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Rodenberg SL-OD Overdrive Steve Lukather Signature Test

Praxis

Für die folgenden Aufnahmen habe ich meine Music Man Reflex in Verbindung mit einem Marshall JVM 410 Topteil und einer Universal Audio OX Box aufgenommen. Den Amp habe ich schmutzig clean eingestellt und in der OX Box eine mit Vintage 30 Speakern bestückte Box ausgewählt.
Los geht es mit dem puren Amp-Sound, anschließend ist der Low Gain Channel mit allen Reglern in der Mittelstellung zu hören. Im Beispiel danach aktiviere ich den Bassschalter.

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Amp Pur Low Gain Ch All Mid Bass OFF Low Gain Ch All Mid Bass

Das Grundsignal der Gitarre tritt beim aktivierten Pedal deutlich und transparent in Erscheinung, wobei der Bassschalter sich zwar nicht unbedingt hörbar zeigt, beim Spiel aber sehr wohl fühlbar und den Sound spürbar andickt.
Klanglich geht das Pedal deutlich in Richtung Tube Screamer und ich bin gespannt, wie sich der Gain-Regler in unterschiedlichen Positionen bemerkbar macht. Dazu drehe ich ihn pro Durchgang von der Minimal zur Mittel- und abschließend in die Maximalstellung.

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Low Gain Ch Gain Check Min Mid Max

Der Low-Gain-Kanal des SL-OD liefert selbst in der Maximalstellung einen durchsichtigen Crunch-Zerr, der, wie bereits erwähnt, das Direktsignal deutlich herausstellt.
Ich wiederhole den Vorgang jetzt mit dem Tone-Regler.

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Low Gain Ch Tone Check Min Mid Max

Auch der Tone-Regler generiert eine ganze Reihe unterschiedlicher Klanganmutungen, lässt sich aber auch in den beiden Extremeinstellungen sehr musikalisch einsetzen, ohne den Klang zu verbiegen.
Weiter geht es mit dem High Gain Channel und ich drehe alle Regler auf 12 Uhr. Im zweiten Audiofile kommt der aktivierte Bassschalter hinzu.

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High Gain Ch All Mid Bass OFF High Gain Ch All Mid Bass

Hier geht es wesentlich zerriger ans Werk, aber auch dabei ist der Direktsound klar auszumachen und sorgt für Transparenz. Wie im Low-Gain-Kanal generiert der Bassschalter beim Spiel mehr Druck, was man gerade bei den Attacks hören kann. Um das besser auszumachen, empfehle ich an dieser Stelle einmal, einen Kopfhörer aufzusetzen.
Natürlich darf auch hier eine nähere Untersuchung von Gain- und Tone-Regler nicht fehlen, die ich erst ganz nach links, dann in die Mitte, und abschließend ganz nach rechts drehe.

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High Gain Ch Gain Check Min Mid Max High Gain Ch Tone Check Min Mid Max
Das Rodenberg SL-OD beinhaltet drei Pedale in einem Gehäuse und bietet extrem flexible Soundmöglichkeiten.
Das Rodenberg SL-OD beinhaltet drei Pedale in einem Gehäuse und bietet extrem flexible Soundmöglichkeiten.

In der Maximalstellung des Gain-Reglers kommt ein kräftiger Zerrsound zustande, der unbearbeitete Direktsound liefert die benötigten Attacks, um dem Klang Kontur zu verleihen.
Jetzt ist die Boost-Stufe an der Reihe. Zuerst ist wieder der Amp ohne Pedal zu hören, anschließend aktiviere ich den Boost, und auch hier betätige ich im letzten Beispiel den Bassschalter.

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Amp Pur Boost Ch All Mid Bass OFF Boost Ch All Mid Bass ON

Der Boost pustet die Vorstufe meines Amps ganz ordentlich an und sorgt für wunderbare Crunchsounds. Der Bassschalter arbeitet wie bei den anderen Kanälen subtil, aber spürbar, und sorgt für einen Extraschub.
Da die Boost-Stufe ebenfalls über einen Tone-Regler verfügt, möchte ich herausfinden, wie sich der im Klang bemerkbar macht. Wie immer drehe ich das Poti von ganz links über die Mittel- hin zur Maximalstellung.

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Boost Ch Tone Check Min Mid Max

Auch der Tone-Regler erlaubt ein feinfühliges Justieren des Klangs und zeigt sich ausgesprochen effektiv. So kann man beispielsweise einem in den Höhen unterbelichteten Amp auf die Sprünge helfen und seinen Klang auffrischen.
Im nächsten Beispiel aktiviere ich den Boost-Schalter im zweiten Durchgang.

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Boost Ch Boost OFF/ON

Dieser Boost-Schalter bietet eine weitere Portion Schub und verdichtet das Signal noch mehr, was einen ganz eigenen Klang generiert, den die beiden Kanäle zuvor nicht liefern konnten.
Das wiederum erweitert das Einsatzgebiet des SL-OD erheblich, was gerade im Studio immer gern gesehen beziehungsweise gehört wird.
In den nächsten Beispielen kombiniere ich den Low-Channel mit dem Boost, danach ist der High-Gain-Kanal mit dem Boost an der Reihe.

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Low Gain+ Boost all Mid High Gain + Boost all Mid

Hier spielt das Pedal voll auf und liefert durch und durch kraftvolle Sounds, so wie man es von seinem Namensgeber kennt. Es ist eine wahre Freude auszuloten, wie der jeweilige Kanal mit dem Boost zusammen interagiert.
Lukather ist ja für seinen zwar stark verzerrten, dabei aber trotzdem knackigen Crunch- und Leadsound bekannt, den das Pedal durchaus zu liefern vermag. Die Attacks meiner mit Humbuckern bestückten Gitarre schmatzen jedenfalls, was das Zeug hält. Sehr schön!
Natürlich interessiert mich auch, wie sich das Pedal mit einem ordentlich angezerrten Amp verhält. Wieder ist erst der Amp pur, dann sind alle drei Kanäle des Pedals nacheinander zu hören.

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Amp Pur Low Gain High Gain Boost

Interessanterweise ändert sich das Klangbild des Pedals am zerrenden Amp deutlich, klingt in meinen Ohren aber keinen Deut schlechter, nur eben anders. Ich bin sicher, dass es je nach Amp auch ganz unterschiedliche Klangresultate erzeugt. Hier kann es voll und ganz überzeugen, denn der Charakter des Amps wird noch deutlicher in Szene gesetzt und bekommt quasi eine Frischzellenkur.

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