking (0:34) – Interne Effekte: Chorus und Hall Fingerpicking (0:46) – Interne Effekte: Chorus Flatpicking (0:22) – Interne Effekte: Chorus und Hall Flatpicking (0:22) – Interne Effekte: dry

Aufnahme mit zwei Neumann-Mikrofonen (TLM 103) und System 70/SRT

Audio Samples
0:00
Ballad (0:52) – Interne Effekte: Chorus und Room

Zwei Gitarren/Aufnahme mit einem Neumann-Mikrofonen (TLM 103)

Audio Samples
0:00
Rhythm (0:23)

Über einen Akustikverstärker oder Studiomonitore produziert der SRT-Piezo erfreulich wenig Schnarzgeräusche.
Aufnahme mit System 70 TransAcoustic + SRT Piezo-Pickup

Audio Samples
0:00
Output (0:22) – Internen Effekte: Dry
Kommentieren
Kommentare vorhanden
Schreibe den ersten Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.