Eurorack Basics #11: LeafAudio VCO-1 löten

Bei LeafAudio handelt es sich um Synth DIY Enthusiasten aus Leipzig, die durch deren Löt-Workshops – u. a. auf der Superbooth in Berlin –  bekannt geworden sind. Während der LeafAudio Sessions werden unterschiedliche elektronische Musikgeräte gebaut, angefangen bei Fuzz-Pedalen, über kleine Desktop Drone Synthesizer bis hin zu Eurorackmodulen. Mittlerweile führen LeafAudio ihren eigenen Online-Shop, in welchem auch deren eigene Eurorackmodule angeboten werden.

Eurorack Basics #11: LeafAudio VCO-1 löten
Eurorack Basics #11: LeafAudio VCO-1 löten


Wir haben in dieser Workshop Reihe bisher schon eine Reihe an Modulen zusammengebaut. Ein analoger VCO (Voltage Controlled Oscillator) fehlt uns jedoch noch in unserer Sammlung. Der VCO-1 von LeafAudio ist sowohl für Einsteiger, als auch für erfahrenere DIY-Künstler interessant, denn dieser analoge VCO ist eher einfach aufgebaut. Beim VCO-1 handelt es sich um einen Oszillator in 10 TE Breite, der für die Klangbasis eine Sägezahn- und eine Rechteckwelle mit PWM bereit stellt. Manuelle Kontrolle hat man hier über Fine- und Coarse-Tune sowie die PWM. PWM und V/Okt. sind auch als CV-Eingänge vorhanden.

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<html><figure class=LeafAudio VCO-1. (Foto: Igor Sabara)

Was wird mit dem Bausatz geliefert?

Alle DIY-Kits von LeafAudio werden in Deutschland gefertigt und sind mit Liebe zum Detail zusammengestellt. Im erhaltenen Paket befinden sich neben einer schicken Stofftasche auch ein kleines Päckchen Brausepulver sowie Aufkleber und weiteres Promo-Material. Als kleines Gimmick kann man den Geschmack des Brausepulvers beim Bestellen auswählen. Alle Teile kommen vorbildlich sortiert, beschriftet und verpackt an. Hier merkt man, dass die LeafAudio Kits intelligent zusammengestellt wurden. So ist z. B. nicht jede Komponente in eine eigene Tüte verpackt. In manchen Tüten befinden sich verschiedene Typen von Bauteilen, die leicht voneinander zu unterscheiden sind, was die Menge an Verpackung verringert, nicht aber den Überblick. Alles ist übersichtlich beschriftet, sodass selbst blutige Anfänger mit den erhaltenen Materialien sofort umgehen können.

Aufbau

100 kOhm und 10 kOhm Widerstände
Im Bausatz befinden sich zwei Tütchen, die nur eine Art von Bauteilen beinhalten. Alle anderen Tüten bieten unterschiedlichen Inhalt, wie z. B. Widerstände, Kondensatoren und Schrauben. Beginnen wir mit den beiden Tüten, die nur Widerstände beinhalten, nämlich zehn 100 kOhm und sieben 10 kOhm Widerstände. Noch müssen wir nicht darauf achten in welcher Richtung die Bauteile auf die Platine gesteckt werden müssen. Wir fangen jetzt mit den kleineren Bauteilen an und arbeiten uns dann langsam zu den größeren hoch. Im ersten Schritt löten wir alle 100 kOhm und 10 kOhm Widerstände auf die Platine. 

Zunächst werden alle 100 kOhm und 10 kOhm Widerstände auf die Platine gelötet. (Foto: Igor Sabara)

Weitere Widerstände
Danach nehmen wir uns die restlichen Widerstände aus allen anderen Tüten und löten sie auf die Platine.

Jetzt werden alle restlichen Widerstände auf die Platine gelötet. (Foto: Igor Sabara)

Vier Dioden, zwei Induktoren
Jetzt werden die vier Dioden und die beiden Induktoren gelötet. Hier allerdings müssen wir beginnen darauf zu achten in welcher Richtung die Bauteile auf die Platine gesteckt werden. Dieser Hinweis ist aber auch auf den Tüten nochmals deutlich vermerkt. Sehr gut!

Alle Widerstände, Dioden und Induktoren. (Foto: Igor Sabara)

Drei IC-Halterungen
Im nächsten Schritt löten wir die drei Halterungen (Sockets) für die ICs (Chips). Hierbei mit der flachen Halterung beginnen, aber die ICs noch nicht einstecken! Wie bei unseren 
vorherigen Workshops, lötet ihr hier erst einmal nur ein Bein der Halterung fest. Dann erhitzt ihr die Lötstelle erneut und drückt die Halterung flach auf die Platine bevor die restlichen Beine gelötet werden. Auf diese Weise stellt ihr sicher, dass die IC-Sockets auch gerade/plan auf der Platine sitzen.

Bei den IC-Sockets ist eine flacher als die anderen. (Foto: Igor Sabara)

Kondensatoren, Transistoren und vier Trimmer
Jetzt kommen die restlichen kleinen Bauteile an die Reihe: Alle Kondensatoren, Transistoren und die vier Trimmer. Hier gibt es nichts Besonderes zu beachten. Alles ist gut vorbereitet und beschriftet. Achtet auf die Richtung, und darauf nicht aus Versehen die Teile zu verwechseln. Also immer ein Teil nach dem Anderen aus der Tüte nehmen.

Nach den Kondensatoren, Transistoren und den vier Trimmern, sind wir mit den kleinen Teilen fertig. (Foto: Igor Sabara)

Header für Stromzufuhr und Expander
Nachdem wir mit den Löwenanteil der Arbeit bereits erledigt haben, löten wir die Header für Stromzufuhr und Expander auf die andere Seite der Platine. Somit bleiben diese zugänglich, nachdem das Modul fertig mit seiner Frontplatte verschraubt wurde. Bei den Headern gehen wir genauso vor, wie bei den IC-Sockets: Im ersten Schritt zunächst ein Beinchen anlöten bevor die anderen an der Reihe sind.

Header für Stromzufuhr und Expander kommen auf die Rückseite der Platine. (Foto: Igor Sabara)

Buchsen, Potis und Frontplatte
So, jetzt bleiben auch nur noch die Buchsen und Potis übrig. Auch hier verfahren wir wie in der Vorgehensweise der vorangegangenen Workshops. Zunächst werden alle Buchsen und Potis auf die Platine gesteckt, aber noch nicht verlötet. Dann schrauben wir vorsichtig die Frontplatte auf die Buchsen und Potis, um danach alles zu verlöten. Auf diese Weise stellt ihr sicher, dass die Frontplatte später ohne Probleme auf die Bauteile passt.

Finale: Frontplatte entfernen, ICs stecken
Nachdem alle Potis und Buchsen verlötet wurden, entfernt Ihr die Frontplatte und steckt die ICs in die noch freien Halterungen. Hier bitte unbedingt auf die Steckrichtung der ICs achten! Frontplatte wieder aufsetzen und schon ist der VCO-1 fertig.

Der fertig zusammengebaute VCO-1 Oszillator von LeafAudio. (Foto: Igor Sabara)

Fazit

LeafAudio DIY Kits sind prima zusammengestellt und beinhalten qualitativ hochwertige Bauteile. Der eben zusammengebaute LeafAudio VCO-1 fordert im Zusammenbau ein relativ niedriges Skill-Level Kit und bietet im fertigen Endprodukt einen einfachen, aber soliden und gut klingenden VCO. Mit Exploding Shed gibt es jetzt eine deutsche Alternative zu Thonk aus England, die neben Bauteilen auch Bausätze liefern. Schlussendlich kann man die DIY-Kits von LeafAudio jedem DIY-Enthusiasten ans Herz legen, da diese nicht nur durchdacht zusammengestellt, sondern auch funktionell nützliche Module darstellen, mit denen man das Eurorack sinnvoll erweitert. 

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Das Zusammenstellen eines modularen Systems gehört eigentlich schon in den mittlerweile grenzenlosen Do-It-Yourself Bereich. Es gibt aber immer noch Dinge, die man selber bauen kann, sei es Bausätze zusammenlöten, oder Modifikationen selbst vornehmen. Unsere Workshop-Reihe ‘Eurorack DIY für Einsteiger‘ bietet euch detailliertes Wissen in einer Materie, die sich rund um das Thema ‘Do-It-Yourself’ dreht.

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In unserer Workshop-Reihe Eurorack DIY für Einsteiger geben wir euch hilfreiche Tipps rundum zum Thema Do-It-Yourself beim Bau von Synthesizer-Modulen und Zubehör.

23.08.2020
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von Igor Sabara

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