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Mooer Micro Preamp 016 Phoenix Test

Praxis

Ich verbinde für die folgenden Aufnahmen den Ausgang des Pedals mit dem Effekt-Return meines Marshall JVM 410 Topteils und nehme die angeschlossenen 2 x 12″ Box mit einem SM57 ab. Eine klangliche Bearbeitung der Aufnahmen findet natürlich nicht statt.
Los geht es mit dem cleanen Kanal des Phoenix-Pedals, auf dem alle Regler in der Mittelstellung stehen. Dazu habe ich eine Fender Telecaster verwendet.

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Telecaster: Picking clean Telecaster: Funk clean

Das Pedal liefert einen direkten und satten Cleansound, der die typische Klangcharakteristik der Telecaster gut überträgt.
Ich bin gespannt, wie sich dieser Kanal mit meiner Les Paul verträgt.

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Les Paul: Picking clean

Auch der im Vergleich wesentlich dickere und mittigere Sound der Les Paul kommt deutlich zur Geltung. Dabei fällt auf, dass dieser Kanal ausgesprochen übersteuerungsfest ist und egal, in welcher Stellung sich der Gainregler befindet, der Klang clean bleibt.
Ich schalte nun in den Overdrive-Kanal und behalte die Regler in der Mittelstellung. Wo ich gerade die Les Paul geschultert habe, spiele ich das folgende Beispiel auch mit ihr ein. Im zweiten Beispiel kommt eine Music Man Reflex zum Einsatz bei unveränderten Reglerstellungen am Pedal.

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Les Paul: Riff Overdrive Music Man Reflex: Riff Overdrive
Schwermetaller erwartet ein authentischer Metal-Sound, der auch über die integrierte Speakersimulation amtlich klingt.
Schwermetaller erwartet ein authentischer Metal-Sound, der auch über die integrierte Speakersimulation amtlich klingt.

In diesem Kanal wird unmissverständlich klar, woher der Wind weht! Das Pedal liefert völlig problemlos den bekannten, breiten Metallsound. Dabei sind die Höhen recht ausgeprägt und die Mitten dafür zurückgenommen. Beide Gitarren generieren in etwas denselben Sound, wobei sich die Music Man in den Attacks etwas präziser darstellt. Glücklicherweise dominieren die tiefen Frequenzen nicht, was für einen klar fokussierten und durchsetzungsstarken Klang sorgt.
Im folgenden Beispiel möchte ich die Arbeitsweise des Gainreglers herausfinden und drehe diesen pro Durchgang von 9 Uhr über die Mitte auf 15 Uhr und ende in der Maximalstellung. Als Gitarre verwende ich nun die Reflex.

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Gain Check

Schon in der 9-Uhr-Stellung liefert das Phoenix-Pedal einen breiten Rocksound, wobei sich dieser auch bei höheren Gain-Settings nicht verändert. Je höher der Gainregler nach rechts gedreht wird, desto dichter wird aber der Klang, was sich natürlich durch ein längeres Sustain und ein Pumpen bei den Anschlägen äußert. Das macht das Pedal sehr gut und lässt ein feinfühliges Einstellen zu.
Wie sich die Dreiband-Klangregelung verhält, soll das nächste Beispiel zeigen. Dazu drehe ich den Gainregler wieder in die Mittelposition, positioniere Treble auf 14 Uhr, Middle ganz nach links und Bass in der Maximalposition.

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Equalizer Check

Wer auf Oldschool-Metallklängee steht, dürfte mit dem Resultat dieser Reglerstellungen zufrieden sein, denn diese ermöglichen den bekannten “Scooped-Sound”.
Ich bin gespannt, wie sich unsere Nummer 016 mit einer Baritongitarre verhält und schließe dafür meine Cyan Hellcaster an. Sämtliche Potis der Klangregelung am Pedal zeigen wieder in die Mittelposition, Gain habe ich auf 14 Uhr positioniert.

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Sound mit Baritongitarre

Auch mit der auf H heruntergestimmten Gitarre kommt das Pedal bestens klar und liefert einen modernen Metal-Sound, der mit spritzigen Attacks und einer auffallend direkten Wiedergabe gefallen kann.
Fehlt nur noch die Speakersimulation. Dazu behalte ich die Einstellungen am Pedal bei und spiele das vorherige Riff noch einmal, nur diesmal schließe ich das Pedal an den Line-Input eines Mikrofonverstärkers.

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Baritongitarre über Speaker Simulation

Der frequenzkorrigierte Ausgang liefert einen für meinen Geschmack sehr brauchbaren Grundsound, der sich zwar in den Höhen gedämpft zeigt, aber sehr gut mit einem EQ nachbearbeitet werden kann.

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DasG sagt:

#1 - 07.10.2018 um 12:14 Uhr

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Mh, welches gefällt besser: Dieses oder der Friedman BrownEye 012 Treter?^^

Kommentare vorhanden
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