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Hagstrom Siljan II Dreadnought CE Test

Hinter der Bezeichnung Siljan verbirgt sich eine der vier Akustikgitarren-Linien des Herstellers Hagstrom, aus der wir im heutigen Test das Dreadnought-Modell mit Cutaway und Tonabnehmersystem genauer unter die Lupe nehmen möchten. Der ursprünglich in Schweden beheimatete Hersteller begann in den 1920er Jahren mit dem Bau von Akkordeons. Auch wenn man heute den Namen Hagstrom eher mit E-Gitarren verbindet, waren es tatsächlich Akustikgitarren, mit denen man das Produktsegement in den 50er Jahren zunächst erweiterte.

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Nach einer wechselvollen Geschichte kam Anfang der Achtziger Jahre das Aus für den Traditionshersteller. Seit 2005 gibt es wieder Instrumente mit dem charakteristischen Hagstrom-Schriftzug, und seit 2011 findet man in der Produktlinie auch wieder akustische Gitarren. Allerdings werden alle aktuelle Modelle, auch unsere Testkandidatin, in Fernost produziert.

Details

Unsere heutige Testkandidatin kommt in einem einfachen Pappkarton, der neben dem Instrument eine kurze Info-Broschüre zum eingebauten Fishman-Tonabnehmersystem bereithält, das wir später noch genauer beleuchten werden. Außerdem finden sich im Zubehör praktischerweise ein Inbusschlüssel, ein Ersatzsteg sowie ein Ersatz-Saitenpin. Werfen wir als erstes einen genaueren Blick auf den Korpus dieser schön anzuschauenden Dreadnought.
Die in Tobacco Sunburst lackierte Decke besteht aus massiver Sitka-Fichte, Boden und Zargen sind – für diese Preisklasse nicht unüblich – aus laminiertem Mahagoni gefertigt. Verziert wird der Korpus an den Seiten von einem weißen Binding, eine Perlmuttverzierung umkreist das Schallloch.

Fotostrecke: 5 Bilder Die optisch sehr ansprechende Gitarre besitzt eine massive Sitka-Fichtendecke.
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In der oberen Zarge findet der Spieler die Kontrolleinheit des im Instrument verbauten Fishman Isys + Preamp Systems. Dieses enthält einen Piezo-Tonabnehmer unter dem Steg, der über die Kontrollzentrale in den Höhen und Bässen gesteuert werden kann. Neben einem Stimmgerät hat das Preampsystem außerdem die Möglichkeit an Bord, das Signal in seiner Phase zu drehen. Erfreulicherweise wurde die Dreadnought schon mit zwei Gurtpins an Zarge und am Halsfuß ausgestattet.

Fotostrecke: 4 Bilder Ein Fishman Isys + Preamp System mit integriertem Tuner und EQ ist in der Zarge verbaut.
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Steg sowie Griffbrett bestehen aus dem sogenannten Resinator-Wood, das häufig bei den Instrumenten dieses Herstellers zum Einsatz kommt. Hierbei haben wir es mit im Vakuumverfahren miteinander verleimten Holzblättern zu tun, die aufgrund ihrer besonderen Steifigkeit dem Verziehen des Halses zusätzlich entgegenwirken sollen. Der eingeleimte Hals besteht ansonsten aus Mahagoni und ist mit 20 Medium-Bünden versehen. Zur Orientierung sind neben Punkten an der Griffbrettkante auch schlichte, aber dennoch elegant wirkende Perlmuttstreifen an den gewohnten Stellen auf dem Griffbrett eingesetzt.
Die Kopfplatte der Siljan Dreadnought kommt im unverkennbaren Design des Herstellers, bei dem auch die typischen verchromten Tuner nicht fehlen dürfen. Diese arbeiten mit einer Übersetzung von 18:1. Was die Verarbeitung anbelangt, macht unsere Testkandidatin, abgesehen von ein paar ganz kleinen Unsauberkeiten in der Lackierung, einen guten Eindruck.

Fotostrecke: 6 Bilder Die Saiten werden klassisch mit Saiten-Endpins im Steg befestigt.
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