Anzeige
ANZEIGE

Ujam Virtual Pianist Vogue Test

Praxis

Was spielt der Virtual Pianist Vogue?

Selbstverständlich knüpfen wir uns die Factory Presets vor. Die Kategorien lassen bereits erahnen, in welchen Gefilden sich „The Big-Stage Entertainer“ von Ujam wohlfühlt: „Soft & Dark“, „Strong & Bright“, „Pads & Atmosphere“ und „Experimental & Remixed“. Unser Eindruck: Ujam hat die vielfältige Pop-Piano-Literatur gründlich studiert. Zwischen perlenden Arpeggien, melodischen Durchgängen und synkopischen Begleitungen kommt ein wohliges Piano-Feeling auf. Teilweise dringt eine Virtuosität durch, die auch selbst sehr erfahrene Player begeistert. Die Muster könnten von bekannten Titeln stammen, imitieren aber keinesfalls bekannte Klassiker wie „Fallin’“ oder „Bohemian Rhapsody“. Der Schwerpunkt liegt auf Pop, Rock und Romantik mit Anleihen aus Klassik und Filmmusik und einigen effektvollen Remix-Zugaben.

UJam Virtual Pianist Vogue: Browser.
Die mitgelieferte Library inspiriert klanglich wie musikalisch. Wer mag, erstellt eigene Presets und speichert sie auch gleich.

Wie klingt der Player?

Der Virtual Pianist Vogue liefert quasi produktionsfertigen Sound. Wer einen mechanisch hämmernden „Klavierautomaten“ befürchtet, darf getrost aufatmen: Die meisten Klavierphrasen wirken dynamisch und emotional. Einige sind aber bewusst auf „Sequencing“ getrimmt und passen so besser in elektronische Tracks. Die Effekte schaffen eine passende Atmosphäre, auch wenn sie manchmal etwas zu dick auftragen. Das lässt sich aber später beim Mixing schnell ändern. Der Pianosound selbst ist nicht besonders variantenreich. Man kann weder ein Yamaha-CP-Flügel noch ein drahtiges House-Piano nachladen. Das betrachte ich aber nicht als wirkliches Manko – Hersteller Ujam sitzt sicherlich schon an der Planung weiterer Sounds und Styles.

Wo liegen die Stärken?

Objektiv gesehen: Eine wesentliche Stärke von Virtual Pianist ist das schnelle, individuelle Erstellen beflügelnder Pianopassagen. Man kann mit einem Finger klassische Phrasen abfeuern, wie mit einer Begleitautomatik spielen oder die MIDI-Phrasen ins Arrangier-Fenster der DAW ziehen und dort bearbeiten. Dieses Plugins macht Spaß und präsentiert sich letztlich als äußerst produktiv.

Was die klanglichen Vorzüge betrifft, wird es verschiedene Meinungen geben. Für meinen Geschmack sind vor allem die sphärischen und filigranen Pianos das beste Argument, um sich mit Virtual Pianist zu beschäftigen. Ich nenne das Plugin „The Flying Piano“ und sehe den Einsatz von Mainstream-Produktionen – von der Popballade über HipHop oder Chillout bis hin zu Rock oder Trance. Ein konkreteres Bild zu den klanglichen Eigenschaften geben die Audio-Demos. Wir haben einige unserer Favoriten unter den Presets ausgewählt und die Hörbeispiele erstaunlich schnell produzieren können. Im letzten Demo lassen wir den Virtual Pianist zusammen mit dem Virtual Bassist Royal und dem Virtual Drummer Solid ein Playback spielen.

Audio Samples
0:00
02 UJam Virtual Pianist Preset „Pop O Matic“ 03 UJam Virtual Pianist Preset „Clock Is Ticking“ 04 UJam Virtual Pianist Preset „A Light In Sight“ 05 UJam Virtual Pianist Preset „The Cheesy Ballad“ 07 UJam Virtual Pianist Preset „Floating” 08 UJam Virtual Pianist Preset „Occupied Gentleman“ 09 UJam Virtual Pianist zusammen mit Virtual Bassist und Virtual Drummer
Kommentieren
Kommentare vorhanden
Schreibe den ersten Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.