Genelec 8340A-Test

Fazit

Die Genelec 8340A ist eine modern klingende Abhöre. Sie liefert trotz ihres relativ kleinen Gehäuses einen erstaunlichen Druck, und könnte sich in Zukunft durchaus als neue Referenz gehobener Studiomonitore etablieren. Mit präziser Stereoabbildung und leichter Smily-Kurve eignet sie sich für moderne Musikproduktionen. Zusammen mit dem GLM-Set liefert die 8340A die besten Voraussetzungen für ein lineares Abhören. Durch das bewährte Gehäusedesign besitzt sie die 8340A einen breiten Sweetspot, in dem man sich ein wenig hin und her bewegen kann, ohne den Klang zu verfälschen. In meinem Setup führte das Einmessen mit Hilfe des GLM-Systems allerdings zu einer übermäßigen Bassabsenkung, die ich innerhalb dessen Software nachjustieren musste, um wieder ausgewogene Bässe hören zu können. Als Korrektursystem für wirklich jeden Abhörraum kann ich das GLM-System deswegen also nicht unbedingt empfehlen. Mit einem Listenpreis von 1500 Euro pro Stück greift Genelec die hochpreisige Konkurrenz an und kommt nahe an die Klangeigenschaften deutlich teurerer Boxen heran. Die etwas zurückhaltenden Mittenfrequenzen machen sie nicht zu meiner ersten Wahl wenn es um Orchestermusik geht. Bei allen anderen, populäreren Musik-Stilrichtungen kann mich die 8340A aber begeistern, und führt mir vor Ohren, dass man auch bei seinen Abhören mit dem Geschmack der Zeit mitgehen kann und vielleicht auch sollte. Zusammen mit cleveren Features wie IsoPod-Fuß, Stromsparmodus, Digitalanschlüsse und dediziertem Einmess- und Fernsteuer-System GLM lässt Genelec fast keine Wünsche offen… ein paar Mitten vielleicht für mich, aber ansonsten top!

Unser Fazit:
4,5 / 5
Pro
  • guter Klang mit erstaunlich viel Druck
  • kleines Gehäuse
  • sehr gute Stereo-Ortung
Contra
  • leichter Smileyfrequenzgang
  • GLM-Einmessung führte zu übermäßigen Bassabsenkung
Artikelbild
Genelec 8340A-Test
Genelec_8340A_Aktiv_Monitore_8
Technische Spezifikationen
  • aktiver 2-Wege-Lautsprecher
  • Basstreiber: 6,5 Zoll
  • Höhentreiber: ¾ Zoll Metallkalotte
  • Analog-Eingang (XLR), symmetrisch, 10 kOhm
  • Maximaler Eingangspegel: +25 dBu
  • Eingangsempfindlichkeit (100 dB SPL in 1 m Abstand): -6 dBu
  • Leistung: 150W
  • Maximalpegel (bei 100 Hz bis 3 kHz in 1 m Abstand): >= 110 dB SPL
  • Harm. Verzerrung (bei 90 dB SPL in 1 m Abstand):
  • 50-100Hz:
  • >100 Hz:
  • S/N-Ratio: >109 dB (A-gewichtet)
  • Leistungsaufnahme: ISS aktiv
  • AES/EBU-Eingang mit bis zu 24 Bit / 192 kHz
  • Crossover-Frequenz: 2.6 kHz
  • DIP-Schalter zur manuellen Anpassung
  • Einmessung und Steuerung durch Genelec GLM-System möglich
  • Maße: 237mm (b)
350mm (h)
    223mm (t)
    • Gewicht: 8,4 kg
    • Preis (Stück) € 1500,– (UVP)
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    Profilbild von Henrik Bergman

    Henrik Bergman sagt:

    #1 - 23.11.2016 um 21:30 Uhr

    0

    Thanks for the review. How would you compare the Genelec 8340s to the Neumann KH 310 A:s? They are in the same price range. Appreciate your response!

    Profilbild von Patric Louis

    Patric Louis sagt:

    #2 - 25.11.2016 um 10:20 Uhr

    0

    Hello Henrik, I was only able to listen to the Neumanns KH120 at Musikmesse. So I can't really tell the sonic differences compared to the KH310. I can imagine that the Neumanns could be louder in the mid frequencies range than the Genelecs and therefore maybe more suitable for orchestral or non-popular music. But that's only wild guessing,...honestly, I can't tell, sorry.

    Profilbild von Henrik Bergman

    Henrik Bergman sagt:

    #3 - 25.11.2016 um 19:54 Uhr

    0
    Profilbild von Tigerbaby

    Tigerbaby sagt:

    #4 - 12.04.2021 um 20:26 Uhr

    0

    Mir erschliesst sich der Sinn eines solchen Vergleichs angesichts der Zielgruppe (Musikschaffende) nicht. Manger sind HiFi-Lautsprecher und keine Studioabhöre. Es geht nicht darum, ob etwas schöner klingt, sondern wie ehrlich.
    Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich. Wenn man schon drei Mal so teure Speaker zum Vergleich heranzieht, sollte man auch das entsprechend ähnlich teure Genelec-Gegenstück, in diesem Fall wohl der 8351A, zum Vergleich nehmen. Und wenn es schon die Möglichkeit gibt, den Speaker von Haus aus an den Raum angepasst zu kalibrieren, dann sollte man davon auch Gebrauch machen und das Resultat bekanntgeben.
    Was bleibt ist die Frage nach dem Sinn, eine Studioabhöre mit einem Wohnzimmerlautsprecher zu vergleichen.

      Profilbild von Patric Louis

      Patric Louis sagt:

      #4.1 - 13.04.2021 um 12:48 Uhr

      0

      Ich machte keinen Vergleichstest, sondern nutzte zwischendurch verschiedene Boxenpaare um gegen zu checken, ob ich richtig höre, quasi um mein Gehör zu reseten.
      Schön, besser oder ehrlich, das sind alles Begriffe über die man streiten kann (... gerne stundenlang, und bei kühlen Getränken). Klar, in einen Speaker-Test fließen zwangsläufig auch immer ein wenig meine persönliche Meinung und Einschätzung ein, und die beruhen auf meiner Tätigkeit und Erfahrung. Ich besitze keinen schalltoten Raum und benutze keine Messgeräte, sondern höre innerhalb meiner gewohnten Abhörsituation. Eine andere Methode steht mir nicht zur Verfügung. Wenn ich mir Boxen anhöre, bleibt irgendwann ein Umschalten auf die diversen Abhören bei uns im Studio nicht aus. Da stehen mehrere günstige Modelle, aber auch teure. Die 8340a auch mit teuren Speakern zu vergleichen finde ich sinnvoller, als mit preiswerten, denn Genelec zählen für mich zu den hochwertigen Abhören. Und ich war erstaunt und habe mich gefreut wie nahe die "Genis" an die Teuren herankamen. Klar, ein "Vertikal-Test" durch die Genelec-Modelle wäre auch schön gewesen, konnte ich aber nicht machen.Eine scharfe Aufteilung in HiFi und Pro empfinde ich als nicht ganz unproblematisch, denn in meinem Kollegenkreis gibt es nicht wenige Musikschaffende, die seit vielen Jahren Manger-Boxen benutzen. Und es gibt vermutlich auch genügend HiFi-Liebhaber die ein feiner trainiertes Gehör als mach Profi besitzen.
      Zur Einmessung bzw. Kalibrierung kann ich nicht mehr beitragen, als bereits schon im Testbericht zu lesen ist.

      Antwort auf #4 von Tigerbaby

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