Anzeige

Play-Alike Jeff Waters – Gitarren Workshop

Jeff Waters ist Kopf und Aushängeschild der Metal-Band Annihilator. Gemeinsam mit dem Sänger John Bates rief er das Projekt im Jahr 1984 ins Leben und spielte das erste Demo im Alleingang ein- und zwar alle Instrumente! Das erste offizielle Band-Album „Alice In Hell“ erschien 1989 und besitzt in der Metal-Szene mittlerweile Kultstatus. In der Folgezeit tourte die Band zusammen mit Judas Priest und Pantera, nahm weitere Alben auf und erspielte sich im Laufe der Jahre eine respektable Fangemeinde.

(C) www.BSpix.fr
(C) www.BSpix.fr

Obwohl die Band musikalisch wirklich hervorsticht, erreichte sie nie den Status von Acts wie Metallica, Iron Maiden oder Megadeth. Zwar hätte Jeff Waters die großen Stadien spielen können, denn er wurde zwei Mal gefragt, ob er als zweiter Gitarrist neben Dave Mustaine bei Megadeth einsteigen wollte, doch lehnte er jedes mal ab, um sich weiterhin mit Nachdruck um sein eigenes Projekt kümmern zu können. Und da Jeff keine halben Sachen macht, tat er dies so intensiv, dass mittlerweile sage und schreibe 15 Annihilator-Alben in den Regalen auf Kundschaft warten.
Auch die Arbeit zur neuen Scheibe ist mittlerweile abgeschlossen. Laut Jeff wird der Silberling im Frühjahr nächsten Jahres veröffentlicht werden. Eine Kostprobe davon gibt es demnächst hier.

Auf seiner Workshop-Tour für Hughes & Kettner, deren Coreblade-Amp er mittlerweile ausschließlich benutzt, machte der Ausnahmegitarrist im November einen Zwischenstopp in Hamburg. Wir nutzten die Gelegenheit zu einem mehrteiligen Video-Workshop, der nicht nur Metaller in Wallung bringen dürfte.

Workshop

Jeff Waters ist spieltechnisch wie musikalisch ein absolutes Komplettpaket. Dass dies nicht von ungefähr kommt, kann man sich sicher denken. Auch Mr. Waters hat im Laufe der Jahre natürlich so manchen Trainingskilometer auf seinen Instrumenten abgerissen. Worauf er dabei besonderen Wert legt und wie er seinen extrem direkten Vorzeige-Metalsound kreiert – all das erfahrt ihr hier und jetzt aus erster Hand.
Genug gelabert! Lassen wir Jeff endlich höchstselbst zu Worte kommen.

Im ersten Clip spricht Jeff über seine bevorzugten Arbeitswerkzeuge und gibt Tipps zum Einstellen des klassischen Annihilator-Metal-Gitarrensound. Ausserdem erläutert er seine unterschiedlichen Setups für Studio und Bühne.

Metal-Gitarre á la Jeff Waters ist Hochleistungssport. Da ist ein entsprechendes Warm-Up ein absolutes Muss. Wie der Meister sein Aufwärmprogramm bestreitet, erklärt er im folgenden Clip.

Hier noch die Noten und Tabs zum im Clip vorgstellten Spider Walk. Aber bitte nicht stolpern!

Warm-Up Übung: Spider Walk
Warm-Up Übung: Spider Walk

Nachdem wir uns mit dem typischen Annihilator-Sound und einigen heißen Aufwärm-Übungen vergnügt haben, wollen wir Jeff etwas genauer auf die flotten Finger schauen.
Jeff hat einen tighten, schnellen Anschlag. Im folgenden Videoclips zeigt er euch sehr detailliert wie er diese Technik entwickelt hat. Außerdem gibt es Tipps zum Metal-mäßigen Palm Mute Spiel, zur Greiftechnik der linken Hand und zum Abdämpfen der Saiten bei hohen Gain und Lautstärke-Einstellungen.

Im nächsten Clip spricht Jeff über seine wichtigsten “Helden” und zeigt euch zwei seiner beliebtesten Solo Licks.

Hier die Noten/Tabs zu den Licks:
Glenn Tipton Lick – Tempo und Rhythmik sind frei interpretierbar.

Teil2_TiptonLick

Randy Rhoads Lick – Auch hier sind Tempo und Rhythmik frei interpretierbar.

Teil2_RhoadsLick

Der nächste Teil unseres Jeff Waters Video-Workouts ist vielleicht der vielseitigste des gesamten Workshops. Nicht genug, dass uns der Ausnahme-Gitarrist in die Geheimnisse seines Solo-Spiels einweiht. Er erklärt auch seine Methode, Songs zu schreiben und demonstriert das Ganze anhand des wohl beliebtesten Annihilator-Songs “Allison Hell”. Was will man eigentlich mehr?! Die Woche ist auf jeden Fall schon mal gerettet!
Obwohl er von sich behauptet, eher ein Rhythm-Player zu sein, besticht Jeff mit lichtschnellen Riffs und Lead-Parts. Im folgenden Video werfen wir einen Blick auf den Lead-Gitarristen Jeff Waters und sein persönliches Verhältnis zu Skalen und Licks. Außerdem erfahren wir Details zu seinem Ansatz beim Solo-Spielen und lernen seine extrem wirkungsvolle (und simple) Technik zum Arrangieren von Double Lead Parts kennen.

Songwriting

Der eine schreibt alle Songs und Riffs auf einer Akustik-Gitarre, der andere wiederum spielt lieber mit der Band und lässt sich von seinen Mitmusikern inspirieren.
Wie sieht es im Hause Waters aus? Im nächsten Clip gibt Jeff detailliert Auskunft darüber, wie er seine Songs schreibt und welche technischen Hilfsmittel er dafür benötigt.

Allison Hell

Der Song “Allison Hell” ist bei den Fans einer der beliebtesten, wenn nicht sogar DER beliebteste Annihilator-Song. Zu finden ist er auf dem Debüt-Album “Alice In Hell” von 1989. Die Nummer ist sehr komplex und beinhaltet verschiedene Riffs in unterschiedlichen Tempi. Im folgenden Clip zeigt euch Jeff die wichtigsten Parts und spielt sie sogar langsam.

Und die Noten als PDF:

Nun gewährt Jeff Waters einen intensiven Blick hinter die Kulissen der Annihilator Songs”Set The World On Fire”, “Wicked Mystic”, “Never Neverland” und “Operation Annihilation”.
Und da er dabei nicht nur coole Riffs schmieden wird, sondern auch Solo-mäßig einiges zu bieten hat, empfehlen wir euch dringend eure Finger im Vorfeld auf Betriebstemperatur zu bringen. Ob es ausreicht die Hände kurz mal in die Taschen zu stecken? Wohl eher nicht! Wir empfehlen ein intensives Warm-Up beim “Fernsehen”. Und wenn ihr euch dann noch die Noten ausdruckt, seit ihr bestens vorbereitet. Hier kommen sie schon:

Set The World On Fire

Im ersten Clip zeigt Jeff einen seiner Lieblingsakkorde. Das dieser im Main Riff von “Set The World On Fire” vorkommt, freut natürlich ganz besonders!

Wicked Mystic

Im nächsten Riff wird ordnungsgemäß auf’s Gaspedal getreten. Schnelles Riffing im Intro des Songs Wicked Mystic ist angesagt. Und natürlich gibt’s auch das Intro-Solo im typischen Jeff Waters Style und coolen High Speed Licks.

Never Neverland

Jetzt kümmert sich Mr. W um die wichtigsten Parts des Annihilator Songs “Never Neverland”. Im Intro bleibt es noch ruhig und es werden Akkorde mit Cleansound gespielt. Aber dann geht es richtig zur Sache. Das Main-Riff arbeitet abwechselnd mit der leer gespielten E-Saite und einem Flageolett-Ton (ebenfalls auf der E-Saite). Schaut euch das Video an, denn Jeff erklärt genau wie es gespielt wird.

Operation Annihilation

Im letzten Clip der aktuellen Workshop-Ausgabe knallt es noch einmal ganz gewaltig. Codename: Operation Annihilation! Aber keine Sorge: Lebensgefahr besteht definitiv nicht!
Achtung: Die Gitarre ist in Drop D Tuning gestimmt. Die tiefe E-Saite wird also zwei Halbtöne nach unten, auf “D”, getuned.

Der Einsatz von Effekt-Pedalen

Jetzt wird’s noch einmal so richtig “romantisch”. Neben intensiven Anregungen zum Einsatz von Effektpedalen im Metal, versorgt Annihilator-Mastermind Jeff Waters die Gemeinde mit wichtigen Tipps für eine tightere Rhythmus-Arbeit.
Außerdem verrät uns Jeff, was man tun muss, um ein guter Metal-Gitarrist zu werden.
Beginnen wollen wir aber mit Tipps und Tricks zum Einsatz von Effekten. Jeff, leg los!

Wie wird man ein amtlicher Metal Gitarrist?

Famous last words! Jeff ist ein absoluter Vollblut-Musiker. Im folgenden Clip lässt er uns an seiner Vergangenheit teilhaben und erzählt, was alles von Nöten ist, um ein richtig amtlicher (Metal-)Gitarrist zu werden.

Jeff Waters spielt “The Trend” – den Opener des 2010er Annihilator Albums

Der letzte Clip unseres Workshop-Specials ist ein echtes Schmankerl. Jeff spielt exklusiv für euch den Opener des Albums “Annihilator” aus 2010. Die Nummer heißt “The Trend” – und wenn das der neue Trend ist, dann haben wir definitiv nichts dagegen!

Hot or Not
?
(C) www.BSpix.fr

Wie heiß findest Du diesen Artikel?

flame icon flame icon flame icon flame icon flame icon
Your browser does not support SVG files

von Thomas Dill

Kommentieren
Kommentare vorhanden
Schreibe den ersten Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.
Für dich ausgesucht
Play-Alike Guitar-Edition - Gitarren Workshop
Workshop

In unseren Play-Alike Workshops schauen wir den Stars der Gitarren-Szene über die Schulter und erklären ihre besten Riffs und Solo-Licks - in Noten und Tabs und mit zahlreichen zusätzlichen Übungen, Spiel-Tipps und Infos. Mit Nachspielgarantie! Alle Folgen auf einen Blick!

Play-Alike Guitar-Edition - Gitarren Workshop Artikelbild

In unseren Play-Alike Workshops schauen wir den Stars der Gitarren-Szene über die Schulter und erklären ihre besten Riffs und Solo-Licks - in Noten und Tabs und mit zahlreichen zusätzlichen Übungen, Spiel-Tipps und Infos. Mit Nachspielgarantie!

Play-Alike Prince - Gitarren Workshop
Workshop

Prince war nicht nur ein begnadeter Songschreiber, sondern auch ein bemerkenswerter Gitarrist. Dieser Play-Alike-Workshop widmet sich 10 seiner größten Hits.

Play-Alike Prince - Gitarren Workshop Artikelbild

2016 verlor die Welt mit Prince Rogers Nelson, aka "Prince" einen ihrer größten Künstler. Nur wenige vermochten solide instrumentale Kenntnisse, überragendes Songwriting und eine bestechende Performance so zu vereinen wie der 1958 in Minneapolis geborene Musiker. Dabei zeigte Prince einen nahezu unerschöpflichen kreativen Output, denn neben mehr als 30 eigenen Alben, die zum großen Teil in seinen eigenen Paisley Park Studios entstanden, verhalf er Künstlern wie den Bangles mit „Manic Monday“, Alicia Keys mit "How Come U Don't Call Me Anymore" oder auch Sinead O’Connor mit „Nothing Compares 2U“ zu bedeutenden Chartplatzierungen.Auch wenn das Wunderkind Prince als Multiinstrumentalist

Play-Alike Pat Martino - Gitarren Workshop
Gitarre / Workshop

Unser Play-Alike widmet sich Pat Martino, der am 1. November 2021 verstarb. Er war neben George Benson einer der einflussreichsten Gitarristen der Hard-Bop-Ära.

Play-Alike Pat Martino - Gitarren Workshop Artikelbild

Am 1. November 2021 verlor die Welt mit Pat Martino einen der einflussreichsten Jazzgitarristen der Hard Bop-Ära, der neben seinen Zeitgenossen wie George Benson wie kaum ein anderer die Jazzszene nachhaltig prägte. Geboren wurde er am 25. August 1944 als Patrick Carmen Azzara, wählte jedoch "Martino" als Künstlernamen, um seinen Vater zu ehren, der ebenfalls Musiker war und unter diesem Namen auftrat.

Play-Alike Steve Cropper - Gitarren Workshop
Workshop

Steve Cropper ist Protagonist unseres aktuellen Play-Alike Workshops – ein Gitarrist, der dem Memphis-Soul seinen unverwechselbaren Stempel aufgedrückt hat.

Play-Alike Steve Cropper - Gitarren Workshop Artikelbild

In unserem heutigen Workshop soll es um einen Gitarristen gehen, der wie so viele Studiomusiker oft im Schatten der großen Künstler steht, für deren Sound er einen nicht wegzudenkenden Beitrag geleistet hat. Die Rede ist von Steve Cropper, der Mann, der sich für die Gitarrenparts solcher Hits wie "Sitting on the Dock of the Bay", "Soul Man", "Green Onions" u.v.m. verantwortlich zeigt.

Bonedo YouTube
  • Fender Tone Master Princeton Reverb - Sound Demo (no talking)
  • Boss Dual Cube LX - Sound Demo (no talking)
  • 6 Legendary Chorus Effect Units For Guitar - Comparison (no talking)