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Test
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25.05.2012

Thomann/Clifton SP-5500 Test

Stagepiano mit Begleitautomatik

Alles drin zum Hammerpreis?

Musikinstrumente müssen nicht unbedingt teuer sein – das zeigt die Firma Thomann mit den Instrumenten der Thomann/Clifton-Serie. Aus der Reihe der hauseigenen Stagepianos liegt für diesen Test das SP-5500 vor, das gewissermaßen eine Kombination aus Stagepiano und Alleinunterhalter-Keyboard ist.

Das SP-5500 bietet vor allem Anfängern einen Einstieg in die Tastenwelt und eignet sich sowohl für den reinen Piano- als auch für den Keyboardbetrieb mit Begleitautomatik. Das Instrument ist mit einer Hammermechanik-Tastatur und eingebauten Lautsprechern ausgerüstet. Speziell für Pianisten gibt es einen “Piano”-Button, der das Gerät auf Knopfdruck sofort in ein digitales “Grand Piano” verwandelt. Insgesamt bietet das SP-5500 559 Klänge, die im Dual-Modus auch gelayert werden können. Mit der Split-Funktion lässt sich die Tastatur an einem frei wählbaren Splitpunkt in zwei Bereiche unterteilen. Hinzu kommt die Begleitautomatik (Arrangerfunktion), die mit 203 Rhythmen (Styles) aufwartet und aus dem SP-5500 ein vollwertiges Alleinunterhalterkeyboard macht. Damit bietet das SP-5500 eine umfassende Ausstattung zu einem äußerst günstigen Preis.

Ob ein Gerät zu einem solchen Preis qualitätsbewussten Pianisten und Alleinunterhaltern gerecht werden kann, werden wir in diesem Test herausfinden.

DETAILS

Das SP-5500 kommt in einem schlichten silbernen Plastik-Gehäuse daher und macht einen soliden Eindruck. Die Verarbeitung ist für den Preis wirklich ordentlich – nichts rappelt und alles ist gut und sicher verbaut. Mittig auf der Oberseite sitzt ein großes, blau leuchtendes Display. Links und rechts davon befinden sich die Sektionen für die Styles bzw. Voices. Auch ein SD-Kartenslot ist vorhanden, mit dessen Hilfe MIDI-Files, User-Songs und Settings geladen werden können. Eine Reihe von Buttons unterhalb des Displays ermöglichen das Abrufen von abspeicherbaren “One Touch Settings”. So lassen sich Registrierungen für verschiedene Songs anlegen. Für die Lautstärke (Volume) gibt es einen Schieberegler. Der zweite, darüberliegende Fader ist ein “Brilliance”-Regler und betont die Höhen des Ausgangssignals. Die Kombination aus Pitchbend- und Modulationsrad ähnelt beim SP-5500 dem Korg-typischen XY-Joystick. 

Schauen wir auf die Rückseite des Geräts: Hier findet man alle Anschlüsse, die ein Digitalpiano besitzen sollte. Neben zwei Audio-Ausgängen (hier als Aux-Out gekennzeichnet) gibt es auch einen Audio-Eingang (6,3mm Klinkenbuchse “Aux In”), zwei Buchsen für Pedale (Sustainpedal und Assignable), MIDI-In/Out sowie einen USB-Anschluss. An der Vorderseite links unten sind zwei günstig platzierte Kopfhörerbuchsen zu finden. Im Lieferumfang des Geräts ist alles dabei, was man zum Spielen benötigt: Neben dem 12V-Netzteil und einem Sustain-Pedal wird auch eine Notenablage mitgeliefert. 

Die Tastatur mit Hammermechanik macht einen ordentlichen Eindruck und lässt sich gut spielen. Die Gewichtung ist nicht so schwer wie bei den meisten anderen Stagepianos. Dies ist nicht unbedingt von Nachteil, denn wer häufig andere Klänge als Piano benötigt, freut sich unter Umständen über eine leichtgängigere Tastatur. Allen, die hauptsächlich Klaviersounds spielen möchten, rate ich jedoch dazu, das Gerät vor dem Kauf auszuprobieren und selbst zu entscheiden, ob die Gewichtung ausreichend ist.

Im Display werden eine Menge Informationen angezeigt. An oberster Stelle stehen Nummer und Name der eingestellten Voice bzw. des eingestellten Styles. Leider wird immer nur die Voice oder der Style angezeigt – beides zugleich geht nicht. Die entsprechende Information kann aber durch Drücken des Voice- bzw. Style-Buttons eingeholt werden. Die Auswahl der Voices bzw. Styles wird per Wählrad, mittels der +/- Tasten oder durch das Drücken eines der zahlreichen Kategorie-Buttons vorgenommen. Instrumente und Styles sind, wie bei den meisten Keyboards, auch hier in entsprechende Gruppen unterteilt. Die dazugehörigen Kategorieknöpfe haben eine Doppelbelegung und schalten z.B. zwischen Orgeln (Voices 121-124) und Varianten des Akkordions (Voices 125 ff.) hin- und her.

Im Display werden auch alle Informationen zum Rhythmus angezeigt, darunter Tempo, Takte und Zählzeiten. Wem das nicht reicht, der erhält sogar eine Info über den aktuell gedrückten Akkord und eine Darstellung aller momentan gespielten Noten in einem Notensystem inkl. Violin- und Bassschlüssel. Abschließend erwähnt sei noch die Statusanzeige der Dual-, Split-, DSP- und Anschlagdynamik-Modi am rechten Rand des Displays.

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