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Play-Alike Zakk Wylde – Gitarren Workshop

Nach den Worten folgen Taten – und das nicht zu knapp. Im Rahmen des Workshop-Parts unseres Meetings zeigte sich Zakk in bester Spiellaune und erklärte Licks und Riffs von drei Songs des neuen Black Label Society Album „Order Of The Black“.

zakkwylde_teaser_workshop


Bevor wir loslegen, hier die Noten/TABs des Songs als PDF zum Ausdrucken.

Crazy Horse – Die Noten als PDF-Download

Schon beim Opener des neuen Black Label Society Albums geht es richtig heftig zur Sache. Einmal mehr zeigt Zakk hier, wo der Hammer hängt. Und der hängt bei ihm vor allem ziemlich tieeeef … die Gitarre wird nämlich komplett einen Ganzton heruntergestimmt und die E-Saite zusätzlich auf A „gedropped“. Zakk stimmt sie nach der B-Saite (klingend A) eine Oktave tiefer. Daher der Ausdruck „Drop B“. In Wahrheit sind wir so aber schon beim klingenden A angelangt.

E > D     (-2)
B > A     (-2)
G > F     (-2)
D > C     (-2)
A > G     (-2)
E > A      (-7)

Kommen wir zum Clip, in dem Zakk euch die einzelnen Riffs der Nummer persönlich erklärt.

ÜBRIGENS: Die Tatsache, dass die Gitarre wie oben beschrieben umgestimmt wurde, wirkt sich natürlich auch auf die Notation aus. So parkt hier z.B. im 3.Bund der E-Saite kein G mehr, sondern ein C. Das macht das „Vom-Blatt-Spielen“ für Notisten natürlich zu einer ziemlichen Herausforderung. Am einfachsten ist es, wenn auch eingefleischte Notenleser einen verstohlenen Blick in die TABs werfen – denn die geben exakt das wieder, was Zakk tatsächlich auf seiner Axt veranstaltet.

Intro Riff (0:55)

Crazy Horse – Intro – Die Noten

Chorus (1:59) Beim letzten Ton handelt es sich übrigens um eine Pinch Harmonic (P.H.), einen Flageolett-Ton, der mit dem Pick und Daumen der rechten Hand erzeugt wird.

Crazy Horse – Chorus – Die Noten

Crazy Horse – Bridge (4:07)

Crazy Horse – Bridge – Die Noten als PDF

Crazy Horse – Solo

Im Solo verwendet Zakk ein paar Spezial-Licks, die er im folgenden Clip genauer erläutern wird. Und damit ihr das Ganze noch besser verfolgen könnt, gibt es natürlich auch hier zusätzlich die Noten und Tabs frei Haus.
Und noch ein Tipp: Da Zakk ziemlich motiviert zur Sache geht, ist das im Video angebotene Material mitunter etwas unübersichtlich. Achtet beim Durcharbeiten also bitte unbedingt auf die jeweiligen Zeitangaben neben den Licks, um nicht die Orientierung zu verlieren…

Lick 1 (1:33) Ein Repeating Lick aus sechs Tönen. Aufwärts mit dem Pick anschlagen, abwärts werden die Töne mit Pull Offs erzeugt.

Crazy Horse – Solo – Lick 1 – Die Noten

Lick 2 (2:15) Die zweite Sequenz wird in 3er-Gruppen mit Pull Offs gespielt.

Crazy Horse – Solo – Lick 2 – Die Noten

Lick 3 (3:16)

Crazy Horse – Solo – Lick 3 – Die Noten

Lick 4 (5:09) Jetzt wird getappt – und zwar mit dem Pick. Es bleibt stationär im 17. Bund auf der B-Saite (´T´ über der jeweiligen Note), die Töne, die mit der linken Hand gegriffen werden, wandern nach unten.  

Crazy Horse – Solo – Lick 4 – Die Noten

Lick 5 (6:10) Hammer On und Pull Off mit der Pentatonik.

Crazy Horse – Solo – Lick 5 – Die Noten

Lick 6 (6:27) Eines der meistgespielten Rock´n´Roll Licks aller Zeiten …

Crazy Horse – Solo – Lick 6 – Die Noten

Lick 7 (6:37) Wieder eine Repeating-Figur. Aufwärts wird angeschlagen, abwärts werden die Töne mit Pull Offs erzeugt.

Crazy Horse – Solo – Lick 7 – Die Noten

Lick 8 (7:51) Jetzt kommt das schnelle Blues-Lick, inspiriert von John McLaughlin. Alle Töne werden angeschlagen.

Crazy Horse – Solo – Lick 8 – Die Noten

Parade Of The Dead

Der nächste Song, dessen Riff stark von Led Zeppelins „Immigrant Song“ inspiriert ist, wird im „Black-Label-Society-Standard-Tuning“ gespielt. Das bedeutet, alle Saiten werden zwei Halbtöne nach unten gestimmt.

E > D
B > A
G > F
D > C
A > G
E > D 

TIPP: Wieder empfehlen wir Notisten, die TABs im Auge zu behalten.

Riff (1:50)

Parade Of The Dead – Riff – Die Noten

Lick 1 (2:42) Das typische Eddie Van Halen-/Randy Rhoads Lick interpretiert von Herrn Wylde. Es besteht aus jeweils drei Noten pro Saite, die mit Pull Offs gespielt werden – nur der jeweils erste Ton einer Dreiergruppe wird angeschlagen.

Parade Of The Dead – Lick – Die Noten

Parade Of The Dead – Verse – Die Noten

Parade Of The Dead – Pre-Chorus 1 – Die Noten

Parade Of The Dead – Pre-Chorus 2 – Die Noten

Lick 1 (5:33) Am Ende des vierten Taktes kommt beim Original-Solo auf der CD der Vibratohebel zum Einsatz. Dabei wird mit der linken Hand eine Hammer On/Pull Off Linie abgefeuert und mit der rechten Hand der Vibrato-Hebel langsam nach unten gedrückt.

Parade – Solo – Lick 1 – Die Noten

Lick 2 (6:00) Bei 6:00 min kommt wieder das Al Di Meola Lick mit kurzem Ausfallschritt in die nächste Lage …

Parade – Solo – Lick 2 – Die Noten

Lick 3 (7:06)

Parade – Solo – Lick 3 – Die Noten

Lick 4 (9:20)

Parade – Solo – Lick 4 – Die Noten

Lick 5 (10:50)

Parade – Solo – Lick 5 – Die Noten

Black Sunday

Bereits im Intro des Songs geht Herr Wylde auf die Überholspur und feuert seine Three-Note-per-String-Licks gnadenlos in Höchstgeschwindigkeit ab. Wie das im Detail aussieht, erklärt er euch im folgenden Clip.

Auch hier ist das Zakk Wylde „Standard Tuning“, also zwei Halbtöne tiefer, angesagt:

E > D
B > A
G > F
D > C
A > G
E > D  

Intro
Das Intro-Solo von Black Sunday spielt Zakk überwiegend in der Legato-Technik, nur der erste Ton der jeweiligen Seite wird angeschlagen, den Rest erledigen Hammer On und Pull Offs mit der linken Hand.

Black Sunday – Intro – Die Noten

So, damit wären wir am Ende des Workshops angekommen. Wir hoffen es hat euch genau soviel Spaß gemacht wie uns und ihr konntet den ein oder anderen Trick von Meister Wylde abkupfern.
Bis bald
Euer bonedo-team

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von Thomas Dill

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