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3
17.06.2009

Audios

Um sich einen Höreindruck vom System 100 machen zu können, habe ich ein paar Audiobeispiele angefertigt und natürlich auch aufgeschrieben, WIE ich sie erzeugt habe.


Klangbeispiele zum Sequencer

 

Filtersequencing
links Synthesizer 101, VCO auf Sägezahn und VCF mit mehr Resonanz; rechts Expander 102, VCO auf Rechteck, VCF mit weniger Resonanz; die VCF-Cutofffrequency wird jeweils von einer der beiden Sequencerreihen des 104 gesteuert. Trigger für die VCA-Envelopes kommt vom Sequencer, die Tonhöhe wird von Hand auf der Klaviatur gespielt.

Left VCO Seq - Right VCF Seq
Zuerst links Synthesizer 101, VCO auf Sägezahn, VCF wird vom Sequencer moduliert;
später rechts Expander 102, VCO auf modulierte Pulswelle, VCO-Tonhöhe wird vom Sequencer moduliert (klassischer Einsatz); Trigger für die VCA-Envelopes kommt vom Sequencer, die Tonhöhe wird von Hand auf der Tastatur gespielt; Sequenzer auf 4 Schritte eingestellt. Zuerst links ein Durchgang ohne Sequencer-Modulation. Im zweiten Durchgang wird der Regler des dritten Sequenzschritts aufgedreht, was als Off-betonung hörbar ist. Im dritten Durchgang wird der Regler des ersten Sequenzschritts dazu aufgedreht, und dann auf einen geringeren Wert als beim Off-Beat gesetzt. Das ganze ergibt eine Sechzehntelsequenz mit Achtel-Feeling und Off-Betonung, wie sie Giorgio Moroder gerne eingesetzt hat. Nach einem Cut kommt rechts eine "normale" Tonhöhensequenz dazu die einfach Grundton, Oktave, Quint, Grundton spielt.

Ratchet
Der Sequenzer ist auf 24 Schritte und One-Time gestellt; die Werte der einzelnen Schritte steigen von 1 bis 24 kontinuierlich an. Mit der erzeugten Spannung wird die Geschwindigkeit des Sequencers selbst gesteuert. Der Sound selber wurde mit Ringmodulator erzeugt, beide VCOs auf Dreieck, Filtercutoff wird von einem abfallenden Envelope moduliert. Im ersten Durchgang ohne VCO-Modulation; im zweiten Durchgang wird der VCO1 vom gleichen Envelope moduliert, der den Filter steuert; im dritten Durchgang wird zusätzlich der VCO2 aus dem Sequencer ansteigend moduliert.

Sequenced Envelope
Sequenzer läuft auf 12 Schritte parallel, One-Time-Modus. Die Gate des keyboards triggert den Starttaster des Sequencers. Sequenz A ist als an- und wieder absteigende Linie eingestellt. In der ersten Hälfte kontrolliert Sequenz A die Cutoff Frequenz des Modul 101. In der ersten Hälfte kontrolliert Sequenz B die Cutoff Frequenz des Modul 102, die Sequenz B wurden die Knöpfe auf zufällige Positionen gedreht.

Klangbeispiele zum Mischer

 

Alle Track-Beispiele sind durch den Mixer Model-103 aufgenommen. Bis auf den Bass benutzen alle Spuren den Federhall; alles kommt aus dem System 100. Zusätzlich wurde in Logic nur ein Delay eingesetzt, sowie ein Limiter in der Summe, um der unverschämten Dynamik dieser alten Kiste Herr zu werden.

 

Hier zunächst der Gesamtmix, im Folgenden dann die Einzelspuren

Bass
Synthesizer 101, VCO auf Sägezahn; Expander 102, VCO auf modulierte Pulswelle, Pulsewellenmodulation durch den Envelope.

Drums
Die Drums wurden mit Sequencer 104 und S&H-Modul gesteuert. Der Sequencer erzeugt mit Sequenz A die Gate für Bass und Snare. Bass und Snare sind mit rosa Rauschen im stark resonierenden Filter erzeugt, dessen Tonhöhe zum einen von Sequenz B gesteuert wird und das zusätzlich durch einen extrem kurzen Envelope noch einen Zacken an den Notenanfang bekommt. Im dritten Takt wird der Feder-Hall eingeblendet (da wachsen einem gleich Schlaghosen und ein Rüschenhemd so schön scheppert der). Der Grundklang des Hihats wird mit zwei VCOs durch den Ringmodulator und ein wenig Rauschen erzeugt; VCO2 wird durch ein Zufallsreihe aus dem S&H-bereich gesteuert. Die Clock des S&H steuert wiederum das Tempo der Sequenz für Bassdrum und Snaredrum.

Percussion
Der Tom-Anteil ist ein Envelope-modulierter VCO mit Dreieck. Das pfeifende Rauschen ist im Prinzip der gleiche Sound wie die Snare der Drum-Spur mit leicht verändertem Envelope. Das Ganze wurde manuell gespielt, die Tonhöhe des VCOs und Filters werden vom Keyboard kontrolliert.

Melodie

Einfacher Leadsound mit beiden VCOs auf Rechteck.

Strings

Stringssound nach dem Polymoog-Prinzip: links Synthesizer 101 mit VCO auf Sägezahn mit Vibrato; rechts Expander 102 mit dem VCO auf Pulswellenmodulation, der LFO mit leicht anderer Geschwindigkeit moduliert Pulsweite und Vibrato

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