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Tascam DR-07 Test

Praxis

Der kleine DR-07 zeichnet Stereodateien mit maximal 48 kHz und 24 Bit auf.  Aufnahmeformat ist wahlweise WAV oder MP3 mit einer Kompression von 32 bis 320 Kbit pro Sekunde. Dabei dient entweder das eingebaute Elektret-Kondensatormikro, der Line-Eingang oder ein über die Mic-In-Buchse angeschlossenes Mikrofon als Aufnahmequelle. Diese Quellen können nicht miteinander kombiniert werden. Der Eingangspegel des Aufnahmesignals kann zunächst grob zwischen Low, Mid oder High voreingestellt werden, bevor man über das Rec-Level-Drehrad den Pegel noch genauer justiert. Die Aufnahmen werden entweder in eine Stereodatei oder in Dual Mono geschrieben. Wer tieffrequente Signalanteile gerne unterdrücken möchte, kann das Low Cut Filter bei wahlweise 40, 80 oder 120 Hz bemühen, unvorhersehbare Pegelspitzen fängt ein zuschaltbare Limiter ab. Die Auto Level Control Funktion arbeitet träger als der Limiter und empfiehlt sich daher nicht für die Aufnahme von Musik, sondern eher für Interviews oder Konferenzen.

Mit einer zuschaltbaren Aufnahmeverzögerung von 10 ms wird das “Einschaltgeräusch”, also der Gehäusekörperschall, der beim Druck auf den Record-Button entsteht, unterdrückt. Im Gegensatz dazu arbeitet die Pre-Record Funktion: Ist sie aktiv, werden der Aufnahme nachträglich die letzten beiden Sekunden vor Aufnahmebeginn vor die Datei gehängt. Dies ist dann sinnvoll, wenn man versehentlich zu spät die Aufnahme startet. Wichtige Ereignisse können auf diese Weise doch nicht verloren sein, vorausgesetzt, sie liegen höchstens zwei Sekunden vor dem Aufnahmebeginn. Während einer laufenden Aufnahme kann man manuell eine neue Datei erzeugen, die Aufnahmen können aber selbstverständlich auch später geteilt werden. Es ist außerdem möglich, eine bestimmte maximale Dateigröße zu definieren. Wird diese bei der Aufnahme erreicht, erzeugt der DR-07 automatisch eine neue Datei.

Und so klingt es, wenn man mit dem DR-07 aufzeichnet:

Audio Samples
0:00
Drums Vocals u0026 Guitar Outdoor

Extras

Es gibt noch ein paar kleine, aber feine Funktionen, die an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben sollen. “Übungsfunktionen” nennt Tascam diese Spielarten der Wiedergabe, die nicht nur Musikern beim Abhören einer Aufnahme hilfreich sein können. Zum einen wäre da die variable Speed Audition zu nennen, bei der die Wiedergabegeschwindigkeit einer Audiodatei zwischen 50 und 116 % betragen kann, ohne dabei die Tonhöhe zu beeinflussen. Außerdem gibt es die Key Funktion, mit deren Hilfe sich die Tonhöhe des Audiomaterials um bis zu sechs Halbtonschritte auf- oder abwärts anpassen lässt, ohne dabei die Wiedergabegeschwindigkeit zu ändern. Playbacks sind so leicht in eine andere Tonart zu transponieren, wobei sich die Qualität auch dann noch durchaus hören lassen kann. Mittels einer Wiedergabeliste kann man die Dateien auf der Speicherkarte in eine gewünschte Reihenfolge bringen. Besonders einfach gestaltet sich auch die Loop-Wiedergabe, die es ermöglicht, einen bestimmten Bereich innerhalb einer Aufnahme zu markieren und diesen in einer Schleife wiederzugeben. Während der Wiedergabe der Datei klickt man einmal für den Anfangspunkt und ein zweites Mal für den Endpunkt. Der Loop sitzt und wird abgespielt. Das ist praktisch und kinderleicht!

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