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Maestro Fuzz-Tone FZ-M, Ranger Overdrive und Invader Distortion Test

Maestro Fuzz-Tone FZ-M, Ranger Overdrive und Invader heißen die drei Zerrpedale im Vintage-Design, die von der Gibson-Marke im Rahmen eines Pedal-Revivals wiederbelebt werden. Mit dem Name Maestro verbinden sicherlich viele Gitarristen jenes legendäre Fuzzpedal FZ-1 aus den 60er-Jahren, das den Sound des Rolling-Stones-Hits „I can’t get no satisfaction“ weltberühmt machte. Seit 1979 wurden keine Effektpedale unter dem geschichtsträchtigen Namen mehr produziert – bis jetzt.

Maestro_Verzerrer_Group1 Bild


In der neuen Serie steht neben einem Chorus und Delay vor allem die Zerrsektion mit den drei Vertretern dieser Gattung im Mittelpunkt, die heute zum bonedo-Test angetreten sind. Alle Zerrpedale sind zwar in den USA designt, können jedoch durch die Produktion in China zum Kurs von knapp 150 Euro je Effekt angeboten werden. Bei unseren Testkandidaten stellt sich natürlich in erster Linie die Frage, inwieweit hier klassische Vorlagen erfüllt werden können.

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Details

Gehäuse/Optik

Die Pedale kommen in schwarzen Metallgehäusen mit den Maßen 130 x 87 x 63 mm und sind damit einen Hauch breiter als die üblichen Hammondgehäuse oder Bosspedale. Eine chromfarbene Aluplatte auf der Oberseite zeigt je nach Pedal unterschiedliche Grafiken, die sich in Farbe und Motiv unterscheiden. Hier befinden sich auch die Bedienelemente, die pro Verzerrer aus drei Potis mit herrlich Vintage-anmutenden Knöpfen und einem mittig angeordneten Zweifach-Kippschalter bestehen. Der chromfarbene Fußschalter wurde in das hintere Pedaldrittel verfrachtet und dort finden sich auch die LEDs, die den Aktivierungszustand des Pedals anzeigen. Selbige haben die Optik von drei Fanfaren und kommen mit den Farben rot, blau und gelb.

Die Anschlüsse an der Stirnseite des Pedals bestehen aus Ein- und Ausgang im 6,3 mm Klinkenformat sowie dem Eingang für das optional erhältliche Netzteil, das 9 Volt bereitstellen muss. Der Stromverbrauch beläuft sich auf 21 mA beim Fuzz, 30,4 mA beim Ranger Overdrive und 56,7 mA beim Invader Distortion.
Die Gehäuse werden seitlich von vier Kreuzschrauben zusammengehalten, die sich bequem lösen lassen und zum Pedalinnenleben führen. Dort zeigen sich ein Batterieanschluss und im Falle des Distortions sogar ein Trimmpoti, auf das wir im Bedienteil eingehen werden.
Zum Lieferumfang gehören ein Manual, ein Sticker und vier anklebbare Gummifüße von 3M.

Bedienung

The Fuzztone (FZ-M)
Der Fuzztone kommt mit den Potis Attack, das den Zerrgrad bestimmt, Tone als rudimentärer EQ, der die Höhen beschneidet und Level für die Ausgangslautstärke. Der Kippschalter bietet die Wahl zwischen einem höhenreicheren, leicht „giftigen“ Vintagemode und einem wärmeren und vollmundigeren Modern-Mode. User, die sich sowohl bautechnisch als auch klanglich ein originales Reissue des alten Maestro-Fuzztones erhofft haben, müssen leider enttäuscht werden, denn hier wurde nicht auf NOS-Germaniumtransistoren gesetzt, sondern moderne Siliziumtransistoren bestimmen den Kurs. Auch klanglich kommt das Original FZ-1 aus den 60er-Jahren deutlich „bröseliger“ als die aktuelle Variante. Das soll allerdings keine qualitative Wertung sein, aber dennoch sollte man sich des Unterschieds bewusst sein.

Fotostrecke: 5 Bilder Nicht nur die Optik ist Vintage, auch der Sound des Maestro Fuzz-Tone FZ-M orientiert sich am legendären Modell der 60er Jahre.
Fotostrecke

The Ranger Overdrive
Auch das Overdrive-Pedal bietet das bewährte Poti-Trio bestehend aus Gain für den Zerrgrad, Tone als Höhenblende und Level für die Masterlautstärke. Der Kippschalter setzt an den Gainreserven an und bietet einen Low-Mode für sanfte bis moderate Overdrivesounds sowie einen Hi-Mode, der noch eine Schippe Zerre mehr draufpackt. Auch wenn man beim Namen Ranger unweigerlich an den „Rangemaster“-Treble-Booster denken muss, handelt es sich bei diesem Pedal von Maestro um einen ganz klassischen Overdrive, der mit dem Namensvetter ansonsten nichts gemein hat.

Fotostrecke: 5 Bilder Der Ranger Overdrive ist mit einem Poti-Trio ausgestattet, das Gain, Tone und Level kontrolliert.
Fotostrecke

The Invader Distortion
Das Konzept der drei Potis plus Schalter bleibt auch hier bestehen. Gain bestimmt den Grad der Verzerrung, Tone entschärft die Höhen und Level regelt die Ausgangslautstärke. Dem mittigen Gate-Schalter kommt hier die Funktion eines Noise-Gates zu, das auch bei hohen Gain-Werten für niedrige Nebengeräusche sorgt. Intern weist das Pedal noch ein kleines Trimmpoti auf, das mit einem Kreuzschraubenzieher bedient werden kann. Hier kann der Threshold, der bestimmt, wie hart das Noise-Gate zupackt, geregelt werden.
Alle Pedale sind mit einem True-Bypass ausgestattet.

Fotostrecke: 5 Bilder Für die etwas härtere Verzerrung sorgt der Maestro Invader Distortion.
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