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Feature
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02.06.2009

DETAILS

Features
Die wichtigsten Merkmale des JX-3P sind seine zwei DCOs, Osc Sync und Crossmodulation, MIDI, ein flexibler LFO, Pitchmodulation per Hüllkurve und ein 128 Step-Sequenzer mit externer Trigger-Möglichkeit. Er macht es möglich, beispielsweise eine Drummachine mit dem Sequenzer des JX-3P zu synchronisieren, wobei Start und Stopp sowie Tempoänderungen per CV-Steuerung übertragen werden.


Panel
Links findet man den Pitchbender, der Bendings in drei wählbaren, aber jeweils festen Stufen anbietet, und den Taster “LFO Trig”, der einen Vibratoeffekt aktiviert. Weiter rechts folgen ein Poti für die Gesamtlautstärke sowie der Fader “Brilliance“, mit dem man hohe Frequenzen etwas absenken oder betonen kann.
Das Zentrum der Bedienoberfläche wird von einer Vielzahl an Tastern dominiert. In der oberen Reihe finden sich Chorus, Mute, Hold und Transpose, daneben die “Edit Sektion” zum Bearbeiten der Klänge. Weiter rechts dann die “Step Sequenzer Sektion” und der Taster zur Aktivierung der externen Sicherung mit einem Audiorecorder. In der unteren Hälfte findet man Taster zu Anwahl von Presets und Usersets, aufgeteilt in vier Bänke à 16 Speicherplätze. Die Bänke A und B beinhalten 32 nicht überschreibbare Presets, die Bänke C und D sind mit ebenfalls 32 Speicherplätzen als Usersets vorgesehen.
Ganz rechts außen findet man ein aufgedrucktes Schema, das Parameter der Klangerzeugung abbildet und mit Nummern versieht. Und genau diese aufgedruckten Parameter kann man weitestgehend den Potis und Fadern des Programmers PG-200 zuordnen.

Rückseite
Auf der Rückseite befindet sich der Power-On/Off-Knopf, ein Anschluss für den PG-200, ein dreistufiger Wahlschalter für PG-200 Betrieb, Memory Protect und MIDI sowie der MIDI In/Out Anschluss. Rechts komplettieren das Tune-Poti sowie verschiedene Klinkenbuchsen die Anschlussmöglichkeiten: Tape Memory Load/Save zum externen Laden und Sichern von Sounds, Seq. Trigger In zum Empfang von CV-Spannungen, mit denen der Sequenzer gesteuert werden kann, und jeweils eine Buchse für den Anschluss eines Haltepedals, Kopfhörerausgang und Mono/Stereo Audioausgang. Letzterer verfügt über drei wählbare Levels, wobei zu erwähnen bleibt, dass der JX-3P grundsätzlich ein Monosignal erzeugt. Nur mit zugeschaltetem Chorus sind seine Klänge stereo!

Ingesamt macht sein Gehäuse, die wenigen Fader und Potis, Tipptaster und das Pitchrad einen sehr soliden Eindruck. Mein 26 Jahre altes Testgerät kommt erstaunlich frisch daher, hier knackt nichts, alles funktioniert!


Klangerzeugung

Oszillatoren
An Bord sind zwei DCOs mit Sägezahn-, Puls- und Rechteckwelle in den Fußlagen 16’, 8’ und 4’. Der warme Klang der Sägezahnwelle fällt hier besonders positiv auf! Pulsbreitenmodulation ist zwar möglich - bei Verstimmung des DCO2 im Hard-Sync und nicht hörbarem DCO1 - klingt aber im Vergleich mit anderen Synths sehr speziell (siehe Audiobeispiel).  Der DCO2 kann per Finetuning verstimmt oder auch in Halbtönen bis zu eine Oktave höher oder tiefer gestimmt werden und dient wahlweise auch als Rauschgenerator mit weißem Rauschen. Die Stimmung der DCOs wird von der Hüllkurve oder vom LFO moduliert, weitere Modulationen liefern Hard-Sync und Crossmodulation (Metal). Der “Sync” gefällt mir gut, gerade bei Pads und Mehrstimmigem, “Metal” eignet sich gut für das Sounddesign. Offen gesagt habe ich aber auch schon bessere Crossmodulationen gehört (siehe Audiobeispiele). Leider fehlen sowohl ein Suboszillator wie auch eine Portamentofunktion.

Filter
Der JX-3P besitzt mit dem resonanzfähigen 24dB/Okt Lowpassfilter das gleiche wie die Juno Serie (IR3109). Dieses kann von LFO oder Hüllkurve moduliert werden und verfügt über ein stufenloses Keyboard-Tracking. Der Fader “Brilliance” bietet ein Finetuning der Filter-Eckfrequenz, womit sehr sanfte Anhebungen oder Absenkungen der jeweils höchsten Frequenzen erzielt werden können. Nachgeschaltet ist ein stufenloses Highpassfilter.

VCA
Der VCA besitzt eine speicherbare Regelung der Gesamtlautstärke und lässt sich in der Einstellung “ENV” von der Hüllkurve modulieren. Die Einstellung “Gate” deaktiviert diese Modulationsmöglichkeit.

ENV
Die ADSR-Hüllkurve kann mit positiver oder negativer Ausrichtung die Stimmung der DCOs, die Eckfrequenz des Filters und den VCA modulieren. Wie auch die Hüllkurve der Junos gehört sie nicht zu den schnellsten; perkussive Sounds sind daher nicht die Stärke dieses Synths.

LFO
Ein LFO mit den Wellenformen Sinus, Rechteck, Random und Noise steht ebenfalls bereit. Noise ist auf der Edit-Map zwar nicht eingezeichnet, aber am Synth anwählbar! Diese Möglichkeit besteht übrigens nicht über den PG-200.

FX
Hier bietet sich ein warm klingender und leicht rauschender Stereochorus an. Er besitzt nur eine Einstellung und ist im Userset speicherbar, aber nicht editierbar.



Spielhilfen

Bei aktiviertem “LFO Trigger” lässt sich per Taster ein Vibrato in Betrieb nehmen, falls es im aktuell gespielten Sound nicht ohnehin schon erklingt. Intensität und Geschwindigkeit des Effektes werden über die Edit-Map mit dem LFO-Parameter „Rate“ eingestellt.

Der Pitchbender bietet stufenlose Tonhöhenänderungen innerhalb von drei festen Intervallen:

-    Narrow: zwei Halbtöne
-    Mid: vier Halbtöne
-    Wide: sieben Halbtöne

Sequenzer
Mit an Bord ist außerdem ein einfacher 128-Step-Sequenzer mit Overdub, Akkord-Trigger-Möglichkeiten und einem Input für externe Trigger-Signale per CV.


Memory
32 Usersets und 32 nicht überschreibbare Factory-Presets.

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