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Tannoy Gold 7 Test

Tannoy Gold 7: Wer ein sehr preiswertes Paar Aktivmonitore sucht, wird bei der Recherche irgendwann auch über Tannoy stolpern.

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Die Gold 5 konnten im Test durchaus überzeugen. Vor allem, wenn man bei geringen Hörabständen ein sehr differenziertes Stereobild benötigt, werden sie in die engere Wahl kommen.

Details & Praxis

Unterschiede und Gemeinsamkeiten

Die Tannoy Gold 7 in diesem Review unterscheiden sich in wesentlichen Punkten nicht von der Gold 5: Es sind ebenfals Koaxialspeaker, bei denen der Hochtöner im Zentrum des Tiefmitteltöners sitzt, arbeiten nach dem Bassreflexsystem und sind mit einer eigenen Verstärkung ausgestattet. Auch die Eingänge und Regelmöglichkeiten sind identisch mit dem kleineren Speaker. Das Gehäuse, der Hochtöner sowie der Basstreiber sind jedoch etwas größer dimensioniert. Innerhalb einer Lautsprecherserie verfügen die etwas größeren Ausgaben dann meist über eine Kombination von geringerer unterer Grenzfrequenz und höheren Pegeln. So ist es auch hier: Die Tannoy Gold 7 spielen laut Datenblatt ab 65/46 Hz (-3/-10 dB; Gold 5: 70/49 Hz) und besitzen eine max. SPL von 110 dB SPL (Gold 5: 107). Natürlich sind die Tannoy Gold 7 ein wenig schwerer (9,4 kg) und größer (36 x 22 x 29 cm). Es geht übrigens auch noch größer: Die Tannoy Gold 8 sind “Top of the Range”.

Fotostrecke: 8 Bilder Besonders dafür steht Tannoy: Koaxialsystem mit HT-Treiber im Zentrum des Tiefmitteltöners.
Fotostrecke

Zahlen in Lautsprecherbezeichnungen verweisen meist auf den Durchmesser des größten Treibers. Da aber neben Fünfzöllern und Achtzöllern nicht Siebenzöller, sondern üblicherweise Sechseinhalbzöller liegen, müssen ich die Hersteller etwas einfallen lassen. Statt wie bei Focal mit 50 und 65 zu arbeiten, rundet man bei Tannoy einfach trotz Sechseinhalber auf die Sieben auf, womit ich absolut d’accord bin. Im tiefen Waveguide sitzt wie gehabt der Einzoll-Titantreiber. Angetrieben wird auch ei der Tannoy Gold 7 mit Class-AB-Design, allerdings mit einer Gesamtleistung von 300 Watt (Gold 5: 200 Watt). Wie fast alle sehr günstig zu kaufenden Monitore sind auch die Tannoy Gold 7 ein in China hergestelltes Produkt.

Die Gold 7 sind die mittelgroßen Speaker der Serie.
Die Gold 7 sind die mittelgroßen Speaker der Serie.

Charaterliche Ähnlichkeit groß

Natürlich sind die generellen Charaktereigenschaften der Tannoy Gold 7 mit denen der Gold 5 vergleichbar – denen wir ein ausführlicheres Review spendiert haben. So können ebenfalls geringe Hörabstände genutzt werden und die Speaker zeichnen eine wundervoll akkurate Bühne, die in diesem Preissegment alles andere als selbstverständlich ist. Und weil auch der Hochtöner identisch ist mit denen in den anderen Tannoy Gold verbauten, sind auch dort keine Unterschiede zu hören. Die Tatsache, dass ein Hochtönertreiber eine höhere Leistung abrufen kann, macht sich dann und wann in gesteigerter Klarheit, höherer Detailtreue und besserer Feindynamik bemerkbar, doch bleiben diese Unterschiede hier aus. Vielleicht heben sich die Unterschiede dadurch auf, dass der Hochtöner durch die Trennung vom Tiefmitteltöner bereits bei 1,5 kHz (Gold 5: 2 kHz) mehr zu tun hat und durch den größeren Durchmesser eine größere Masse besitzt.

Fotostrecke: 4 Bilder Der Hochtöner ist bei 1,5 kHz getrennt.
Fotostrecke

Bass: Pro und Contra

Den gesteigerten Tiefgang merkt man den Tannoy mit dem 6,5”-Treiber durchaus an. Im Mixing ist es dadurch besser möglich, Bass und Bassdrum zu beurteilen, wenngleich das größere Gehäuse, der größere Treiber und das tiefer abgestimmte Bassreflexsystem dafür sorgen, dass die Wiedergabe im unteren Frequenzbereich etwas weniger direkt arbeitet als mit den kleineren Vertretern. Auch unabhängig von den Umständen der Aufstellung schien es den Gold 7 gut zu tun, wenn sie im Bass leicht abgesenkt wurden und dadurch etwas knackiger spielen konnten.

Fazit

Auch die Tannoy Gold 7 sind durchaus gelungene Koax-Monitore für einen selbst im Vergleich zu den supergünstigen Gold 5 immer noch erschreckend günstigen Preis. Trotzdem würde ich persönlich bei den meisten Anwendungen eher zu den kleineren Tannoy greifen. Diese gefallen vor allem deswegen minimal besser, weil sie etwas knackiger und tighter im Bass arbeiten (aber natürlich nicht so tief hinunter reichen).

Unser Fazit:

Sternbewertung 4.5 / 5

Pro

  • unschlagbares Stereobild für diese Preisklasse
  • sehr preiswert
  • ordentliche Klangeigenschaften

Contra

  • minimal schwammiger als Gold 5
Artikelbild
Tannoy Gold 7 Test
Für 245,00€ bei
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Features & Spezifikationen
  • Zweiwege-Koaxial-Aktivmonitor
  • 6,5″ Tieftonchassis, 1″ Titankalotte
  • Trennfrequenz 1,5 kHz
  • Frequenzbereich (+/- 3 dB): 65 Hz – 20 kHz
  • maximaler Schalldruckpegel: 110 dB SPL
  • Regler: HF, LF, Input Level
  • Inputs: XLR, TRS, Miniklinke (mit Thru)
  • Auto Stand-By
  • Bi-Amped 300 Watt Class-AB
  • Maße: 357 x 221 x 288 (HxBxT in mm)
  • Gewicht: 9,4 kg
  • Preis: € 195,– (Straßenpreis am 6.7.2021)
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von Nick Mavridis

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