Gitarre Bass
Test
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24.03.2016

Testmarathon Tauchspulenmikrofon-Klassiker

9 Mikros auf der Test-Strecke

Es gibt Dinge, die es geschafft haben, ihre eigene Aktualität zu überleben und sich jedem vergänglichen Modetrend zu widersetzen – und das nicht selten seit Jahrzehnten. Das gilt für den VW-Käfer wie die Corbusier-Liege, für die Kitchen-Aid-Küchenmaschine und (in unserem Metier) natürlich für eine ganze Reihe von Musikstücken. Doch im folgenden, nicht alltäglichen bonedo-Test stehen nicht Bachs Toccata und Fuge in d-Moll oder Beethovens Neunte auf dem Prüfstand, genau so wenig wie die Klassiker von Elvis, den Beatles oder von Pink Floyd: Auch einige dynamische Mikrofone haben sich das Label “Klassiker” absolut verdient. Und weil sie weit verbreitet sind und jeder tontechnisch arbeitende Mensch sie kennen sollte, werden hier “Alle Neune” gekegelt. Vorstellung und Beurteilung erfolgen live und in Farbe – und wie gewohnt mit Audiobeispielen.

Eine Anmerkung vorab: Zwei der Mikros, nämlich das Sennheiser MD 21 und das MD 441, habe ich aus meinem Fundus beigesteuert, weil der Hersteller/Vertrieb zum Zeitpunkt des Tests keine aktuellen Ausführungen verfügbar hatte. Die beiden getesteten Mikros haben schon einige Jahrzehnte auf der Membran, doch bis auf die XLR- statt Tuchel-Anschlüsse und eine geringfügig andere Optik gibt es keine gravierenden Unterschiede zu den heutzutage erhältlichen Versionen.

Die Hersteller der Mikros wären auch schlecht beraten, diese Werkzeuge nicht mehr oder in deutlich anderer Form anzubieten, immerhin sind die Klassiker nach wie vor gefragt. Zwar haben sich die Fertigungsmöglichkeiten für neu entwickelte Mikrofone deutlich vereinfacht (größere Effizienz und geringere Produktionskosten) und “bessere” technische Daten sind möglich, doch sollte man eines nicht außer Acht lassen: Ein wesentlicher Grund dafür, dass beim Mikrofonkauf den Klassikern der Vorzug gegeben wird, ist schlicht und einfach ihre Einschätzbarkeit! Wenn ich beispielsweise ein MD 441 unter eine Snare hänge, weiß ich recht genau, was mich erwartet. Bei einem Mikrofon NoNameSound XY123 ist das nicht unbedingt der Fall.

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