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Reggae-Bassist Robbie Shakespeare stirbt mit 68 Jahren

Kaum ein Musiker hat den Reggae derart nachhaltig geprägt wie Robbie Shakespeare – so nachhaltig, dass sich sein Schaffen auch massiv auf andere Stile ausgewirkt hat. Robbie Shakespeare, der Bassist des weltbekannten Rhythmus- und Produzentengespanns Sly & Robbie, arbeitete mit Reggae Stars wie Peter Tosh oder Black Uhuru, aber auch mit Pop- und Rockgrößen wie Bob Dylan, Joe Cocker, Mick Jagger, Grace Jones, Sinead O’Connor oder Cindy Lauper. Am 8. Dezember ist Robbie Shakespeare im Alter von 68 Jahren im US-Bundesstaat Florida verstorben.

Robbie Shakespeare verstarb 68jährig in Florida (Bildquelle: www.youtube.com/watch?v=bWlQXunQXlo)
Robbie Shakespeare verstarb 68jährig in Florida (Bildquelle: www.youtube.com/watch?v=bWlQXunQXlo)

Der Tod des Musikers wurde vom Ministerium für Kultur in Shakespears Heimat Jamaika öffentlich gemacht. Die Todesursache wurde zwar nicht bekannt gegeben, doch nach Zeitungsberichten war der einflussreiche Bassist zuletzt aufgrund von Nierenproblemen im Krankenhaus behandelt worden.
Robbie Shakespeare wurde 1953 im jamaikanischen East Kingston geboren. Schon in frühen Jahren wurde ihm die Ehre zuteil, von Reggae-Legende Aston “Family Man” Barrett (später Bassist bei Bob Marleys Band The Wailers) unterrichtet zu werden.
1973 traf er seinen kongenialen Rhythmuspartner, den Schlagzeuger Sly Dunbar. Die beiden harmonierten auf Anhieb und wurden schnell zum gefragtesten Bass-Schlagzeug-Team Jamaikas. Bekannt wurden sie unter dem Namen “Riddim Twins”, fungierten als feste Musiker für das “Channel One Studio” und gründeten ihr eigenes Label “Taxi Records”.
In den 1970er-Jahren spielten Sly & Robbie auf Alben von nahezu allen namhaften Reggae-Künstlern Jamaikas, darunter Peter Tosh, Dennis Brown, Barrington Levy oder Gregory Isaacs. Ein neues Level der Popularität erreichten sie mit der stilprägenden Reggae-Band Black Uhuru, und Chris Blackwell, Chef von “Island Records”, empfiehl die beiden im Jahr 1981 für das Grace-Jones-Album “Nightclubbing” – diese Zeit war der Startschuss für eine beispiellose internationale Karriere!
In den frühen 80er-Jahren experimentierten Sly & Robbie als Produzenten vermehrt mit elektronischen Beats und Klängen – ein neuer hipper Sound entstand, der dem Team nicht nur in Jamaika weitere Beachtung einbrachte. In der Folge spielte das Duo für Stars wie Bob Dylan, Mick Jagger, Yoko Ono, Jackson Browne, Carly Simon oder Sinead O’Connor. Weltweit erfolgreich waren Sly & Robbie auch in den 2000er-Jahren, unter anderem mit dem Remix des Britney-Spears-Hits “Piece Of Me”.
Ruhe in Frieden & DANKE für deine umwerfenden Grooves, Robbie!

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Robbie Shakespeare verstarb 68jährig in Florida (Bildquelle: www.youtube.com/watch?v=bWlQXunQXlo)

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von Lars Lehmann

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