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JBL IRX115S Test

Praxis

Aufbau 1

Da mir freundlicherweise zwei JBL IRX108 Boxen für den Test zur Verfügung gestellt wurden, betreibe ich den Bass zusammen mit den beiden genannten Topteilen. Mein erster Testaufbau ist ganz klassisch: Aus dem Main-Out meines Mixers direkt in die Eingänge des Subs und aus den Thru-Ausgängen weiter in die Tops. Zum Start stelle ich die Volume-Regler von allen Boxen auf 12 Uhr. Im Mixer wird das anliegende Signal weder im Kanal noch im Master verstärkt.

Klang

Beim ersten Soundcheck bin ich doch vom einsetzenden Bass überrascht. Er ist bei gleicher Lautstärke aller Boxen für meinen Geschmack doch ein wenig überbetont. Also ein wenig die Lautstärke des Subs zurückgenommen und das System klingt deutlich ausgewogener. Der Subwoofer ist druckvoll und hat auch bei der Darstellung von wirklich tiefen Bässen keinerlei Probleme. Natürlich reden wir hier nicht über Doppel 18 Zoll Bässe, aber der Woofer lieferte auf jeden Fall genug Leistung, um den Aufnahmeraum meines Studios ordentlich durchzurütteln. Als Trennfrequenz empfand ich beim Test entweder 80 Hz oder 100 Hz als überzeugend. Bei 120 Hz neigte das System in meinen Ohren dazu, unaufgeräumt und etwas dröhnend zu klingen, vor allem bei basslastiger Musik.
Laut Hersteller liegt der maximale Pegel des IRX115S bei 128 dB, allerdings rät JBL von einer Dauerbelastung von mehr als 85 dB ab, was für ein System dieser Größe aber voll und ganz ausreichend sein sollte. Dreht man alle Boxen auf das Maximum, erzeugt der Sub in Verbindung mit den beiden JBL-Topteilen doch einiges an Lautstärke, ohne dabei zu verzerren. Der integrierte Limiter schützt davor, den Woofer zu beschädigen, sollte einmal doch ein zu hoher Pegel anliegen.

Fotostrecke: 3 Bilder Getestet wurde zusammen mit zwei JBL IRX108 Boxen
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Aufbau 2

Um in den Genuss zu kommen, die Bluetooth-Schnittstelle der IRX108 nutzen zu können, muss ich das Setup anders verkabeln. Dieses Mal gehe ich aus den Thru-Outs der beiden Tops in die Line-Ins des IRX115. Einen eignen Bluetooth-Empfänger hat der Bass nicht an Bord. Als Klangquelle dient diesmal mein Smartphone, das ich via Bluetooth mit den Tops koppel.

Klang

Was mir direkt auffällt ist, dass bei der 12 Uhr Stellung der Volumes, im Gegensatz zum ersten Setup, bedeutend weniger Bass zu hören ist und ich den IRX115S doch ordentlich aufdrehen kann. Dies mag zum Teil an der Wiedergabequalität des eingesetzten Smartphones bzw. der Streaming-Plattform liegen, allerdings ist der Unterschied recht deutlich. Auch die maximal erreichte Lautstärke war deutlich leiser. Im direkten Vergleich klang das System auffallend punchiger und klarer, wenn das Ausgangssignal meines Mixers über Sub und nicht über die Tops durchgeschleift wurde.

Diesmal via Bluetooth mit den Tops wiedergegeben und zum IRX 115S durchgeschleift
Diesmal via Bluetooth mit den Tops wiedergegeben und zum IRX 115S durchgeschleift

Aufbau 3

Da die einstellbare Trennfrequenz leider nur Einfluss auf die Frequenzwiedergabe des Subs hat und das Signal ohne Filter an die Topteile weitergibt, teste ich bei meinem letzten Aufbau, wie das System bzw. der Sub klingt, wenn ich die Tops und den Sub getrennt ansteuere. Dazu baue ich mir im Mixer zwei Matrixen. Eine Stereo-Matrix für links und rechts und eine Mono-Matrix für den Subwoofer. Da beide Matrixen mit EQs ausgestattet sind, setzte ich bei den Tops jeweils ein Lowcut-Filter bei 80/100/120 Hz und schneide beim Sub alle Signale oberhalb der jeweiligen Frequenz durch ein HiCut-Filter ab. Das bietet den Vorteil, dass die Tops nur Frequenzen oberhalb des ausgewählten LowCuts wiedergeben und sich in dem Frequenzbereich nicht mit dem Sub in die Quere kommen.

Klang

Das Ergebnis, das mir das System beim dritten Test-Setup liefert, ist klanglich am ausgewogensten. Durch den eingesetzten Equalizer schaffe ich es, die Boxen frequenztechnisch besser voneinander zu trennen und erhalte dadurch einen deutlich aufgeräumteren Bass bzw. Low-Mid-Bereich. Auch lässt sich die maximale Gesamtlautstärke deutlich erhöhen. Dieses Setup ist vor allem bei der Abnahme von Bands oder Solokünstlern von Bedeutung, da in der Regel ein Mischpult vorhanden ist, um das System für Live-Musik zu nutzen.

Beim letzten Test-Setup steuere ich die Sub-Mono-Matrix an
Beim letzten Test-Setup steuere ich die Sub-Mono-Matrix an

Zielgruppe

Der JBL IRX115S ist vor allem für Besitzer der beiden Fullrange-Boxen IRX108 BT und 112 BT interessant. In Kombination mit den beiden Topteil-Modellen liefert der IRX115S die perfekte Ergänzung im Tieftonbereich. Natürlich lässt sich der Sub auch problemlos mit Boxen anderer Hersteller betreiben. Durch die einstellbare Trennfrequenz kann man den Woofer problemlos anpassen. Besonders Musiker, Bands und andere Artists, die einen preiswerten, mobilen und einfach zu bedienenden Lautsprecher mit druckvollem Klang suchen, werden hier fündig.
Egal, ob als Partyanlage für DJs oder aber als kompakte PA für kleinere Live-Veranstaltungen, der IRX115S liefert den nötigen Wumms. Auch der Einsatz als Monitor-Side-Fill auf größeren Bühnen ist absolut vorstellbar. Wer noch mehr Leistung benötigt, ist mit den IRX112 Tops und einem weiteren Sub bestens beraten. Auf diese Weise bietet JBL die Möglichkeit, ein individuelles System zusammenzustellen, das problemlos erweitert werden kann.

Fotostrecke: 3 Bilder Gute und stabile Verarbeitung
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