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M-Audio M-Track Eight Test

Wer umfangreich Instrumente, wie beispielsweise Drums oder vielleicht sogar gleich die ganze Band, recorden möchte, braucht vor allem eins – viele Kanäle! Ist das Budget jedoch eng, ist die Auswahl an ernsthaften Lösungen nicht sonderlich groß – und deshalb sollte man sich unseren M-Track Eight Testbericht auf gar keinen Fall entgehen lassen!

Details

Kompaktes Interface mit vielen Ein-und Ausgängen

Das M-Audio M-Track Eight ist ein 8-In und 8-Out USB 2.0 Audiointerface, was mit bis zu 24 Bit und 96 kHz abtastet. Allein die schiere Anzahl von Eingängen ist in dieser Preiskategorie eher recht selten, umso beachtlicher ist aber auch das Vorhandensein von ebenfalls acht Preamps! 
Alles dabei auf 19-Zoll: Zwei Kopfhöreranschlüsse, acht Preamps, zwei Instrumenteneingänge und eine kleine Monitorsektion inklusive Speaker-Anschluss.

Umfangreiche INPUT-Sektion mit Preamps

Dank Rack-Kompatibilität findet die gesamte Bedienung des M-Track Eight auf der Vorderseite statt. Links außen befinden sich die beiden Combobuchsen der frontseitigen Eingänge 1 und 2, welche – im Gegensatz zu den anderen sechs Eingängen auf der Rückseite – quasi im Direktzugriff bedienbar sind. Darüber hinaus bieten sie die Möglichkeit, sich von Line auf unsymmetrische Instrumentenpegel umschalten zu lassen, sodass bis zu zwei hochohmige E-Gitarren oder Bässe angeschlossen sowie schnell umgestöpselt werden können, ohne dass man eine Patchbay benötigt oder gar hinter das Rack kriechen muss. Im Falle einer Aktivierung leuchten die INST-Tastschalter wie auch alle anderen Schalter in einem kräftigen, aber nicht blendenden und satten Orange.

Die Combobuchsen (XLR Klinke) der Inputs 1 und 2 befinden sich gut zugänglich auf linken Seite: Per Drucktaster kann außerdem von Line auf Instrumenten-Pegel umgeschaltet werden.

Umfangreiche Output-Sektion mit Direct-Monitoring

Das Interface bietet ebenfalls auch acht analoge Ausgangs-Wandler, welchen zunächst einmal acht symmetrische 6,3mm Klinken-Ausgänge auf der Rückseite zugeordnet sind. Doch damit nicht genug, denn es gibt zusätzlich auch noch zwei Stereo-Kopfhörerausgänge sowie einen Monitor-Output. Diese Output-Vertreter sind nicht nur unabhängig voneinander regelbar, sondern auch individuell mit den Interface-Ausgängen 1/2 oder 3/4 belegbar. Nur der Monitor-Out erhält fix das Signal von Kanal 1/2, wobei ich diesen ab sofort lieber mit „Monitor-Bus“ bezeichnen möchte, weil er einige Besonderheiten aufweist. Auf digitale Schnittstellen wie ADAT oder S/PDIF wurde zu Gunsten eines kleinen Preises übrigens komplett verzichtet, was ich jedoch als sehr Zielgruppen-zweckdienlich empfinde. 

Fotostrecke: 2 Bilder Auf der Ru00fcckseite des Interfaces befinden sich die Inputs 3 bis 8, welche ebenfalls als XLR/Klinke Combobuchsen ausgefu00fchrt sind. Daneben pru00e4sentieren sich paarweise angeordnet die acht Ausgu00e4nge in Form von 6,3mm Klinkenanschlu00fcssen …
Fotostrecke

Artist Mix, Monitor-Out und Controller

Das mit Direct/USB Monitor-Mix bezeichnete Poti lässt dabei eine feine Mischung aus Direktsignal und DAW-Output zu. Dieses ist aber wirklich nur über den Monitor-Out und über die beiden Kopfhörerausgänge – sofern sie auf 1/2 gestellt sind – abhörbar. An dem rückseitigen Ausgang 1/2 liegt das Direct-Monitor-Signal demzufolge also nicht an und wird damit auch nicht von dieser Schaltung beeinflusst. 
Die Kopfhörer-Abteilung des M-Track Eight wird außerdem von zwei separaten Stereo-Wegen gespeist, was mittels kleiner Kippschalter eingestellt wird. So kann man durch ein entsprechendes DAW-Routing zwei unterschiedliche Monitor-Mischungen erstellen und damit einen speziell auf den Künstler abgestimmter Mix anbieten. Allerdings hat man hier das Direct-Monitoring-Signal nur auf dem Main-Out (“Monitor-Bus”) zur Verfügung, was in Konsequenz bedeutet, dass man dem Künstler das latenzfreie Signal nur dann auf den Kopfhörer geben kann, wenn man es ebenfalls über den Monitor-Out mit anhören möchte. Ein weiterer Kippschalter (1/2 oder 3/4) für die Zuweisung des Speaker-Monitor-Outs wäre hier sicherlich sehr hilfreich gewesen.

Die Monitorsektion fällt erfreulich umfangreich aus und bietet zwei Busse für die Kopfhörer sowie eine Direct-Monitoring Funktion für die Main-Outs 1/2.

Lieferumfang und Netzteil

Da das Interface Phantomspeisung für recht viele Preamps bieten muss, wäre eine alleinige Stromversorgung über den USB-Port sicherlich instabil und damit sicherlich nicht zielführend gewesen, sodass unser Testkandidat über eine externe Stromversorgung verfügt. Das Universal-Netzteil (100 bis 240V) ist dank Rasierapparat-Anschluss so auch ohne Probleme weltweit einsetzbar. Dummerweise brummt es allerdings ein wenig, wenig es nicht belastet wird. Es gehört, abgesehen vom Audiointerface selbst, wie auch ein USB-Kabel und ein gedrucktes, mehrsprachiges Handbuch zum Lieferumfang. 
Als Software-Dreingabe gibt es außerdem noch die DAW „Cubase 7 LE“ frei Haus, was besonders für Neueinsteiger eine üppige Softwarelösung darstellt. Neben den gängigen Tracking- und Editing-Features des Sequenzer-Flaggschiffes bietet die Einsteiger-Version auch eine Vielzahl von Effekten. Außerdem dürften sich mit maximal 16 Audio-, 24 MIDI- und acht Instrumentenspuren bereits erste Produktionen sowie umfangreiche Drumrecordings ermöglichen lassen, wobei die maximal erlaubten acht Inputs dieser Version vom M-Track mit seinen vielen Eingängen übrigens effektiv ausgereizt wird. Nähere Informationen über Cubase 7 LE findet man hier.

Handbuch, Sicherheitshinweise, Cubase 7 LE Seriennummer, Netzteil und USB Kabel: Alles dabei!
Kommentieren
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Jan sagt:

#1 - 13.11.2014 um 15:40 Uhr

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Schöner Testbericht. Seit Anfang November wird das M-Audio M-Track 8 übrigens mit folgenden Waves PlugIns ausgeliefert: Ultramaximizer, TrueVerb, Eddie Kramer Effect Channel und Manny Marroquin Delay

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Felix Klostermann sagt:

#2 - 13.11.2014 um 16:08 Uhr

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Hallo Jan, das sind ja frohe Neuigkeiten. Danke für dein Hinweis!

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Yoghurt sagt:

#3 - 17.01.2015 um 06:10 Uhr

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Sehr hilfreicher Testbericht! Nur eine Frage bleibt mir unbeantwortet, funktionieren die Preamps so, dass dem Signal danach etwas die Höhen fehlen, oder liegt es einzig an den Eingangswandlern hinter den Buchsen? Also, nimmt es dem Signal auch ein wenig die Höhen wenn ich bspw. durch einen anderen hochwertigen Preamp vorverstärkt habe? G

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Felix Klostermann sagt:

#4 - 17.01.2015 um 14:41 Uhr

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HI Yoghurt, ob die Preamps oder die Wandler, die Höhen dämpfen kann ich dir nicht sagen, es ist aber auch egal, da du diese nicht getrennt adressieren kannst. Sprich selbst Line Signale müssen mit dem Gain angepasst werden. Ich hoffe das hilft dir, mit nem guten Preamp und einen (Software)-Eq kannst du aber ohne Probleme kompensieren. Alles nicht so dramatisch :-)

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Christof sagt:

#5 - 19.03.2015 um 00:23 Uhr

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Danke für den Testbericht - aber wie sieht's konkret mit den Latenz-Werten aus? Mich interessiert dabei weniger die in den Treibern angezeigt Latenz, sondern viel mehr die z.B. mit einem Tool gemessene "Round Trip Latency" (Signal raus aus dem Rechner über die Wandler wieder rein in den Rechner) - und das am liebsten auch für Windows-Rechner. Leider kann ich im Netz bislang keine Info dazu finden, ich wäre sehr dankbar für konkrete Daten.

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Felix Klostermann sagt:

#6 - 20.03.2015 um 16:23 Uhr

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Hallo Christof, auf meinem Windows Test System liefert mir Ableton Live bei 44,1 und 128 Samples ca. 10ms globale Latenz. Ein Offset-Fehler gibt es dabei nicht. Allerdings können diese Werte je nach System - gerade auf Windows - auch stark variieren. Ich hoffe das hilf dir weiter. LG, Felix

Kommentare vorhanden
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