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IK Multimedia iRig Pads Test

Praxis

Das iRig Pads mit Sampletank iOS und dem iPad

Nachdem ich das iRig Pads mit meinem iPad verbunden habe, soll es losgehen. Allerdings bleibt das gute Stück erst einmal dunkel. Nachdem ich sämtliche Verbindungen einige Male gecheckt habe, überlege ich schon, ob ich ein defektes Exemplar erhalten habe, aber bei der Suche im Netz stellt sich heraus, dass zuerst eine unterstützte App gestartet werden muss, um das Gerät mit Strom zu versorgen.
Die Sampletank free app habe ich schon aufs iPad geladen, und sobald sie gestartet ist, meldet sich auch die kleine rote Betriebsleuchte und beginnt zu flackern, was bedeutet, dass das Gerät jetzt betriebsbereit ist. In Sampletank lade ich ein Drumkit und gehe in die „Pads“ Sektion. Jetzt kann direkt losgespielt werden, das Gerät wird automatisch erkannt und stellt sich selbst in den richtigen Modus. Dabei funktioniert die Integration des Pads einwandfrei.
Die grafischen Pads auf dem iPad Screen werden auf dem iRig gespiegelt. Ich kann die Sounds der Software über das iRig ansteuern, und die Kommunikation funktioniert auch umgekehrt, was bedeutet, dass Pads, die ich auf dem iPad spiele, ebenfalls auf dem iRig aufleuchten.

Probieren ist angesagt

Leider habe ich keine Dokumentation über die Integration des Pads in Sampletank gefunden, daher heißt es von hier an: Probieren geht über Studieren. Mit dem Datenknopf kann ich zwischen den Instrumenten wechseln: Push Button 1 aktiviert den Recording Manager, während Push Button 2 einen der vorprogrammierten Loops startet. Mit den seitlichen Drehreglern lassen sich Panorama und Lautstärke kontrollieren. Der Fader steuert bei einigen Instrumenten einen zusätzlichen Filtereffekt. Durch das gleichzeitige Drücken beider Kontrollknöpfe wird normalerweise der Edit Modus aufgerufen, aber gepaart mit Sampletank kann man hier verschiedene Loops triggern.
Für eine optimale Performance erweist sich die Kombination von Touchscreen und Hardware Interface als ideal. Verschiedene Loops, zu denen ich live spielen kann, sind schnell zusammengestellt und mit dem Recording Manager aufgenommen. Die Dynamik der Pads lässt sich von sehr sensibel bis ziemlich hart anpassen, wobei die Anschlagsdynamik auch komplett abgeschaltet werden kann, nur Aftertouch wird leider nicht unterstützt.
Alles in allem finde ich die Integration des iRig Pads in die hauseigene Software sehr gelungen. Ein kleiner Wermutstropfen ist die Betriebsleuchte, die beim Betrieb mit Sampletank pausenlos flackert. Mit anderer Software trat das Problem nicht auf, da leuchtet sie entspannt vor sich hin, wie es sich für eine Betriebsleuchte gehört.

Das iRig Pads bildet auch mit 3rd Party Software eine gute Einheit.
Das iRig Pads bildet auch mit 3rd Party Software eine gute Einheit.

Als externer MIDI-Controller mit 3rd Party Software

Jetzt interessiert mich noch, wie das Pads sich mit Software verträgt, die nicht im eigenen Haus entwickelt wurde. Dafür starte ich Thumbjam, eine Sampling Software von Sonosaurus, die speziell fürs iPad konzipiert wurde. Mit diesem Programm ändert sich Funktionsweise und Bedienung des iRig Pads. Es funktioniert hier als externer MIDI Controller und ist nicht so tief in die Software integriert wie bei Sampletank. In diesem Modus können verschiedene Scenes programmiert werden, bei denen die Pads entweder MIDI Noten oder MIDI Controller Nachrichten schicken. Auch den Kontrollknöpfen, den Drehknöpfen und dem Fader können verschiedene Funktionen zugewiesen werden. Jede Scene speichert sämtliche Einstellungen des Geräts als Snapshot. Scene 1 ist für GM Drumkits vorprogrammiert, und so braucht es auch hier nicht viel Arbeit, bevor es losgehen kann.
Die Programmierung geht nach etwas Einarbeitungszeit relativ flott, allerdings wäre es nochmal um einiges praktischer, ein Software Interface zur Verfügung zu haben. 
Über die Pads brauche ich einige Minuten, bis das Szenario, das ich benutzen möchte, um einen Handpan Sound zu steuern, steht. Schließlich lautet mein ursprünglicher Plan, das iRig Pads mit meinem iPad als kompaktes Sampling Set für die Bühne zu nutzen. Und das Konzept funktioniert, denn das externe Interface erweitert das iPad um die haptische Komponente, die ihm sonst oft fehlt. Als kleiner Bonus leuchten die Pads in diesem Modus in unterschiedlichen Farben von grün bis rot, je nach Anschlagstärke.

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