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M-Audio M-Track 2X2 und 2X2 M Test

Mit dem M-Track 2X2 und dem M-Track 2X2M haben M-Audio nun zwei Audio-Interfaces in den Startlöchern, die sich an der Schnittstelle von Audio-Interface und Monitor-Controller bewegen. Deshalb verwundert es auch nicht, dass die zwei Neulinge hinter diesem vielversprechenden Konzept als Desktop-Geräte auftreten – schließlich wollen auch im Heimstudio ein- und ausgehende Signale komfortabel geregelt werden.

01_M-Audio_M-Track_2X2_Teaser


Womit möchten sie am hart umkämpften Markt kleiner Audio-Interfaces punkten? Und worin unterscheiden sich die beiden? Um diese Fragen zu beantworten, schauen wir den M-Track-Geschwistern in unserem Test einmal bei ihrer Arbeit über die Schulter.

Details

Wer die beiden Kartons von M-Track 2X2 und M-Track 2X2M in den Händen hält, könnte beim ersten Hinschauen meinen, es handle sich um identische Geräte. Und auch der Blick in die Transportverpackungen zeigt in beiden Fällen zunächst einmal keine gravierenden Unterschiede. In beiden Kartons finden sich unter den für Sicherheit sorgenden Styropor-Elementen nebst Staubschutz-Folie je zwei USB-Kabel mit neuestem USB-3.1-Stecker (Typ C) und eine mehrsprachige Bedienungsanleitung. Außerdem entdecke ich dort noch Kärtchen mit Links und Codes. Mit ihrer Hilfe können M-Audio-Software, Cubase LE und einige weitere Tools gedownloadet werden. So viel zum Lieferumfang des doppelten Lottchens.

Gemeinsamkeiten und Unterschiede

Was bei den 2X2-Interfaces sofort ins Auge fällt, ist ihre Bedienoberfläche. Sie ist hochglänzend schwarz und spiegelt stark – wie ihr auch auf den Fotos sehen könnt. Im Zusammenspiel mit dem silbernen Vollmetall-Chassis und den silbernen Lichtreflexen der Potiknöpfe entsteht hier eine wirklich edel wirkende Kombination, die in dieser Preisklasse nicht selbstverständlich ist. Allerdings ist die Oberfläche nichts für Putzmuffel: Fingerabdrücke, Kratzer und Staub sind hier in Null-Komma-Nix sichtbar. Aber so ist das mit den schönen Dingen im Leben – sie wollen eben auch gepflegt werden.
Kommen wir zum Technischen. Die Mikrofoneingänge von 2X2 und 2X2M auf der Rückseite sind als symmetrische XLR-Buchsen ausgelegt und haben eine global zuschaltbare Phantomspeisung. Um Platz zu sparen, wurden hier Combo-Buchsen verwendet, die auch Klinkenstecker fassen können. Über sie können symmetrische Line-Signale eingespeist werden. Der große Bruder des 2X2 bietet hier nicht nur einen, sondern zwei Mikrofon/Line-Eingänge. Damit nicht genug, ist auf der Frontseite noch ein zusätzlicher Instrumenteneingang in Form einer unsymmetrischen Klinkenbuchse verbaut, um auch hochohmige Signale verarbeiten zu können, wie sie von passiven Gitarren- oder E-Bass-Tonabnehmern produziert werden. Die Verstärkung für alle Eingänge wird mittels Potis auf der Bedienfläche an der Oberseite geregelt. Vier LEDs zeigen grob an, welcher Pegel in den Kanälen anliegt. Auch eine Clip-Anzeige fehlt nicht. Als kleines Extra findet sich ein Slot für Kensington-Locks auf der Geräterückseite.

Fotostrecke: 5 Bilder Die Fronten der USB-Audio-Interfaces beherbergen alle unsymmetrischen Klinkenanschlüsse.
Fotostrecke

Die M-Track 2X2 ermöglichen das Abhören des Direct Monitoring-Signals sowie des USB-Monitorsignals, das beispielsweise von einer DAW-Software kommen kann. Das Verhältnis zwischen beiden kann per Poti stufenlos geregelt werden. Der Kopfhörerausgang in TRS-Klinken-Ausführung befindet sich, wie die Instrumenteneingänge, an der Vorderseite des Geräts. Seine Signalverstärkung kann ich auf der Frontplatte am entsprechenden Regler wiederum stufenlos bestimmen. M-Audio geben hier keine Ausgangsleistung an. Ich bin deshalb auf den Praxis-Check dieses 10 Ohm-Ausgangs gespannt. Den meisten Platz nimmt auf der Bedienoberfläche ein wahrer Big Knob ein, der als Regler für die Hauptausgänge fungiert.
Das “M” beim M-Audio 2X2M steht für MIDI und weist darauf hin, dass es im Gegensatz zum 2X2 einen MIDI-Eingang und -Ausgang auf der Rückseite des Geräts bietet. Ob Ein- und Ausgang gerade MIDI-Signale verarbeiten, zeigen zwei LEDs auf der Bedienoberfläche an. Dafür, dass der Käufer beim 2X2M 30% mehr ausgeben muss, bekommt er also auch ordentlich Gegenwert. Und nicht zuletzt machen diese 30% gerade einmal 36,- Euro aus. Somit liegen beide Audio-Interfaces in einem absolut erschwinglichen Bereich.

Spezifikationen

Werfen wir auch noch einen kurzen Blick auf die Herstellerangaben zur Technik. Mit ihrer maximalen Samplingqualität von 24 Bit/192 kHz ermöglichen die M-Audio 2X2-Interfaces zahlenmäßig Digitalrecording im Profi-Bereich. Hiervon können sich einige andere Hersteller locker eine Scheibe abschneiden. Die Frequenzgänge der Mikrofon-, Line- und Instrumenten-Eingänge reichen von 20 Hz bis 20 kHz. Der Signal-Rausch-Abstand liegt bei allen Eingangstypen über 100 dB(A) und sollte damit problemlos rauschfreies Arbeiten mit blitzsauberen Signalen garantieren. Dafür sprechen ebenfalls die geringen Werte für harmonische Verzerrungen sowie das Eingangsrauschen von -128 dBu, gemessen bei maximaler Verstärkung des Eingangssignals. Der Verstärkungsbereich liegt für Mikrofon- und Line-Signale bei 55 dB, für Instrumentensignale bei 24 dB. Damit sind die beiden Audio-Interfaces gut aufgestellt. Die Maximalpegel, mit denen die Audio-Interfaces gefüttert werden, sollten jedoch nicht zu hoch sein. Hier bieten andere Interfaces zweifellos mehr Headroom. Die maximalen Ausgangspegel beider Geräte unterscheiden sich deutlich. Während das 2X2 lediglich +7dBu liefert, bringt das 2X2M immerhin +13dBu an die Ausgänge. Damit spielt es zwar nicht in der Profi-Liga, ist aber fürs Homerecording gut aufgestellt.

Kommentieren
Profilbild von Milos Sladecka

Milos Sladecka sagt:

#1 - 31.10.2016 um 19:30 Uhr

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Thanks for test, but what about latency? November issue of magazine Sound on Sound brought information (after measurement), that this sound card adds latency about 160 samples, which is not reported to DAW. I do not know whether it is under Win or Mac OS. Can you write your experience? You haven´t mentioned anything about latency in your test
Thanks
Milos

Profilbild von Jack Chun

Jack Chun sagt:

#2 - 15.05.2017 um 13:13 Uhr

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Danke für den Test. Leider hast du nicht erwähnt wie sich der Kopfhöhrerverstärker schlägt. Ich habe z. Bsp. von Beyer. die DT 990 Pro(250 Ohm) und suche ein Audio Interface, im Preisbereich des 2x2(M), welches die Power besitzt auch das letzte bisschen Sound rauszukitzeln, als weiteres brauche ich einen EGitaren Eingang, darum auch das Interesse an dem 2x2M. Gibt es dazu Infos? Oder ggf. auch eine Alternative? Danke!

Profilbild von Tony Maccarony

Tony Maccarony sagt:

#3 - 30.03.2019 um 17:59 Uhr

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Danke für den tollen Artikel! Für mich als blutiger Anfänger im Homerecording-Bereich drängt sich allerdings eine Frage auf: Kann ich den auf der Rückseite des 2x2 befindlichen Line-Eingang auch als Instrumenten-Eingang benutzen? Z.B. um eine E-Gitarre und gleichzeitig einen E-Bass aufnehmen zu können? Sorry für meine Idiotie. Bin wirklich nicht sehr bewandert, was das angeht. Danke für alle ernstgemeinten Antworten.

    Profilbild von Nick (Redaktion Recording)

    Nick (Redaktion Recording) sagt:

    #3.1 - 01.04.2019 um 07:39 Uhr

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    Hallo Tony,wie sagt man so schön? Es gibt keine dummen Fragen… Also prinzipiell könntest Du ihn verwenden, Du machst nichts kaputt, Du bekommst sogar ein Signal, aber das wird ziemlich blöd klingen. Line-Level ist das, was zum Beispiel aus Synthesizern herauskommt, aus Studio-Effektgeräten, ja auch aus CD-Playern und dergleichen. Aus E-Gitarre und E-Bass hingegen kommt "Instrument-Level". Dieses Signal ist etwas anders, vor allem "schwächer". Wenn Du so ein Instrument anschließen willst (auch wenn Du Boden-Effektpedale davorsetzt), musst Du den "Instrument"-Eingang verwenden. An manchen Geräten heißt der auch einfach "D.I.". Besonders dazu helfen Dir schicher diese Artikel: https://www.bonedo.de/artik... und https://www.bonedo.de/artik....
    Wenn ein Interface aber nur einen einzigen DI-Input besitzt, dann benötigst Du eine separate Kiste, die nennt sich "DI-Box" (kosten nicht viel). Damit kannst Du das Signal von dem anderen Instrument hochtransformieren und per Mikrofonkabel an Deinem Interface anschließen. Dann können beide Instrumente gleichzeitig gespielt werden, eines über Eingang Nr. 1, das andere über Nr.2. Im Audioprogramm wählst Du die dann separat in den (Mono-)Spuren aus.Beste Grüße
    Nick Mavridis (Redaktion Recording)

    Antwort auf #3 von Tony Maccarony

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